Das ist das neue Fairphone 3+ – Details der Neuauflage bereits bekannt

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit, das sind Themen, welche die Macher des Fairphones adressieren wollen. Mit dem Fairphone 3 hatte man in 2019 die letzte Neuvorstellung parat. Vor einigen Monaten hat man dem Fairphone 2 noch ein Update auf Android 9 spendiert.

Still war es ansonsten um das niederländische Unternehmen. In dieser Woche machte man dann via Newsletter darauf aufmerksam, dass man morgen, also am 27. August 2020 – exakt ein Jahr nach dem Fairphone 3 – um 11 Uhr, eine Neuvorstellung plant. Richtig gehört erst morgen, aber kein Grund für Roland Quandt, da nicht schon vorab mit Informationen und Bildern zum neuen Fairphone 3+ um sich zu werfen. Der Fokus der überarbeiteten Version des Fairphone 3 liegt hierbei auf einer verbesserten Kamera, ansonsten bleibt es weitgehend unverändert zum Vorgänger:

So setzt man auch beim Fairphone 3+ wieder auf ein Display von 5,65 Zoll (ca. 14 cm) mit einem IPS-Panel, welches mit 2160 x 1080 Pixeln auflöst und durch Gorilla Glass 5 geschützt wird. Im Inneren werkelt auch weiterhin der Qualcomm Snapdragon 632 mit 8 Kernen à 1,8 GHz Taktfrequenz. Ebenso bleibt man auch bei einer Unterstützung für LTE, hierfür aber mit Dual-SIM-Unterstützung. Mit Wi-Fi AC, NFC und Bluetooth 5.0 deckt man auch sonstige und wichtige Funkstandards ab. In Sachen Arbeitsspeicher gibt es 4 Gigabyte, beim Flash-Speicher setzt man abermals auf – mittels microSD-Karte – erweiterbare 64 Gigabyte.
Auf der Rückseite findet die neue Kamera ihren Platz. Das Kameramodul ist austauschbar und löst mit 48 Megapixeln auf. Auf der Front setzt man nun auf eine Auflösung von 16 Megapixeln – ebenfalls modular austauschbar. Ob Nutzer eines Fairphone 3 ihr Smartphone mit den Kameramodulen des 3+ upgraden können ist bislang nicht bekannt.
Auch für das Gehäuse verliert man das Stichwort „Nachhaltigkeit“ nicht aus den Augen. Jenes soll vorrangig aus recycelten PET-Flaschen hergestellt sein. Das Fairphone 3+ bringt – wie auch der Vorgänger – abermals 189 Gramm auf die Waage und ist 9,8 Millimeter dick.
Weiterhin liegt ein Fokus auch auf Reparierbarkeit: Man möchte dem Nutzer selbst die Möglichkeiten geben Komponenten möglichst einfach auszutauschen – ein passender Schraubendreher liegt zu diesem Zweck bei. Außerdem ist der 3000 mAh große Akku austauschbar. Geladen wird mittels USB-C-Anschluss.
Während man dem Fairphone 2 bislang nur Android 9 spendieren konnte kommt das Fairphone 3+ mit Android 10 auf den Markt. Dürfte ein Indiz dafür sein, dass man auch das Fairphone 3 zeitnah mit einem Update beglückt und man für beide Smartphones auf eine gemeinsame Entwicklung des Betriebssystems setzt.
Wie eingangs erwähnt geht aus den Newslettern der letzten Tage eine Vorstellung am morgigen Donnerstag hervor. Gegenüber dem Fairphone 3 hebt man den Preis für das Fairphone 3+ wohl um 20 Euro an: 470 Euro soll das neue nachhaltige Smartphone kosten. Bleiben noch die Verfügbarkeitsdaten offen, so bleibt immerhin noch etwas „Neues“ zur Vorstellung. Wer da morgen dennoch mal reinschauen will: Der Livestream startet gegen 11 Uhr. Dort verspricht man „einen neuen Meilenstein“ – es bleibt also spannend, ob weitere Ankündigungen folgen werden.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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47 Kommentare

  1. Hektor Rottweiler says:

    Prozessor und Ram hätte man updaten müssen. So verkauft man uralte Hardware, die schon aufgrund ihrer Überholtheit nicht mehr wirklich nachhaltig ist.

