Darkroom: Fotoeditor ab jetzt mit Abo-Modell

Die nächsten Entwickler entscheiden sich, den Nutzern ein Abo anzubieten. Neulich ja erst Fantastical, folgt nun der beliebte Fotoeditor Darkroom. Grundsätzlich ist die App bisher kostenlos gewesen, ein Mehr an Funktionen kostete eben. Das wird sich zumindest für Bestandskunden auch nicht ändern, die behalten alle Funktionen.

Neukunden haben die Qual der Wahl: Ab ins Abo, oder einmal tief in den sauren Apfel beißen, 55 Euro werden dann als Einmalzahlung fällig, dann gibt es alles „für immer“ kostenfrei nachgeliefert. Abos sind schön und gut, trennen aber auch die zahlende Spreu vom Weizen. Gelegenheitsnutzer werden sicherlich abspringen, Hardcore-Nutzer weiterhin gerne zahlen. Ob sich das für die Entwickler auszahlt? Letzten Endes wird alles zum Abo – aber nicht jeder ist bereit, die ganzen Summen Monat für Monat zu zahlen. Mal sehen, wann dieses Modell für die Entwickler nicht mehr funktioniert…

?Darkroom – Photo Editor
?Darkroom – Photo Editor
Entwickler: Bergen Co.
Preis: Kostenlos+

Ansonsten gibt es aber noch viele neue Funktionen – man muss der Abo-Kundschaft ja auch etwas bieten.

* Symbolauswahl:

Gelegentlich etwas Spaß zu haben, hat noch niemandem geschadet 🙂 Diejenigen, die uns schon seit einer Weile folgen, wissen, dass wir unsere Marke einer ungefähr jährlichen Generalüberholung unterziehen, um größere Änderungen an der App widerzuspiegeln. Jetzt können Nutzer zwischen früheren Favoriten und lustigen neuen Darstellungen unseres Symbols wählen.

* Export-Wasserzeichen:

Ein funktionsreiches Wasserzeichen-Tool, anhand dessen Text- oder Bildwasserzeichen platziert und deren Größe, Position, Transparenz und Schriftart festgelegt werden können. Ein deutlicherer Schutz in einer von sozialen Medien dominierten Welt, in der Bilder oftmals ohne Urhebervermerk weiterveröffentlicht werden.

* Exportübersicht:

Diese Funktion zeigt eine kurze Zusammenfassung aller wichtigen Optionen beim Exportieren von Fotos an, wie beispielsweise Exportdateityp und Qualität, ob Wasserzeichen- oder Copyright-Metadatenschutz hinzugefügt wurde, usw.

* Wechsel zu Abonnements:

Nutzer, die bereits früher Käufe getätigt haben, sind von dieser Änderung nicht betroffen. Die Änderung gilt nur für neue Nutzer. Wir wechseln die App zu Abonnements für neue Nutzer, um der nächsten Phase von Darkroom den Weg zum Erfolg zu bahnen. Im Jahr 2020 konzentrieren wir uns darauf, jede Menge fantastische neue Premium-Funktionen herauszubringen, die das Bearbeiten und Verwalten noch weiter optimieren. Im Zuge dieser neuen Phase müssen wir sichergehen, dass wir über ein solides Unternehmen verfügen, das kontinuierliche Weiterentwicklungen und die dazu notwendigen Investitionen gewährleisten kann. In unserer Bekanntmachung sind weitere Einzelheiten zu finden.

* Sonstiges:

* Käufe werden künftig zwischen den Geräten synchronisiert, die mit derselben Apple-ID auf iCloud eingeloggt sind. Das bedeutet, dass zuvor erworbene Darkroom Premium-Tools beim Herunterladen von Darkroom auf ein anderes Gerät unmittelbar freigeschaltet werden, ohne dass Käufe über den App Store wiederhergestellt werden müssen.

* Kleinere UI-Verbesserungen und Fehlerbehebungen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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5 Kommentare

  1. Seit diesem ganzen Abo-Zwang habe ich an Apps total das Interesse verloren und bin so gut wie nie mehr im App Store. Noch vor einiger Zeit hatte ich regelmäßig viel Geld in Apps investiert, alleine schon wegen der Deaktivierung von Werbung und immer wieder mal welche gekauft, aber jetzt, beschränke ich mich auf meinen Geräten auf das wesentlichste und benutze nur noch eine handvoll Apps. Dass die Weiterentwicklung Geld kostet ist mir klar, aber für jeden Mist monatlich kräftig zur Kasse gebeten zu werden, ist für mich ein NoGo. Da sollten die Entwickler lieber neue innovative Apps programmieren (Schwierig wenn der Markt gesättigt ist) und die dann verkaufen.

    • Mir geht es da wirklich genauso wie dir. Ich habe durch den Abo Schrott schon einige Apps verloren.
      1Password, Fantastical etc..
      Es gibt aber auch positive Beispiele wie eben hier Darkroom und z. B. Moleskine, Enpass… (Bestandskunden haben einfach Lifetime kostenlos.)
      Deswegen kaufe ich die meisten Apps die mir gefallen immer direkt und hoffe falls es eine Umstellung auf ein Abo gibt ich keine Einbüßen habe.

      • Schöne Beispiele aus beiden Lagern. 1Password ist für mich ein Muss, Abo hin oder her. Bei Fantastical bin ich hingegen zum Schluss gekommen, dass der Apple-Kalender mit seinem Darkmode auch ganz hübsch ist und vollkommen reicht.

        Abos sind nicht grundsätzlich schlecht – aber ich überlege mir viel besser, ob ich sie wirklich brauche.

        Darkroom ist bei mir hingegen raus. Ich habe zwar Filter gekauft und kann die immer noch verwenden. Aber ich mag keine Apps auf meinen Geräten, die keine Zukunft haben.

  2. Hm, das Für-Immer-Paket kostet nen ganzen Euro mehr als wenn man ein Jahr lang monatsweise zahlt. Und für Bestandskunden ändert sich nix. Ich glaube da hat jemand nen kreativen Weg gefunden Neukunden für kleines Geld den Einstieg zum Testen zu ermöglichen.

  3. Another one bites the dust.
    Schade – noch einer, der den Adobe Weg geht. : (

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