Corning Project Phire: macht das neue Gorilla Glass Saphirglas in Smartphones überflüssig?

Saphirglas soll der Heilsbringer in Smartphones sein, nur Diamant ist härter, somit sollen Kratzer der Vergangenheit angehören. Das Problem an Saphirglas ist jedoch, dass dieses relativ leicht zerspringt. So würde es zwar Schutz vor Kratzern bieten, bei Stößen aber leichter zerstört werden als andere Displayabdeckungen. Gorilla Glass 4 ist noch ziemlich neu und wird noch nicht von vielen Herstellern eingesetzt, trotzdem stellt Corning schon einmal einen potentiellen Nachfolger als Project Phire vor.

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Mit Project Phire möchte Corning ein Displayglas anbieten, das Stöße abfängt wie Gorilla Glass 4, aber dennoch so kratzfest ist wie Saphirglas. Das Beste aus zwei Welten in einem Glas vereint. Ganz wird die Kratzfestigkeit von Saphirglass mit Project Phire jedoch nicht erreicht, es soll aber sehr nahe dran sein. Mit dem neuen Glas zielt man natürlich vornehmlich auf Hersteller ab, die Interesse an Saphirglas haben, allen voran Apple.

Project Phire könnte aber nicht nur in Smartphones zum Einsatz kommen, auch für Smartwatches würde sich das Glas gut eignen. Bei Uhren wird Saphirglas seit jeher eingesetzt. Durch die kleine Fläche überwiegt die Kratzfestigkeit, Saphirglas in dieser Form zum Zerspringen zu bringen, ist nahezu ausgeschlossen. Dennoch bleibt es schwierig herzustellen und ist vermutlich teurer als die Lösung von Corning.

Außerdem wurde auch noch einmal über Cornings Iris Glass gesprochen. Die zur CES vorgestellte Glasabdeckung soll laut Corning Fernseher ermöglichen, die so dünn sind wie heutige Smartphones. Insgesamt sieht es also so aus, als wäre Corning auch für die nächste Generation Hardware bereit, egal ob TV-Gerät, Wearable oder Smartphone. Den Kunden kann diese Entwicklung nur freuen, erhält er in seinen neu gekauften Geräten auch immer gleich ein verbessertes Displayglas mit. Leider scheint aber die Konkurrenz auf diesem Gebiet auch nicht sehr groß zu sein, was wiederum dazu führt, dass Hersteller nur das verbauen können, was der Markt anbietet. Es gibt als Konkurrenzhersteller noch Dragontrail von Asahi Glass Co, wobei man von der Firma so bewusst auch schon länger nichts mehr gehört hat.

(Quelle: CNet)

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5 Kommentare

  1. Konkurrenz belebt das Geschäft. Kratzfest, ist mir wichtiger als stoßfest.

  2. Naja ist ja schon ein Uraltes Thema. Auch bei einer Uhr muss man sich entscheiden ob man nun ein Saphirglas oder ein Mineralglas möchte. Wobei ersteres zwar kratz fester ist, aber auch schneller zerspringt.

    Daher finde ich es auch unverständlich, dass man dieses Material überhaupt für Smartphones in Betracht zieht. Lieber kleinste Kratzer auf dem Display von einem Sturz statt das ganze Glas gesprungen. Zudem wird ist das Saphirglas deutlich teurer, was auch bedeutet das bei einem Austausch viel höhere Kosten anfallen.
    Aber ich glaube auch die Hersteller haben dies begriffen zumindest Apple. Sonst wären Sie wohl schon mit einem Saphirglas auf den Markt gegangen.(http://time.com/3377972/why-apple-didnt-use-sapphire-iphone-screens/)

  3. Es wäre ja schön, wenn die tollen Glashersteller erstmal dieses Spiegeln/Reflektieren in den Griff bekämen.
    Oder bin ich er Einzige, den das stört?

  4. Sascha Ostermaier says:

    @Axel: Ist das Spiegeln bei High-End-Geräten noch relevant? Sicher gibt es da auch Unterschiede, aber so krass wie vor ein paar Jahren ist es doch nicht mehr.

  5. Ich bin überzeugt dass keiner der grossen Hersteller Saphir als Heilsbringer für Display von Smartphones in Betracht zieht. Auch wenn das einige kleinere schon eingesetzt haben (zBsp Vertu). Die Nachteile sind offensichtlich und schon genannt. Es ist zwar kratzfester als chemisch gehärtetes Glas, aber es bricht schneller. Abdeckungen für Kameralinsen etc sind ein anderes Thema.

    Apple ist gross in’s Geschäft mit GTA eingestiegen und jeder hat von Saphir in iPhones gesprochen. Aber wenn man’s mal näher betrachtet sind die Stückzahlen viel zu hoch (70+ Mio iPhone 6) und die Termine viel zu spät. GTA sollte Saphir für die Watch liefern.