    • Jain, da die gleiche Hardware schont man die Umwelt, fraglich ist warum im 3+ das A10 geht aber mit gleicher Hardware der 3er nur A9 bekommt???

  2. Finde das Konzept wirklich toll, aber die dicken Displayränder und die geringe Größe des Displays machen das Gerät für mich uninteressant

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Schmale Ränder passen nicht so gut mit Reparierbarkeit zusammen. Die Displaygröße ist reine Geschmacksache. Während ich dir zustimme, dass ein größeres Display für mich persönlich attraktiver wäre, sieht man an den Fans des Pixel 4a, dass es eine große Menge Menschen gibt, die keine Lust mehr auf große Geräte haben. Außerdem: Bedingt durch den dicken Displayrand, kann das Gerät wohl kaum größer werden.

      • Ein großer und trotzdem Austauschbarer Bildschirm wäre machbar, wenn er fest mit dem Glas verklebt ist. Das große Problem ist eher der Snapdragon 632, der mit anderen Handys nicht konkurrieren kann. Wenn neue Fairphones einen standardisierten Aufbau hätten, sodass man das Mainboard upgraden kann, wären sie preislich auf Lange Sicht unschlagbar. Aktuell zahlt man einen vergleichsweise hohen Preis für ein Handy der Unterklasse und deshalb kann man es kaum empfehlen.

        • therealThomas says:

          Des wäre wirklich top und erinnert mich an diese Konzepte von modularen Handys, bei denen man Kamera, Speicher, CPU, Akku etc. alles einzeln zusammenstecken kann.
          Für sowas würde ich ja sogar 800€ hinlegen (aktuell zahle ich für ein neues Handy nicht mehr als 300€), insbesondere wenn der Software-Support entsprechend gut ist und es einige customROMs gibt.
          Dann könnte ich alle 2 Jahre evtl. das Display und die CPU upgraden, der Rest reicht mir idR für länger. Aber so wie das Fairphone jetzt ist, weiß ich auch nicht so recht. Einerseits möchte ich faire Produktions- und Lieferketten unterstützen, andererseits möchte ich mir aber auch nicht ein beim Kauf schon völlig veraltetes Smartphone zulegen, dass nach 3 Jahren der Steinzeit angehört…

        • Hab ich das verpasst? Also außer in Nordamerika liefen die Pixel Geräte doch schon 2018 nicht so besonders und das hat sich doch in den letzten 2 Jahren nur verschärft. Hab zwar gesehen, dass das Pixel Phone in den USA ein sehr starkes Q3 2019 hatte, aber das war nicht nachhaltig. Q4 2019 wurde OnePlus wieder zum Trendsetter und die letzten beiden Quartale liefen auch nicht gut. So erfolgreich wie die Nexus Reihe wird die Pixel Marke wohl auch nie werden.

      • Das Display tauscht auch nur als Komponente aus, nicht jede einzelne Lage und Glas extra. Da wäre ein unding für Endkunden, selbst in Reparaturwerkstätten. Das bekommst sonst nie 100% Staubfrei zwischen den Schichten.

        Ich seh ehe äußerst skeptisch die Infos. Wiso ein 3+ bei sonst gleicher Hardware? Wiso kommt das 3+ mit A10 aber das 3 nur mit A9 wenn doch eh alles gleich ist? Wo ist da die Nachhaltigkeit? Wiso nicht einfach nur wie früher ein Modul für die Cam und jeder der schon den 3er hat bekommt damit n 3+ und das OS auf A10 upgraden wenn es doch Hardwaretechnisch gleich ist. Oder ist es das nicht?

    • Ehe bisher die schlechten Cams weniger das Display wobei sieht noch wie die Geräte von vor 10 Jahren aus.
      Ich hab gesagt ich warte auf ein Modernes Design, hoffe auf das 4er, wenn nicht muss ich doch nach alterneativen Auschau halten zum günstigeren Preis. Mein ca. 5 jahre altes Lumia 950 kommt in die Jahre 😉 ab und zu spinnt das ein oder andere mal, W10 Store ist eh grausam was gar eigene Apps von Windoof angeht. Selbst eine gedrosselte Leitung auf 64bit ist ne Rennsau dagegen, die schaffen grad mal 3-4 bei den eigenen Apps wie Office, peinlich. Akku musste dank aufblähung ausgetauscht werden. Deutschs Produkt, am A****, der Akku war von beginn merkwürdig, seit n paar Wochen und der scheint nur n bruchteil der Kapazität zu haben, zumindest ist die Anzeige immer wieder mal nicht dolle + wird nicht immer gladen??? Naja, mal sehn wie lange die Kombi das noch durchsteht…

