Deutsche Bahn muss laut dem Verkehrsminister „besser werden“

Die Deutsche Bahn hat seit ihrer Privatisierung in den 1990er-Jahren das Streckennetz zusammengestrichen. Das macht sich besonders im ländlichen Raum bemerkbar. Man konzentrierte sich auf lukrative Routen. Das ist aus privatwirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, im Sinne es guten ÖPNV für alle aber natürlich kontraproduktiv. Die Verantwortung dafür trägt in erster Linie die Politik, die diesen Weg mitgetragen hat. Der aktuelle Verkehrsminister, Volker Wissing, gesteht nun die Probleme ein. Es könne nicht so bleiben, wie es aktuell sei. Die Deutsche Bahn müsse „besser werden“.

Worte sind aber natürlich billig, was wird an Taten folgen? Gewünscht werden mehr Pünktlichkeit, schnellere Verbindungen, attraktivere Preise und mehr Verlässlichkeit. Ich selbst kann davon ein Liedchen singen: Die Strecke Kiel – Hamburg ist ein gutes Beispiel für regelmäßige Probleme. Laut Wissing laufen bereits Gespräche, um die Bahn voranzubringen. Es gebe bereits ein Konzept, um die Herausforderungen anzugehen. Noch im Juni werde man es gemeinsam vorstellen.

Die Bahn wollte eigentlich noch 2022 eine Pünktlichkeit von 80 % erreichen. „Pünktlich“ sind für den Konzern alle Züge, die maximal sechs Minuten später eintreffen als geplant. Doch dieses Ziel verwarf man bereits wieder. Stattdessen soll es eine sogenannte Generalsanierung geben. Das soll das Netz leistungsfähiger machen, führt aber erst einmal zu Sperrungen für Baustellen und Umleitungen, also verlängerte Fahrten. Der Bund liefert für das bisher größte Sanierungsprogramm der DB Milliarden. Viele Gleise und Bahnhöfe sollen renoviert werden.

Wissing gibt an, sein Ziel sei es auch, dass Reparaturen und Baustellen den Betrieb in Zukunft nur minimal beeinträchtigen und nicht maximal. Letztere sei aktuell zu oft der Fall. Das heißt aber auch, dass man nicht alle Verbesserungen auf einmal vornehmen kann. Dann würde alles stillstehen. Der Balanceakt bestehe darin, die Strecken zu modernisieren und parallel den Betrieb möglichst wenig einzuschränken.

Mal sehen, das klingt natürlich auf dem Papier erst einmal alles gut, aber dies gilt für viele Aussagen aus Unternehmen und Politik. Die Umsetzung wird den Unterschied machen.

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30 Kommentare

  1. Cloudworks says:

    Die Problematik ist, daß viele Strecken überlastet sind. Rund um Frankfurt am Main beispielsweise. Der Fernverkehr rollt. Der Regionalverkehr rollt. Der Güterverkehr rollt. Und wenn es nach dem Willen vieler Politiker geht, soll noch mehr auf die Schiene. Wie aber soll das gehen? Ja, es wird ausgebaut. Aber wie üblich dauert es in Deutschland viele, viele Jahre. Die Planungen gehen im Schneckentempo voran. Anwohner hier und Anwohner da wollen die Trassen nicht. Es hagelt Klagen von Naturschützern. Da braucht man sich nicht wundern.

    • Also bei manchen Verbindungen würde es dem Empfinden nach auch reichen, wenn sie zwei Trassen nebeneinanderlegen. Einfach damit mehr Züge die Strecke fahren können. Es gibt Verbindungen, da steht schon eine Woche vorher, dass die Auslastung hoch ist. Auch vor dem 9 Euro Ticket. Da braucht es doch echt nur mehr Verbindungen und wenn das Gleis nicht frei ist, ein zweites daneben. Die wollen das aber nicht, weil die Verbindungen wohl nicht genug Kphle bringen. Warum auch immer, wenn sie doch immer komplett voll sind.

      • So einfach ist das nicht einfach mal Gleis daneben hinlegen und gut ist. Dieses Stück Land gehört ja mal wieder was erst gekauft wird und schon sind wir wieder mitten im Dilemma . Der eine will der andere will nicht verkaufen weil er meint durch den Verkauf gleich reich werden zu wollen und dann kommt bestimmt wieder irgendeine Naturschutzbehörde und findet welch ein Wunder, wieder irgendwelche längst verschollene Käfer etc. etc.. Sieht man ja in Nürnberg mit dem geplanten ICE Werk, Verkehrswende ja aber bitte nicht vor meiner Haustüre. Wir leben mittlerweile in einer Welt wo leider zu viele Spinner gehör finden.

