Darkplates für die PS5 nach Aufforderung Sonys eingestellt

Wir hatten hier im Blog schon über die Darkplates von dbrand berichtet, welche Olli sogar einem Test unterzog. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Austausch-Flügel für die Seitenteile der PlayStation 5. dbrand hatte Sony dabei sogar zu rechtlichen Schritten eingeladen, so sicher war man sich offenbar, den Verkauf ohne Probleme durchführen zu können. Doch Sony forderte nun die Einstellung des Produkts und schickte eine Unterlassungserklärung.

dbrand bietet die PS5 Darkplates daher aktuell nicht mehr an. Die ehemalige Bestellseite führt nur noch zu einer Link-Liste, welche zu Artikeln weiterleitet, welche über Sonys Einschreiten berichten. In einem Post bei Reddit machte der Hersteller seinem Ärger zudem sehr offen Luft. Beispielsweise wundert man sich dort, dass Sony nicht auch bei Netflix auf der Matte stand, da die Serie „Squid Game“ ebenfalls Icons einbindet, die sehr an die PlayStation-Tasten erinnern. Genau hier machte Sony nämlich dbrand einen Vorwurf.

Auch sonst vermeint man, dass dbrand das geschützte Produktdesign der PlayStation 5 widerrechtlich verwende. dbrand hat nun den Verkauf der Darkplates eingestellt, will sich aber noch nicht gänzlich geschlagen geben. So weist man hin, dass man die Unterlassungserklärung nicht abgeben werde und weitere Schritte prüfe. Mal sehen, wie sich der ganze Fall noch entwickelt.

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14 Kommentare

  1. Ich wünsche dbrand wirklich viel Erfolg!
    Ich frage mich, was Sony großartig davon hat, sowas zu verbieten, wenn sie es selbst nicht anbieten!

    • Die neuen Plastikschalen mit abgeschnittenen Ecken sehen viel besser aus als die originalen mit Flügeln.

  2. Schade das sich Sony da so quer stellt. Ich habe mir die Darkplates nach Ollis Test bestellt und bin sehr zufrieden mit.

  3. Tjo, hätte Sony einem die Wahl zwischen zumindest schwarz und weiß angeboten, müsste man sich deswegen gar nicht aufregen. Wegen der Tastensymbole…ts… Sony scheint da ja genauso pingelig zu sein wie Nintendo. Hätte sich dbrand andereseits auch denken können… naja.

  4. For the players /s

  5. Peter Lustig says:

    Sympathieträger Sony. Nicht.

  6. Stark an den Haaren herbeigezogen ist ja der Bezug auf die Symbole. Sony: Kreis, Viereck, Kreuz, Dreieck. dbrand: Radioaktiv, Roboter, Totenschädel und Auge der Vorsehung. Das sieht viel besser aus als der Schrott von Sony.

  7. Ich Frage mich, warum das immer gleich im Krieg enden muss.
    Warum geht Sony mit auf dbrands zu und sagt:“Hey, coole Idee, aber ändert bitte Design x oder Tastensymbole y!“

    Immerhin schafft dbrands eine Mehrwert durch Design-Vielfalt, das u.U. Kunden zum Kauf einer PS5 animiert.

    Richtig (wie oben bereits erwähnt):

    dbrands hatte vorher auch fragen können, bzw. sensibler mit dem Design umgehen können.

    • André Westphal says:

      dbrand selbst vermutet bei Reddit, dass Sony eine schwarze PS5 plant und keine Lust hat, dass potenzielle Käufer sich das weiße Modell holen und dann die Flügel tauschen. Fest macht man das daran, dass Sony auch schon einen schwarzen DualSense und ein schwarzes Headset veröffentlicht hat.

      • Selbst wenn sie das machen, sollte das denen doch recht egal sein. An der Konsole selber verdient Sony wenn überhaupt sowieso kaum etwas. Will Sony etwa, dass Kunden die eine weiße Ps5 haben etwas eine zweite holen, bei den eh schon knappen Angebot and Konsolen? Naja wahrscheinlich hast du recht, aber wirklich sinn scheint mir das nicht zu machen

        • Vielleicht soll die Schwarze als Special Edition 100€ mehr kosten.

          Apple hat auch mal weiße Gehäuseteile fürs iPhone 4 verboten, die jemand angeboten hat, noch bevor Apple selbst weiße iPhones produziert hatte.

    • Man sollte das jetzt nicht überbewerten. Das ist kein Krieg, sondern normales Geschäftsgebaren. Gegenüber den Kunden, also Aktionären, ist Sony verpflichtet seine Marke, Designs etc. mit allen Mitteln zu verteidigen.
      Ich schätze das dbrand auch kaum in den höheren Etagen der Führung bekannt ist. Das geht als Fall xy durch die Rechtsabteilung und wird per Standardbrief abgehandelt.
      Die kleine Empörung durch Käufer der PS5 und der Platten wird allenfalls von der PR Abteilung zur Kenntnis genommen.
      Das Problem ist immer das gleiche. Wenn man einer kleinen unbedeutenden Firma einen eventuellen Verstoß durchgehen lässt, kann sich eine andere Firma auf einen solchen Präzedenzfall berufen. Wenn da dann eine große Firma dahinter steckt, kann der Klageweg teuer werden und eventuell verloren gehen.
      Daher geht keine AG ein derartiges Risiko ein, auch wenn das Käufer verärgert.
      Emotionen spielen beim Thema Geld keine Rolle.

      • Im Grunde baut man auch das Produktdesign nach. Zwar nur teilweise. Aber wahrscheinlich genug, um in der verantwortlichen Abteilung einen automatischen Vorgang auszulösen.

      • Schön, dass es endlich Mal jemand sagt. Das ist auch der Grund, warum Nintendo so viel klagt. Es geht nicht darum, kleine Unternehmen zu zerstören, sondernd eben darum Präzedenzfälle für die Zukunft zu vermeiden.

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