  3. Schon irgendwie ziemlich teuer, bedenkt man das das Design mit den riesigen Ränder ziemlich altbacken ist und die gebotene Hardware zum jetzigen Zeitpunkt einfach nur Elektro Schrott ist (zumindest meiner Meinung nach).
    Also ich würde eher das Pixel 4a oder One+ Nord kaufen, sind deutlich günstiger, bieten eine sehr viel bessere Hardware und man kann die Geräte locker 4+ Jahre nutzen.
    Nachhaltigkeit ist zwar schön ungut, aber was soll man mit einem Gerät anfangen, das schon nach einem Jahr ganz sicher Performance Probleme bekommen wird und daher wieder vom Kunden ersetzt werden muss bzw wird. Sehe das Gerät eher als ein stark überteuertes Senioren-Smartphone.

    • Oliver Müller says:

      Warum sollte das Fairphone nach einem Jahr Performance-Probleme bekommen? Das ist Technik, die wird im Gegensatz zu uns Menschen mit dem Alter nicht langsamer.

  4. Hört sich gut an, gibt es jemand der ein Fairphone hat?
    PS: Auf winfuture kann man den Text flüssig lesen. Ich hoffe doch Felix Frank studiert nicht auch deutsch als Fach beim Lehramt.

  5. Oliver Müller says:

    Ich hatte das erste Fairphone, war damals leider ein Reinfall. Fairphone 2 und 3 sind aber top, einige Kollegen nutzen die. Bräuchte ich heute privat ein neues Smartphone, würde es das neue Fairphone werden.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Von den Specs gefällt mir das Shiftphone besser. Da MediaTek schlecht im Treibersupport ist (wichtig für eine lange Nutzungszeit), müsste es die Qualcomm Variante sein. Aber der Preis war letztendlich zu hoch für mich. Ansonsten haben beide Firmen Geräte die bewusst die Design-Trends der letzten Jahre nicht mitmachen, um modular zu bleiben und besser reparierbar zu sein. Curved Displays, Glasrückwände und Wasserdichtigkeit passen nicht mit nachhaltigem Design zusammen.

  6. Fairphone hat es leider verbockt weil es für das FP3 kein Lineage OS gibt. Man kann zwar jedes FP3 mit eOS betreiben aber der eFundation kann man nicht trauen…. Warum bieten die ein OS an das nichts anderes ist als eine Kopie von LineageOS sogar mit geklauten Code den sie als eignen ausgeben?

    • Oliver Müller says:

      LineageOS ist ein Community Projekt, wenn es in der Community kein Interesse für eine Version von LineageOS fürs Fairphone 3 gibt, kann da der Hersteller doch nichts für. Der nötige Quellcode ist veröffentlicht:

      https://code.fairphone.com/

      Was man ihnen vielleicht ankreiden kann ist, dass es kein Fairphone Open fürs Fairphone 3 gibt. Aber offenbar hielt sich das Interesse an Fairphone Open fürs Fairphone 2 einfach so sehr in Grenzen, dass ein kleines Unternehmen wie Fairphone dann seine begrenzte Manpower lieber in andere Projekte steckt.

      Was /e/ angeht bin ich deiner Meinung, geklauten Code als eigenen ausgeben geht gar nicht, dazu kommt noch, dass sie ihren App Store mit Apps aus allen möglichen nicht vertrauenswürdigen Quellen füllen. Da sollte man einen großen Bogen drum machen.

  7. Das ist ein sehr katholisches Smartphone: Bewusster Verzicht bis hin zur Selbstgeiselung. Warum muss ich selber das Display wechseln können, damit es nachhaltig ist? Reicht es nicht, wenn eine Reparaturwerkstatt den Display tauscht? Was ist daran nachhaltig, wenn die Software uralt ist? Ist wahrscheinlich wieder dieser katholische Gedanke… Ansonsten nehme ich ein aktuelles Samsung Galaxy S irgendwas. Das bekommt zuverlässig Softwareupdates und in den Werkstätten kann man alles reparieren lassen. Vier bis fünf Jahre kommt man damit gut über die Runden. Wenn ich mir vorstelle, in 5 Jahren einen Snapdragon 632 zu verwenden …

    • Oliver Müller says:

      Du redest wirr… was genau ist an Android 10 denn uralt? Und was hat das mit der katholischen Kirche zu tun?