  2. So langsam wird es langweilig. Ständig ähnliche Versprechungen und Ankündigungen seitens der Politik. Deutschland ist und bleibt ein „Autoland“. M.E. können die Mängel der DB AG nur durch eine „Mammutaktion“ behoben werden. Hemmnisse sind: Fehlende finanzielle Mittel, bürokratische Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse für Veränderungen und nicht zuletzt die Lobbyarbeit der Logistikbranche (LKW-Speditionen). Wo man auch hinschaut, in Deutschland ist die Infrastruktur nicht für kommende Herausforderungen gerüstet. Über 50% des Steueraufkommens des Bundes werden für soziale Zwecke verbraucht. Wenn man weitere wesentl. Aufwendungen (z.B. Schuldendienst, Personalkosten, Pensionszahlungen etc.) zum Sozialetat addiert, bleibt für Investitionen sehr wenig übrig. Schade !

  3. Was darf Satire?

  4. Der Bahnchef stimmt die Kunden schon mal auf harte Zeiten ein, für viele Jahre gibt es noch viel mehr Probleme, weil die Gleise saniert werden sollen.

    Gut, wenn was saniert und ausgebaut wird. Wenn es klappt, läuft es danach besser.

    Nur kann man es den Leuten nicht verübeln, wenn sie dann die nächtsen 5-10 Jahre die Bahn meiden und auf bessere Verkehrsmittel ohne angesagte Verspätungen und Probleme umsteigen.

    https://www.handelsblatt.com/politik/deutsche-bahn-das-grosse-chaos-auf-der-schiene-bahnchef-richard-lutz-stimmt-kunden-auf-harte-zeiten-ein/28383000.html

    • Oliver Müller says:

      Was ist an nicht angesagten Verspätungen wie z.B. einem Stau auf der Autobahn denn nun genau besser?

      • Wenn die Probleme sich häufen werden, dann weiss man schon, dass man die Anschlußzüge nicht erreichen kann.

        Alte Regel für Bahnfahrer – möglichst nur Direktverbindungen nutzen. Niemals umsteigen oder nur mit einem riesen zeitlichen Puffer

        • Oliver Müller says:

          Da gibts einen einfachen Trick: Einfach den nächsten Zug nehmen. Jaja, ich weiß, aber wenn man so spät unterwegs ist, dass kein Zug mehr fährt? Die wenigsten, die das Argument bringen, waren wirklich schon mal in der Situation.

          Ich hingegen war tatsächlich mal in so einer Situation und ich kann dir sagen: Ist auch kein Drama.

          • Sommerpustel says:

            > Ich hingegen war tatsächlich mal in so einer Situation und ich kann dir sagen: Ist auch kein Drama.

            Für Rentner.

      • Hallo Oliver, Deine fast schon gebetsmühlenartige Auto-Kritik bringt aber auch keine neuen Argumente. Mein wichtigstes wäre: auch im Stau sitze ich in _meinem_ rollenden „Wohnzimmer“ – mit Menschen, die ich eingeladen habe oder alleine. höre meine Musik, kann die Heizung oder Klimaanlage so weit auf- oder runterdrehen wie ich mag, die Fenster öffnen, mein Gepäck klemmt nicht zwischen meinen Füßen oder sthet irgendwo herum wo andere leute es befingern oder einfach mal verschieben, und so weiter. Vor allem: ich rolle von meiner Tür zur Tür des Zielortes – ohne Umsteigen oder lange Fußweege und Kofferschleppen. Rast kann ich machen wann ich will oder mich müde fühle. Und vor alllem : ich habe meinen eigenen Luftraum – muß in Pandemie-Zeiten nicht di Atmungsreste anderer einatmen. Und – wie hier schon mal wer schrieb nur mit nicht allzufeinen Ausdrücken – ich muß nicht den Mief anderer Personen, nicht ihre schreienden und quengelnden Kinder, ihre quäkenden handys, ihre Saufgesänge oder das gickelnde kichern alberner Mädelchen ertragen. All das ist Auto. ja Stau ist eine Realität. Aber wenn ich die Wahl habe in einem engen Sitz , der für kleinwüchsige Asiaten konzipiert wurde eine Verspätung oder einen Dauerhalt zu überstehen oder in meinem Auto , in einem Sitz der weich, bequem und auf meine Körperproportionen eingestellt ist – na rate mal wo ich dann lieber zeit verwarte? Ich mußte als Schüler lange mit Fernzügen fahren , damals noch sogenannte D-Züge mit echten 6-er-Abteilen,, die ein bisschen mehr Bequemlichkeit boten als heutige passagierpferche , die man beschönigend Großraum- oder Doppelstockfahrzeug nennt – wo ist eigentlich der große Raum im Großraumwagen – nie an dem Platz wo ich sitze – da ist nur Enge – ein Euphemismus par Excellence – naja auch das habe ich zugegeben schon öfter geschrieben. Aber da kann Bahn und wohl kaum ein massentransportmittel wirklich mit dem Auto mithalten. Vielleicht moderne Komfort-Reisebusse … aber das wars dann auch . Lebensqualittät ist nicht nur schnelles, sondern auch komfortables Reisen.

