Deutsche Bank: Bezahlen per Smartphone

Schaut man sich Bezahlen mit dem Smartphone an, so könnte man zum Ergebnis kommen, dass da noch Luft nach oben ist. In Sachen Apple Pay halten sich die Banken derzeit bedeckt, man munkelt, dass man in Deutschland recht weit ist, doch so richtig bekommt man aus den Bänkern auch nichts heraus. Unabhängig von Apple Pay prescht jetzt die Deutsche Bank mit nach vorne, sie bieten nun bald auch Bezahlen mit dem Smartphone an. Bereits in dieser Woche können Nutzer ihre Mastercard-Kreditkarte in die Deutsche Bank-App integrieren und dann per Handy bezahlen.

„Wir sind überzeugt davon, dass die Zeit reif ist“, so der Leiter der Abteilung Onlinebanking für Privat- und Firmenkunden, Michael Koch, dem „Handelsblatt“ vom Montag. Für die Kunden der Deutschen Bank sei das Smartphone ein „alltäglicher Begleiter“. Das neue Angebot können zu Beginn aber nur rund 300.000 von acht Millionen Kunden ausprobieren. In Sachen iOS sieht es derzeit duster aus, denn RP-Online berichtet, dass ein Android-Smartphone Voraussetzung ist.

Seitens der Deutschen Bank geht man davon aus, dass die Nutzerzahlen schnell wachsen werden. Das mobile Bezahlen sieht man als Teil eines großen Paketes, welches der Kunde mit seinem Girokonto erhält: „Dabei sollen möglichst alle Funktionen auch in der App zu finden sein.“ Mastercard liefert dafür die notwendige Verschlüsselung der Transaktion, für die Girokarte funktioniert das bislang nicht.

Laut weiterführender Berichte sind auch die Sparkassen am Thema dran. Auch hier soll die Kreditkarte ins Smartphone wandern, Anfang 2018 könnte es soweit sein, so Joachim Schmalzl, Digitalvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV).

Die Genossenschaftsbanken werden auch nachziehen: „Wir bereiten den Start auf Androidgeräten für Anfang 2018 vor“, so Andreas Martin, Vorstand im Verband der Volks- und Raiffeisenbanken.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

23 Kommentare

  1. Habs schon testen können, funktioniert einwandfrei.

  2. Wer es auch ohne Deutsche Bank Konto mal ausprobieren möchte, dem kann ich die Seqr App empfehlen. Hat bei mir, bis auf ein einziges mal, bei Rewe, Rossmann, Aldi und Lidl gut funktioniert.

  3. Die sollen doch bitte diese Bastellösungen lassen und direkt AndroidPay und ApplePay unterstützen, sobald die an den Start gehen…. solange können wir auch noch warten.
    Wenn man wie hier, erst eine App öffnen muss und eine PIN eingeben muss, macht das alles schon fast keinen Sinn mehr. Es muss so funktionieren, wie ich es schon derzeit bei ApplePay nutze… Handy ohne es einzuschalten an das NFC Terminal halten, dabei den Finger auf dem Fingerabsdruckscanner legen… kurz warten bis der Vorgang auf dem Display angezeigt wird… fertig.

  4. @HO, ich konnte die DB Lösung wie gesagt schon testen und sich müssen NICHT die App öffnen um zu bezahlen. Sie richten einmalig den Mobile Payment Service ein und müssen, um zu bezahlen, lediglich das Handy entsperren und auf das Kartenlesegerät halten.

  5. Ok, kann man sich dazu irgendwie anmelden? Wie werden die genannten 300.000 ausgewählt?

  6. „Wir sind überzeugt davon, dass die Zeit reif ist“, selten so gelacht. Hat denen noch niemand gesagt, dass sie schon wieder Jahre hinterherhinken ? Aber solange hier in DE noch jeder die Scheiß Kleingeldmünzen behalten will, wird sich das auch noch auf Jahre hinausziehen.

  7. @jens
    Die 300.000 Kunden dürften einfach alle DB-Kunden sein, die eine Mastercard haben, denn diese ist Voraussetzung dafür.

  8. Christoph says:

    Schade dass es nicht einfach als „normaler“ Deutsche Bank Kunde auch ohne Mastercard geht. Der Personenkreis wäre dann ja – wie auch geschrieben – deutlich größer.