      Bewusster Verzicht täte einigen hier mal gar nicht verkehrt. Dann lernt man die wirklich wichtigen Dinge zu schätzen, und das sind weder eine aktuelle Android-Version auf dem Smartphone, noch ein schneller Snapdragon Prozessor im Smartphone.

      • Damit meine ich, dass bisher die Software bei den Vorgängern nur unzuverlässig gepflegt wurde und deswegen sehr schnell alt war. Ohne Softwareupdates bringt die ganze Fairness nichts.

        • Oliver Müller says:

          Beim Fairphone 1 stimmt das, das Fairphone 2 hat jetzt nach fast sechs Jahren nochmal eine neue Android-Version erhalten. Ja, das ist nur Android 9 und nicht Android 10, das ist aber außerhalb der hier versammelten Technik-Bubble völlig irrelevant.

          Google pflegt aktuell Android 8, 9 und 10, Hersteller die ihre Geräte noch auf Basis von Android 8 betreiben, aber die Sicherheitsupdates halbwegs zeitnah dafür ausliefern, sind in Bezug auf Updates deutlich besser als die meisten anderen Hersteller von Android-Geräten. Was hilft es Dir, ein billiges Gerät mit Android 10 zu kaufen, das in den nächsten Jahren keine oder kaum Sicherheitsupdates erhält? Dann lieber eine oder zwei Versionen drunter und regelmäßige Updates.

          • Ich hab nie von einem billigen Gerät gesprochen. Das sehe ich auch so, dass die meisten Billig-Smartphones Wegwerfgeräte sind.

            • Oliver Müller says:

              > Ich hab nie von einem billigen Gerät gesprochen.

              Ich aber, weil es da besonders deutlich wird. Wirklich regelmäßige (also monatliche) Updates gibt es über mehrere Jahre nur bei den Geräten von Google.

              • Regelmäßige Updates gibt es nicht nur bei Google, Stichwort Android One. Es interessiert die Hersteller nur nicht großartig, weil das ja mit Kosten verbunden ist. Neue Geräte verkaufen ist immer besser. Und so kann man Geräte mit Android One mit der Lupe suchen.
                Fairphone ist da nicht schlecht mit 6(?) Jahren? Wobei es dann im Prinzip auch ein günstiges Gerät mit 3 Jahren Support tut und dann davon 2 hintereinander. Ein 6 Jahre altes Smartphone ist ja nun auch nicht das Gelbe vom Ei (ich hab noch so ein altes, das ist kein Spaß aber zum Telefonieren reicht es).
                Fairphone versucht sich halt irgendwie an der Quadratur des Kreises. Etwas Langlebiges in einem Wegwerfartikelmarkt zu etablieren, ist nicht leicht. Da gibt es zwangsweise Einschränkungen, hier eben betagte Hardware. Und wenn das neue Fairphone gleich mit alter Hardwaere startet … was da in 6 Jahren ist, will ich lieber nicht wissen. Da wäre modulares Aufrüsten wirklich nicht schlecht (aber lohnt sich halt nicht).

        • Das liegt aber eher an Qualcomm und daran, dass die irgendwann keine neuen Treiber mehr zur Verfügung stellen und es somit keine Updates für neue Android Versionen gibt. Das versucht Google ja gerade zu ändern mit Project Mainline/Treble/etc. aber für alte Sachen ist da halt leider nicht viel zu holen, da kann das Fairphone nichts dafür, da es kaum Komponenten gibt, die längeren Treibersupport geboten haben bisher. Vielleicht auch ein Grund warum Google für das Pixel 6 wahrscheinlich schon auf eigenes ARM Design setzt statt Qualcomm Komponenten zu kaufen.

    • Mein Galaxy S2 hat Android 10 mit Lineage OS und alle Apps funktionieren problemlos. Ein Snapdragon 632 ist im Vergleich zum Chip im S2 ein Bugatti auf Nitro.

      • Oliver Müller says:

        Das ist genau der Punkt, den viele nicht verstehen. Es muss nicht immer die neuste CPU oder das meiste RAM sein. Aber das Smartphone ist leider inzwischen das neue Auto, ein Statussymbol, für das viele bewundert werden wollen.