        • Oliver Müller says:

          Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft du „ich“ geschrieben hast. Wenn alle Menschen so denken wie du, dann gute Nacht.

          • Genau, Oliver, das ist Freiheit: jede und jeder nach seiner/ihrer Facon , und nicht nach dem Zeigefinger von selbsternnannten Oberlehrern die meinen, anderen Menschen vorschreiben zu können wie sie reisen, was sie essen, wie sie sich anziehen und so weiter. _Du_ darfst gern zu Fuß gehen oder Rad fahren – ich sage gar nichts dagegen. lebe Du Dein Leben, ich lebe meins. Aber laß mich mit Deinen Besserwissenreien in Ruhe. Freiheit ist eben immer die Freiheit des Andersdenkenden. Zeigefinger sind Stinkefinger.

        • Sommerpustel says:

          > in einem Sitz der weich, bequem und auf meine Körperproportionen eingestellt ist

          Wenn die Sitze in den Zügen, wie du schreibst, „für kleinwüchsige Asiaten“ gemacht sind, dann nehme ich mal an, dass für deine Körperproportionen XXL-Stoßdämpfer benötigt werden. Wahrscheinlicher ist, dass du seit der Elektrifizierung der Bahn nie in einem Zug gesessen hast.

          • Hallo Sommerpustel, ich bin nicht schlank aber brauche keine Sonderausstattung bei PKW-Sitzen oder Stoßdämpfern. Eben was man früher einen „stattlichen Mann“ nannte. Und ich habe sehr viel Bahnerfahrung kenne Silberlinge , also die alten N-Wagen und D-Züge aus den späten 70ern und Anfang der 80er jahre zur Genüge. War damals sowohl im nahverkehr und später Fernverkehr als Schüler auf einer weiter entfernten Schule, später Internat , und hatte also täglich bzw. im Internat zu Ferien und langen Wochenenden Bahnfahrten . Zu den Internatszeiten mehr als 400 km Entfernung. Und auch das habe ich hier schon an anderer Stelle geschrieben : Abteilwagen der alten D-Züge waren mit nur sechs Plätzen, jeweils nur 3 nebeneinander und sehr großzügigen Gepäckablagen über jedem Sitz – eine flachere für Kleingepäck und darüber eine wirklich luftige für die Art von Koffer, die Internatler mit Wechselwäsche mit sich führen – vorhanden. Ein 6-er-Abteil ist ne ganz andere Sache wie ein sog. „Großraumwagen“§ – da sind 4 Sitze nebeneinander , durch einen Mittelgang getrennt, Dicht aneinander gerückt , und die Gepäckablagen , die an den Fensterseiten , nicht mehr über jedem Sitz, vorhanden sind, sind mehr für Leute mit flachem Kleingepäck ausgelegt. Und ja ich hab meinen Koffer gern in Griff- und Sichtweite und mag ihn nicht irgendwo am Waggonende außerhalb meiner Kontrolle abstellen. Ich weiß also gut um das Leid in modernen Wagen – vom Doppelstock-Pferch gar nicht zu reden. Wenn man sich nicht gerade in einen FIAT-Panda quetscht ist da fast jedes Auto komfortabler. Ich rede hhier wirklich von Dingen die ich aus eigenster Erfahrung kenne. Und daher vergleichen kann.

