Deutsche Bahn: Autonome E-Shuttles verstärken auf Abruf den Nahverkehr

Das Neun-Euro-Ticket steht in den Startlöchern. Neben teils exorbitanten Preisen ist in Sachen ÖPNV oftmals auch die Frequentierung im ländlichen Raum ein Thema, welches vielen (zurecht) sauer aufstößt. Zumindest im Kurort Bad Birnbach springen da künftig zwei autonome und fahrerlose E-Shuttles in die Bresche. Seit 2017 ist die DB in Bad Birnbach mit Deutschlands ersten autonomen Linienbussen auf den Straßen. Die neuen E-Shuttles ergänzen nun die bestehenden Linien-Shuttles.

Die Shuttles stehen auf Abruf über die App bereit und befördern Fahrgäste „On-Demand“ an ihr Ziel. In der App lassen sich Start- und Zielhaltepunkt individuell bestimmen. Gebucht werden kann mit der „Wohin Du Willst“-App bis zu sieben Tage im Voraus. Aber auch spontane Fahrten seien bis drei Minuten vor Fahrtbeginn buchbar.

Vorrangig will man mit den Shuttles gesundheitliche Einrichtungen und Geschäfte des täglichen Bedarfs frequentieren. Die Software errechnet für jede Fahrt ihre optimale Route. Man bündelt diverse Fahrten zu Fahrgemeinschaften. Die Fahrt ist kostenlos und erfolgt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 18 km/h.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Wenn du auf mehreren Baustellen tanzt kannst du nix vernünftiges zustande bekommen. Das passt super zur Bahn. Wenn sie ihre Kapazitäten und Ressourcen mal dort bündeln würde, wo es jetzt schon seit Jahrzehnten nicht reibungslos funktioniert, wären wir sicher schon weiter.
    Schiene, Digitalisierung und Bahnhöfe sind die Top-Themen und die DB tanzt überall und nirgends

    • Wenigstens macht sich die Bahn Gedanken und Versuche wie man Passagiere außerhalb der bekannten, teilweise schlecht funktionierenden Systeme, von A nach B transportieren kann. Ich finde den Ansatz gut und würde mir wünschen das auch andere Verkehrsunternehmen solche autonomen Fahrzeuge für Fahrten on-demand einsetzen. Allerdings muss sich da in Sachen Geschwindigkeit noch einiges tun. Mit 18km/h sind die Dinger doch eher Verkehrshindernisse.

      • Es ist Lächerlich weil niemand ernsthaft mit sowas fahren wird.
        Viel wichtiger ist, das das, womit die Leute derzeit am meisten unterwegs sind, funktioniert: Fernverkehr und Nahverkehr.

        Mehr Schienen.
        Mehr Weichen.
        Neue Weichen.
        Bahnhöfe umbauen / erweitern / modernisieren.
        Digitalisierung voranbringen: Info- und Kommunkationssysteme auf einen Stand bringen und so gut umsetzen das man über Verspätungen und Ausfälle genauso schnell informiert wird wie DB Netz.
        Bessere Züge.

        All das ist schon Herausforderung genug für die Deutsche Bahn und Verkehrsverbünde.

        Wenn das klappt, hätte die DB auch doe Kompetenz und freie Zeit sich auf anderen Gebieten zu konzentrieren

        • Als ob Leute die das machen. Sonnst streckenplanung machen können. Hauptsache gemeckert. Aus sowas wird meist nicht direkt was fließt aber später in Produkte ein.

        • Nicht jedes Kaff hat einen Eisenbahnanschluss. Da müssen eben andere Verkehrsmittel übernehmen.

          • Ich konnte mir diese Gefährte am der Charité anschauen und im letzten Jahr mal mitfahren. Die fahren nur Schrittgeschwindigkeit. Und ein Eimer der Putzfrauen in den Weg gestellt und das Ding wird blockiert, da es das Hindernis nicht umfahren kann.

            Anstatt stark wachsende Umlandgemeinden in einem halb Stunden Takt am die City der Metropolen wie München, Berlin oder Hamburg anzuschließen und den letzten Bus nicht um 18 Uhr fahren zu lassen in den stärkt wachsenden Vororten, wir das Geld eher für solchen Schwachsinn ausgegeben.

            Genauso das Finanzdesaster in Großbritannien mit der DB Tochter, dass der deutsche Steuerzahler finanziert. Sollen die die Tochter insolvent gehen lassen in UK und London soll zusehen wie sie ihr Nahverkehr in UK organisieren.

    • Die Bahn betreibt die Strecken mit den Dingern, sie entwickelt sie nicht. Und was sie da machen ist genau der richtige Weg, Mobilität für alle, auch auf kleinen und für andere Lösungen unrentablen Strecken. Es wohnt nicht jeder in der Großstadt mit Bus, U- und Straßenbahn sowie Bahnhof vor Ort. Wenn sie nichts in der Richtung tun würden, das würde mich aufregen.

      • Die Teile sind eher für Rentner oder Menschen die noch relativ selbstständig zum Shuttle kommen. Schön das die Bahn an alles denkt und ihre Kernaufgabe nicht versteht und vernachlässigt

        • Wir brauchen nicht an jeder Milchkanne einen Eisenbahnhalt. Aber wir brauchen an jeder Milchkanne einen möglichst barrierefreien Zugang zum ÖPNV der auch die Nutzenden überzeugen kann. Mit diesen selbstfahrenden Vehikeln ist das m.E. zu erreichen. Ich sehe darin auch einen Teil der Zukunft der Automobilindustrie und der Automobilwirtschaft. Weg vom Auto-Abo hin zum Transport-Abo mit autonomen Personen- und Gütertransportern.

    • Xinjiang Nguyen says:

      So sieht es aus. Anstatt endlich alle Haltestellen mit digitalen und intelligenten Zugfahranzeiger auszustatten, ein modernes Buchungssystem, Ticketautomaten in den Zügen, saubere Toiletten und Dichtern takt. Aber nein man macht milliardenverluste im englischen Regional Verkehr, versucht sich als Logistiker mit Schenker und eigener Fluglinie, DB Cargo läuft gar nicht mehr. Schiene statt straße wird nicht umgesetzt.

  2. Ich hab an der Charite in Berlin Medizin studiert und die Dinger hatten wir auf dem Campus. Die Teile waren langsamer als zu Fuß laufen und es musste immer ein Mitarbeiter drinnen sitzen, falls die Teile Mal mit sich selbst überfordert waren. Wegen Corona durfte dann keiner mehr mit fahren, wie es jetzt ist weiß ich nicht. Für Patienten war das auch sinnlos, weil sie nur auf dem Campus fuhren (wo nur Spezialkliniken oder Unigebäude waren) aber nicht zum Haupt Bettenhaus der Charite wo die Hauptversorgung stattfand. Waren trotzdem die 6 geilsten Jahre meines Lebens.

    • Hier in Hamburg haben die schon ganz gut funktioniert im Test in der Hafencity, da waren sie auch im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. An der Charite war ja eines der ersten Projekte in Deutschland wenn ich mich recht entsinne, seitdem wurde da kräftig weiter entwickelt. Und die 18km/h sind ja auch nur der aktuelle Stand der Zulassung. Man muss auch die Menschen erstmal sanft daran gewöhnen, wenn die Kisten gleich mit 50 fahren würden, hätten noch mehr Leute Angst davor mitzufahren.

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