        • Ich muss zugeben das ich auch noch andere Handys habe, aber der Punkt ist das beim S2 alles was ein Standard Benutzer verwendet immer noch problemlos funktioniert.

      • Da wären wir wieder, bei der Selbstgeiselung.

        • Oliver Müller says:

          Es gibt zum Glück noch Personen, die sich nicht jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen müssen. Wie du das dann nennst, bleibt dir überlassen. Ich nenne es sinnvoll.

  8. 450 Euro ist einfach viel zu teuer. Für das Geld bekomme ich 3-4 Telefone in der Leistungsklasse (teilweise sogar noch besser ausgestattet). Wobei ich den modularen Aufbau nichtmal schlecht finde, so wirklich aufrüsten kann man aber anscheinend trotzdem fast nichts. Läßt sich halt nur einfacher reparieren. Wenn ich aber überlege, wann mir mal am Smartphone mal was kaputt gegangen ist … nie … selbst mein uraltes Motorola Defy funktioniert noch klaglos.

    • Oliver Müller says:

      Das ist einfach die falsche Herangehensweise. Das Fairphone 2 ist fast sechs Jahre alt, und bekommt noch Software-Updates. Das ist im Android-Bereich eine absolute Ausnahme.

      Klar kann man sich auch jedes Jahr ein 60 Euro Android Gerät kaufen. Aber der Punkt beim Fairphone ist ja gerade, dass man es möglichst lange verwenden kann, und man nicht in die Situation kommt, dass die Reparatur eines kaputten Teils beim Hersteller teurer ist als ein neues Gerät.

      Hier ist natürlich das falsche Zielpublikum, für die meisten hier scheint das Smartphone ein Statussymbol zu sein, und man muss allen zeigen, dass man sich jedes Jahr das neuste Modell leisten kann.

      • Mit Lieage OS kann ich doch sehr viele Phones viele Jahre verwenden, mein jetziges Phone kam 150 Euro (Mi A2 lite), das bekommt dank Android One monatlich Updates. Wenn es dann mal keine Updates mehr bekommt, kommt Lineage OS drauf und fertig. Habe noch (seit vielen Jahren) ein S4 mini, da läuft auch Lieage OS. Für mich ist das Smartphone kein Statussymbol, das Fairphone brauche ich aber trotzdem nicht. Ich kaufe lieber günstige Smartphones und verschenke die dann weiter, wenn ich sie nicht mehr nutze (habe/hatte bislang nur 3 Smartphones, bin also genügsam)

        • Dann werden die ganzen proprietären Treiber und Komponenten aber auch nicht aktualisiert und du hast dennoch etliche Sicherheitslücken. Wie schlimm das ist muss jede/r selbst wissen.

          • Kein Gerät bekommt ewig Updates, egal ob nun Fairphone oder nicht. Und mir ist da ehrlich gesagt Open Source lieber, als die Abhängigkeit von einer Firma (die ja Geld verdienen will/muß).
            Wie gesagt, guter Ansatz aber nichts für mich
            Und Sicherheitslücken … wenn ich mit dem Ding nur telefoniere, ist das ziemlich irrelevant.
            Aber Updates sind leider das Thema, bei dem Android ziemlich schlecht da steht, deswegen werden auch in vielen Firmen iPhones eingesetzt.
            Ist aber bei der breiten Hardwarebasis bei Android auch nicht leicht und wird sich durch das Fairphone auch nicht ändern.
            Fairphone verkauft im Prinzip veraltete Hardware mit der Illusion, daß man aufrüsten kann. Bis auf gute Updateunterstützung bleibt aber nicht viel übrig.

            • Oliver Müller says:

              > Aber Updates sind leider das Thema, bei dem Android ziemlich
              > schlecht da steht, deswegen werden auch in vielen Firmen iPhones
              > eingesetzt.

              Das ist natürlich Käse, wenn man die Geräte des OS Herstellers (also Google, sprich die Pixel Geräte) für den Vergleich her nimmt.

              > Fairphone verkauft im Prinzip veraltete Hardware mit der Illusion,
              > daß man aufrüsten kann.