  5. Auch in „lukrativen“ Orten wurde nichts getan bzw es wurde viel getan hat aber alles nichts gebracht.

    Seit bestehen der DB hört man immer die gleichen Forderungen

  6. Sie „wollte“ 80 Prozent Pünktlichkeit erreichen? Wie peinlich ist das denn. Die sollten mal Urlaub in Japan machen.

    Also ich habe das letzte Jahr über hinweg keine Bahnfahrt erlebt (muss zwei, drei mal pro Monat fahren), bei der nicht irgendetwas schiefging. Und ich meine große Dinge, die die Reise beeinträchtigen. Vom Ausfall, bis zur Abkopplung, bis hin zum warten am Bahnhof (über eine Stunde), nur damit der zweite Zugteil ankommt, war echt alles dabei. Pünktlich war sie nie (!) also wirklich nie und zwar immer min. 5 Minuten bis maximal 1:30 Std. und… ich kann einfach nichts gutes berichten. Jeder den ich kenne, hat inzwischen Angst mit der Bahn zu fahren, weil das alles zu unsicher ist, dann doch nicht klappt und man im Zweifel irgendwo steht. Neulich in Hamm erst alle Züge in eine Richtung ausgefallen… man kam dort nicht mehr nachhause mit der Bahn. Ging einfach nicht. Bis spät in die Nacht.

  7. „Die Bahn muss besser werden“, ist natürlich eine sehr platte Aussage. Aber mehr kann man wohl von diesem Verkehrsminister nicht erwarten. Für grundlegende Verbesserungen müsste das Schienennetz m.E. komplett neu organisiert werden. Das hätte aber einen immensen Flächenverbrauch und Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Natur zur folge. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Bahn sich durch die genannten Maßnahmen verbessern könnte. Schaut man sich die Bauprojekte der Bahn, wie z.B. S21 an, dann kommen einem doch nur die Tränen. Wie viele solcher Milliardengräber soll es noch geben um die Bahn schlussendlich doch nicht zu verbessern?

  8. > Die Deutsche Bahn hat seit ihrer Privatisierung in den 1990er-Jahren das Streckennetz zusammengestrichen.

    Das beschreibt die Ursache der Probleme. Unter der rot-grünen Bundesregierung wurde nachgelegt, die Bahn sollte an die Börse. Es waren und sind also alle Regierungsparteien der vergangen dreißig Jahre dabei gewesen, einschließlich CDU und FDP. Jetzt können wir weiterhin über die Symptome diskutieren? Oder das Grundproblem angehen, vollständige rückverstaatlichung der Deutschen Bahn 🙂

    Wir brauchen kein Unternehmen das Gewinn abwirft, sondern eine zuverlässiges Schienennetz und Zugverkehr darauf. Die Bahn wurde mit Steuergeldern aufgebaut, das Netz und die Züge dienen der Allgemeinheit. Also warum sollten wir überhaupt etwas privatisieren? Jegliche Grundversorgung sollte in staatliche oder kommunaler Hand liegen. Es entfallen zugleich die schwierige und künstliche Trennung zwischen Schiene und Zug als auch die Personalprobleme.

    Das schließt das private Züge aus? Nicht notwendiger Weise, eine staatliche Grundversorgung kann neben privaten Anbietern erfolgen. Eventuell wäre es sinnvoll den Fahrgästen mehr Optionen zu bieten und einen Leistungsanreiz auf die Bahn auszuüben. Wünschenswert wären Privatbahnen, die mit besonders hohem Service glänzen (ein Schaffner pro Wagon, saubere Toiletten, Fahrkartenverkauf im Zug ohne Aufpreis, Höflichkeit und Bordservice am Platz). Natürlich könnten Privatanbieter auch einen Wettbewerb „nach unten“ starten, wie im Luftverkehr. Dem steht dann ein sicheres und ausreichendes Standardangebot in Form der staatlichen Bahn entgegen. Die staatliche Bahn könnte auch von sich aus einen Wettbewerb „nach oben“ starten und die privaten Anbieter mit hohem Service vor sich her treiben. Wenn man den Bahnmitarbeitern den Freiraum lässt, entwickelt sich da vielleicht ein Ehrgeiz?

