Connected Home over IP: Neuer einheitlicher Standard soll 2021 vorgestellt werden

Erinnert ihr euch noch an das Projekt „Connected Home over IP„? Jenes Projekt, bei dem diverse Branchen-Riesen (Google, Amazon, Apple und weitere) gemeinsam als eine neue unabhängige Arbeitsgruppe, die von der Zigbee Alliance verwaltet wird (getrennt vom bestehenden Zigbee 3.0/Pro Protokoll) zusammenarbeiten und deren Ziel es ist, markterprobte Technologien zusammenzuführen, um einen neuen, offenen Smart-Home-Connectivity-Standard auf Basis des Internet-Protokolls (IP) zu entwickeln? Ein dreiviertel Jahr war es um das Thema ruhig geworden, doch nun meldet sich die Gruppe mit guten Nachrichten zurück.

So sei allein die Anzahl der Mitgliedsunternehmen von ein paar Dutzend auf mittlerweile über 145 gewachsen, auch der Vorstand der Zigbee Alliance sei um vier „globale strategische Unternehmen“ vergrößert worden: ASSA ABLOY, Resideo, STMicroelectronics und Tuya. Dadurch könne man garantieren, dass man weiterhin bis spätestens Ende dieses Jahres einen Spezifikationsentwurf vorzulegen gedenkt, um dann schon im nächsten Jahr den neuen einheitlichen Standard vorstellen zu können.

Kürzlich haben wir ein Open-Source-Repository auf GitHub eingerichtet, wo wir auf der Grundlage markterprobter Technologien zügig an dem globalen offenen Standard arbeiten. Dieses Repository ist ein Ansatz, bei dem die technische Spezifikation zuerst implementiert und die Integrationen in der Praxis überprüft werden. Durch die gemeinsame Nutzung des Repositoriums hoffen wir, die Vorteile des Projekts den Verbrauchern und Herstellern so schnell wie möglich zugänglich zu machen.

Als erste Geräte, die man mit dem neuen Smart-Home-Standard erreichen will, nennt das Konsortium Beleuchtung und Elektrik (z.B. Glühbirnen, Leuchten, Steuerungen, Stecker, Steckdosen), HLK-Steuerungen (z.B. Thermostate, Wechselstromgeräte), Zugangskontrolle (z.B. Türschlösser, Garagentore), Sicherheit (z.B. Sensoren, Detektoren, Sicherheitssysteme), Fensterabdeckungen/-blenden, Fernseher, Zugangspunkte, Brücken und andere.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Heißt das im Umkehrschluss, falls man das Haus Smart machen möchte, das man aktuell eher warten sollte, nicht das Produkte, die man jetzt kauft, dann mit dem neuen Standard vielleicht nicht kompatibel sind?

    • Ich glaube bis dahin vergehen noch einige Jahre. Schön wäre es und ich bin echt gespannt.

      • Ich hoffe natürlich eher, das dieser neue Standard eher so wie KNX ist, wo es egal ist, wenn mal einer Insolvent geht, da ich dann einen anderen Anbieter nehme, der KNX Produkte herstellt die ich brauche und die über 400 Firmen auch alle miteinander zueinander kompatibel sind und man es nicht hat wie jetzt. Deshalb hätte ich kein Problem, wenn das hier der 15. Standard werden würde, wenn er die anderen 14 obsolet machen würde.

  2. EQ3/Homematic nicht dabei? Schade. Vielleicht kommt in ein paar Jahren eine brauchbare Alternative zu HmIP.

    • Ja, ging mir auch durch den Kopf. Wobei ich jetzt nicht sagen würde HM IP muss ersetzt werden. Aber die Interoperabilität könnte durch Teilnahme an dieser Standartisierung erhöht werden, weil in absehbarer Zeit werden sie kaum alle Wünsche abdecken, wodurch ein Mix erstrebenswert ist.

  3. Bedeutet das, dass ich zukünftig an einen Access Points von einem beteiligten Hersteller Geräte anderer Hersteller koppeln kann?

    Das wäre ja allein schon mega, weil kein Hersteller alle benötigten Produkte herstellt. So würde allerdings Openhab o.Ä. nutzlos werden…

  4. Connected Home over IP -> Abkürzung soll wohl „CHIP“ sein

  5. Ich warte ja immer noch auf weitere Entwicklung im Bereich Sat over IP, da trauen sich die wenigsten ran und die Geräte sind noch viel zu teuer und unzuverlässig.
    Eine Satschüssel und verteilbar auf mehrere Endgeräte über Wlan oder Lan wäre ein Traum im eigenen Netz, klar ein paar Hersteller wie Kathrein haben schon solch ein Gerät im Programm, aber weiterentwickelt wird da nicht mehr wirklich, stabil sollte es schon laufen.

    • Denke eher das die nichts mehr dort hinein investieren weil man davon ausgeht das normales TV bald verschwindet. Und auf IPTV gesetzt wird, es kommt ja langsam.

      • jo, das denke ich auch. Wenn ich sehe wie gute IPTV funktioniert (benutze ich seit 1,5 Jahren, weil ich die Schüssel noch nicht ans Haus bringen konnte), dann sehe ich Sat, Kabel, Terristrisch auf dem absteigenden Ast. Hätte ich nicht schon die Dreambox hier, würde ich wahrscheinlich komplett auf IPTV bleiben. Wenn ich es dann mal schaffe die Schüssel anzubauen, werde ich nur eine andere App öffnen müssen: von derzeit Zattoo dann DreamPlayer.

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