              Nein, der springende Punkt ist, dass man Teile selbst austauschen kann. Es geht dabei nicht primär ums Aufrüsten, auch wenn man beim Fairphone 2 mal ein Update der Kamera auf dem Weg selber machen konnte.

        • FriedeFreudeEierkuchen says:

          LineageOS Support ist Glückssache. Ich habe schon beim letzten Geräte Pech gehabt. Erast offizieller Support, dann eingestellt und nacheinander haben die Communiy Entwicklungen auch aufgehört.
          Gegenbeispiele sind meine alten Samsung Geräte. Das Note 3 bekommt immer noch regelmäßig Updates. Das Note 10.1 2014 ist wenigstens auf Stand von Anfang des Jahres.
          Ob mein aktuelles Smartphone trotz guter LineageOS Unterstützung für praktisch alle Vorgängermodelle aber auch irgendwann einen stabile Version bekommen wird, ist noch offen.

  9. Ich finde das Fairphone ist ein tolles Projekt und ideal für meine Großeltern geeignet. Denen allerdings deutlich zu teuer. Ich bin überhaupt nicht die Zielgruppe. Das Fairphone für 200-250€ würde sich denk ich ganz gut verkaufen. Für 470 konkurriert es ja zum Beispiel mit dem 5G fähigen OnePlus Nord mit 12GB RAM, 256GB Speicher oder einem Galaxy Note 10 lite und ich würde das niemandem empfehlen.

    • Sehe ich auch so. Nutzen kann man zb die von dir genannten Geräte auch problemlos 3+ Jahre und reparieren kann man diese Geräte auch selbst, man muss sich nur etwas damit beschäftigen und sich die Zeitnehmen.
      Die Idee eines leicht zu reparierenden Smartphones ist ja ganz gut, aber in diesem Fall ist das Gerät einfach viel zu teuer. Das Gerät ist eher etwas für Senioren, die das Smartphone eher selten nutzen, sprich keine wirkliche Leistung brauchen und falls doch mal was kaputt geht (zb Akku) auch dies schnell selbst reparieren können. Aber wie gesagt, ist zu teuer, wirklich fair wären 200-250€ gewesen.

      • Ihr verkennt, weshalb das Fairphone „Fair“ im Namen trägt.
        Es geht nämlich nicht nur um Nachhaltigkeit durch lange Nutzung, sondern auch um Nachhaltigkeit durch faire Entlohnung und Umweltverträglichkeit in der Lieferkette. Das kostet allerdings Geld und trägt dazu bei, dass das Fairphone teurer ist als Konkurrenzgeräte.

        • @Nein Genau das ist es. Lese hier häufig das es den Nutzern zu teuer ist. Für zahlreiche Artikel hauen wir kohle raus wie nix gutes aber wenn es mal darum geht Fair zu entlohnen und etwas besser zu machen muss mit den übelsten Herstellern verglichen werden.

          Ich hoffe es ist den Lesern hier bewusst das kaum ein anderer Hersteller so Fair ist wie Fairphone. Bei Xiaomi, Oneplus, Samsung u.s.w. würde ich gerne mal einen ehrlichen Bericht sehen wieviel wert darauf gesetzt wird ob ein Fließbandmitarbeiter in China nicht über 60 Stunden die Woche arbeitet. Maximal Apple kommt da noch etwas besser weg, lässt sich das aber auch gut bezahlen.
          Ansonsten zählt nur der Preis und davon müssen wir dringend weg kommen!

          • therealThomas says:

            An sich bin ich sehr gerne bereit, erheblich mehr Geld auszugeben für ein Fairphone. Aber nicht, wenn es beim Kauf schon veraltet ist.
            Wenn es heute mit aktueller Technik rauskommt, für 800-1000€, dann würde ich es kaufen und 4-5 Jahre nutzen, denn idR ist es der Akku, der bei mir zuerst schlapp macht.
            Aber so? Das Handy kann ich in 3 Jahren ins Museum stellen…

  10. Jahrelang habe ich gedacht, es wäre der Schlankheitswahn, welcher dafür sorgt, dass die Kamera immer ein Stückchen rausschaut. Aber beim Fairphone kann man von einem dünnen Rand wohl nicht sprechen.

    Das Gerät immer auf der Linse aufliegen zu lassen, statt sauber mit dem Gehäuse abzuschliessen, scheint also eine bewusste Entscheidung zu sein. Nehmen die Designer vielleicht alle Drogen?

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