    Bei der Lufthansa hat das geklappt mit der Privatisierung. Ist ein hartes Brett. Das Leistungsniveau wird halbwegs gehalten und hin- und wieder bemerke ich auch einen erfreulichen Ehrgeiz beim Personal. Die Dregulierung im Luftverkehr hat leider einen Wettbewerb „nach unten“ gebracht oder staatlich finanzierte Fluglinien aus den Golfstaaten. Deren Kosten für Kerosin und Flughafen sind eher fiktiver Natur. Kapitalimus ist nie fair und regelt sich auch nicht durch die unsichtbare Hand. Hinterher Ärgern sich die Passagiere dann, irriger Weise selten über den einen Geiz. Wer RyanAir fliegt sollte keine gute Behandlung erwarten. Ich bin auch von Condor enttäuscht, wobei es hier hoffentlich ein Einzelfall war.

    Vielleicht setzt beim Steuerzahler (Bahn) als auch Flugpassagiere irgendwo ein Lernprozess ein. Meckern ändert nichts? Handeln schon.

    PS: Die Mindestzahl an Flugbegleitern kann man aus dem Luftverkehr gerne auf die Bahn anwenden. Das würde einige Problem an Bord entschärfen, etwa Passagiere die sich daneben benehmen.

    • Wie soll durch „Rückverstaatlichung“ das Problem der verstopften Gleise gelöst werden? Egal wo man in unserem Land hinschaut, die Infrastruktur stößt an allen Ecken und Kanten an ihre Grenzen. Ganz besonders schmerzhaft macht sich das bei der Verkehrsinfrastruktur bemerkbar. Stau auf der Autobahn, Verspätungen und Zugausfälle bei der Bahn. Als nächstes kommen dann die Probleme der Energieversorgung, mit Stromausfällen und Engpässen bei der Gaslieferung, auf uns zu. Über kurz oder lang werden auch die Kanalnetze die Ab- und Regenwassermassen nicht mehr fassen und die Klärwerke auf eine Überlastung zusteuern. Trinkwasserknappheit ist in einigen Regionen ja heute schon an der Tagesordnung. Armes Deutschland und Alle schreien nach immer mehr, immer besser, immer billiger…

  9. Ich privatisiere etwas und verlange dann, dass dieses Unternehmen einerseits
    – gewinnorientiert arbeitet (ist ja privatisiert)
    andererseits
    – der Allgemeinheit dient (also nicht gewinnorientiert agiert)

    Wie schon lange bekannt, das Mini-Max-Prinzip funktioniert nicht. Im Übrigen auch nicht im Gesundheitswesen. Auch dieses soll eine schwarze Null erwirtschaften. Also gewinnorientiert arbeiten.

    Das Hauptproblem bei diesen ganzen Verwaltungsbehörden ist, dass dort zu viel Personal völlig ineffektiv arbeitet.

    • nicht nur im privatisierten Sektor sondern auch im Privatsektor arbeitet man uneffektiv.
      Bin im Data Warehousing tätig und ich frage mich wirklich wie viel güstiger unsere Autos sein könnten, wenn mal 30.000 – 50.000 Leute entlassen werden könnten bei einem VW, Seat, Audi, Skoda, weil sie keinen wirklichen Mehrwert bringen und in alten Mustern festhängen / Müllauswertungen produzieren in Excel etc.

  10. Laut der Kunden der Öffis muss der Verkehrsminister zurücktreten… Oder wer hat jahrelang mit der Lobby der Autoindustrie die Öffis in diesen Zustand getrieben?

  11. Deutsche Bahn muss laut dem Verkehrsminister „besser werden“…

    ACH NE WA, hat sich etwa ein Minister herabgelassen und von seinem goldenen Käfig/S Klasse auf die Fortbewegungsmethoden der ,,Geringverdiener“ herabgeschaut und ein ,,objektives Urteil“ gefällt? Ist da etwa ein Hauch von Bürgernähe vorhanden? Oder hat es ihm doch ein Berater gepfiffen? Man weiß es nicht. Meine Prognose: In 10 Jahren wird die Bahn ihren Status Quo behalten.

  12. Gunda Rohde says:

    Gestern 80 Minuten Verspätung ICE 92 in Passau, warum? In Österreich ein Unfall auf den Schienen, dafür kann auch die DB nichts, dann Oberleitungsschaden in Halle, dann weitere Reparatur Strecke, die Schienen repariert, in Hamburg statt 19.51 Uhr eingetroffen um 22.10 Uhr, heil und gesund, mit dem PKW auf den Autobahnen in der Schlange vielleicht mehr Stress aber immer einen Tag vorher anreisen, möglichst ohne Gepäck in der 2. Klasse, die erste Klasse sonst vorziehen.

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