  9. Was ist denn die Segr App? Dazu finde ich rein gar nichts

  10. Die SECR funktioniert sehr gut und ich finde sie empfehlenswert. Hier wird die Zahlung an ein Girokonto geknüpft. Als Zahlungsdienstleister fungiert übrigens Mastercard die die Abwicklung übernehmen.
    Diese lästige Pineingabe bei kontaktlosen Zahlungen ist übrigens eine Erfindung der deutschen Behörden. Es gibt die Auflage ab 20,- oder 25,- Euro diese Pin anzufordern. In den USA und Kanada wird die Eingabe erst ab einer Summe von $ 100,- gefordert, was auch ich realistischer finde.

  11. @thomas
    Bei ApplePay habe ich aber keine PIN Eingabe, daher finde ich diese Lösungen immer weniger toll.

  12. @Thomas Polke
    Schade, dass du direkt nach dem zutreffenden Hinweis von HO den Namen von SEQR Seqr seqr erneut falsch schriebst.
    Ich nutz es gern und nach anfänglichen Schwierigkeiten, die möglicherweise an meiner Handhabung lagen, problemlos [Handy entsperren, App aufrufen, WLAN ein (angeblich nicht nötig) *während an Kasse gescannt wird*. Wenn Kasse Zahlbetrag aufs Display ausgegeben hat, auf Tap&Pay tippen und Handy ganz nah ans/aufs Display halten].

  13. Welche der überaus tiefsinnig benannten Apps der Deutschen Bank ist denn gemeint? „Meine Bank“ o. „Meine Karte“

    Bin voll baff, dass die Android-App, die monatelang stiefmütterlich behandelt wurde und nicht mal ansatzweise an den Funktionsumfang der Iphone-App heran kam, jetzt einen fundamentalen Mehrwert bieten soll. Das ich das noch erleben darf.

  14. @Felix
    Weder noch, für Android gibt es mittlerweile eine komplett neue App, die sich einfach nur „Deutsche Bank“ nennt und schon letztes Jahr veröffentlicht wurde. Die Meine Bank App wird nicht mehr weiterentwickelt.

    Bezüglich des Zahlvorgangs mit der neuen App: Nach erfolgreicher Aktivierung des Mobile Payments, muss das Smartphone lediglich entsperrt werden, die App muss nicht geöffnet sein oder sonstiges, ebenso ist keine Internetverbindung nötig. Auf dem Phone werden bei Aktivierung 10 Tokens geladen, die für 10 Zahlungen ausreichen. Das Phone kann also auch im Flugmodus kontaktlos bezahlen. Wenn die Tokens aufgebraucht sind, werden diese erneuert, sobald man sich wieder in der App eingeloggt hat. Ab einen Warenwert von 25€ muss man die Pin der Mastercard in das Termina eingeben.

  15. Ich finde die App „Deutsche Bank“ leider nicht. Hast du einen Link für uns?

    Kann man mit der App auch direkt Überweisungen vornehmen (ohne zB eine TAN Liste)?

  16. @Alex
    Link: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.db.pwcc.dbmobile&hl=de

    Wenn du photoTan aktiviert hast, gehen Überweisungen in Windeseile (kein Zweitgerät notwendig).

  17. Ich bin froh, das ich meine Konten bei der Deutschen Bank gerade alle gekündigt haben, nach 20 Jahren habe ich mittlerweile keine Luste mehr auf diesen Kundenunfreundlichen Laden.

  18. Der Bonzenladen sollte dicht machen.

  19. @bat
    Du kannst die Tap&Pay funktion auch schon viel früher Aktivieren. Und dann das Handy erstmal wieder in der Hosentasche verschwinden lassen. Dann beim bezahlen, nur noch Entsperren, ans Terminal halten und fertig.

    Wlan Aktivierung oder mobile Datenverbindung ist nicht nötig. Und das nötige Entsperren des Handys soll in Zukunft auch wegfallen.

    An den Kommentaren allgemein frage ich mich, was denn bitte so schwierig ist zwischen Q(q) und G(g) zu unterscheiden? Einer interpretiert sogar ein C(c) in Seqr hinein…Da ist ja sogar stille Post am Ende genauer.

  20. Danke @Georg Orwell, werd ich probieren (+berichten). Ich hatte anfänglich oft Schwierigkeiten mit SEQR – aber wohl auch Fehler gemacht.

  21. @bongo,
    Danke, das werd ich mir definitiv anschauen. Finde meinen aktuellen Mix aus 1822 + N26 eher lästig.
    Hätte gerne eine innovative App, wie N26, aber auch Tagesgeld etc.
    Leider hat die Deutsche Bank ja nicht die besten Konditionen. Teures Konto und teure CC.

  22. @George Orwell

    Es klappte!
    Habe bei SEQR Tap&Pay ohne Datenverbindung aktiviert und beim Bezahlen mein Handy erneut entsperrt, ans Terminal gehalten – und erfolgreich bezahlt.

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