Corona-Warn-App: Version 2 mit Check-ins via QR-Code ist da

Erst vergangene Woche hatte das Team hinter der Corona-Warn-App die Risikoberechnung an das neue Infektionsgeschehen angepasst: Risikokontakte werden nun bereits nach einer Begegnung von 9 Minuten, statt zuvor 13 Minuten, gewarnt. Im Infektionsfall erhalten also potenziell mehr Kontaktpersonen eine entsprechende Risikowarnung über die rote Kachel. Laut den Entwicklern erhöht sich dadurch die Anzahl an Risikowarnungen um 16 Prozent. Während es sich bei der Anpassung der Risikoberechnung um ein serverseitiges Update handelte, arbeitete man hinter den Kulissen bereits fleißig an Version 2 der Corona-Warn-App. Jene beinhaltet unter anderem einen Check-in für Events und Orte. Viele Landesregierungen sind da bekanntlich, mit der vielfach kritisierten Luca-App, (leider) vorgeprescht. Noch nicht mit von der Partie ist die Übermittlung von Schnelltestergebnissen.

Nun beginnt man mit der Verteilung der Corona-Warn-App in Version 2, genauer gesagt Version 2.0.3. In meinem Fall konnte ich das Update über den Google Play Store bereits einspielen. Spätestens in den nächsten 48 Stunden sollte das Update jedem Nutzer zur Verfügung stehen. Es hatte sich bereits seit längerem angekündigt, dass das große Update auf Version 2 auch die Möglichkeit zur „Event-Registrierung“ mitbringt.

Einzelhändler und Veranstalter können nun mithilfe der Corona-Warn-App einen Code für ihre Veranstaltung erstellen. Das verhält sich bis hierhin also ähnlich zu dem, was die Luca-App bietet. Eine Veranstaltung beinhaltet neben Ort, Datum und Art der Veranstaltung einen etwaigen Beginn sowie das Ende. Jener sollte sich über den Reiter „Startseite“ erstellen lassen („QR-Code erstellen“).  Der QR-Code lässt sich dann auf dem Smartphone anzeigen oder wahlweise auch ausdrucken.

Hier sollen sich dann aber auch QR-Codes für private Feiern – sobald wieder erlaubt sicher nützlich – erstellen lassen. Zum Unterscheiden stehen diverse Kategorien z. B. Einzelhandel oder private Feier zur Verfügung. Unterschieden wird zwischen „Ad-hoc-Events“ und „Ständigen Lokationen“.

Szenario 1: Ad-hoc Event

Ein Ad-hoc Event kann kurzfristig von Organisatoren angelegt werden und hat einen definierten Anfangs- und Endzeitpunkt. Dazu zählen beispielsweise private Treffen, Feiern oder kleinere Veranstaltungen.

Szenario 2: Ständige Lokation

Sogenannte ständige Lokationen haben im Gegensatz zum Ad-hoc Event keinen festen Anfangs- und Endzeitpunkt. In diesem Fall wird ein QR-Code typischerweise für einen längeren Zeitraum in einem Raum zur Verfügung gestellt. Besucher scannen diesen QR-Code bei jedem Besuch neu. Beispiele für eine ständige Lokation sind Friseure oder Restaurants.

Besucher und Gäste können sich mithilfe der Corona-Warn-App dann über den neuen „Check-in“-Bereich für eine Veranstaltung durch Scannen des QR-Codes einwählen. Zudem kann man sich auch nach Ablauf einer bestimmten Zeit – inklusive Benachrichtigung – automatisch auschecken lassen. Andernfalls erfolgt der „Check-out“ eben immer manuell. Der Besuch der Veranstaltung wird für zwei Wochen gespeichert, allerdings nur lokal auf dem Smartphone. Danach erfolgt eine automatische Löschung. Übrigens: Wird der QR-Code gescannt – das kann auch aus der Kamera-App heraus geschehen – dann wird auf einen Download zur App im jeweiligen Store weitergeleitet.

 

Im Falle einer Positivtestung kann diese Meldung zusammen mit den „Check-ins“ der Corona-Warn-App mitgeteilt werden. Erst dann landen die Daten also auf den Servern der App. Die Corona-Warn-App spielt daraufhin, wie auch bei den Kontakten über das Bluetooth-Tracing, entsprechende Warnungen aus. Diese werden regelmäßig heruntergeladen und mit den eigenen „Check-ins“ abgeglichen. Der Gedanke hinter der Geschichte? Cluster und Infektionsketten frühzeitig erkennen und zielgerichtet unterbrechen.

Überschneidet sich der Aufenthalt des „Check-ins“ um mehr als 10 Minuten, so erhaltet ihr im Falle des gemeinsamen Aufenthalts mit einer später positiv getesteten Person eine rote Kachel mit erhöhtem Risiko. Bei Überschneidungen unter 10 Minuten wird eine Begegnung mit geringem Risiko im Rahmen der grünen Kachel angezeigt. Im Kontakt-Tagebuch könnt ihr dann einsehen, ob es sich um eine Event-basierte Warnung handelt. Je nach getroffenen Vorkehrungen – Maske etc. – könnt ihr dann eure persönlichen Rückschlüsse daraus ziehen.

Dieses Update bietet Ihnen neben Fehlerbehebungen nun auch einen Check-in für Events und Orte per QR-Code für eine effiziente Nachverfolgung von Infektionsketten. Event-Veranstalter oder Geschäftsinhaber können in der App einen QR-Code erstellen, den Gäste einscannen, um ihre Anwesenheit anonym zu registrieren, sowie auf Wunsch einen Tagebuch-Eintrag anzulegen. Meldet eine eingecheckte Person einen positiven Test, können alle zur selben Zeit eingecheckten Personen gewarnt werden.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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