Chrome OS soll bald offiziell Steam unterstützen

Googles Chrome OS ist nicht unbedingt als ein Betriebssystem bekannt, das Gamer anspricht. Darauf ist das OS ja auch gar nicht ausgelegt, ist es doch für die Kombination mit eher leistungsschwacher Hardware und Web-Anwendungen konzipiert worden. Doch ein Blick über den Tellerrand kann sich immer mal wieder lohnen. Und so soll Chrome OS offenbar bald offiziell Valves Steam unterstützen.

Google selbst hat diese Neuigkeiten bisher nicht bestätigt und enthält sich eines Kommentares. Allerdings wollen die Kollegen von Android Police die Angaben direkt von Kan Liu, dem Leiter des Produktmanagements für Chrome OS, erfahren haben. Jener plauderte auf der CES 2020 recht unverhohlen über die Einbindung von Steam in Chrome OS. Wann es tatsächlich offiziell so weit sein soll, wollte Liu aber nicht verraten.

Laufen soll das ganze über die Linux-Kompatibilität von Chrome. Dabei habe Liu laut Android Police angedeutet, dass Google und Valve eng zusammenarbeiten sollen, um Valve auf die Chromebooks zu bringen. Zwar ist es schon jetzt möglich, Steam über Crostini unter Chrome OS zum Laufen zu bringen, doch das Ganze ist nicht unbedingt eine flüssige Sache. Wo wir bei „flüssig“ sind: Aktuelle Chromebooks sind wie gesagt keine Gaming-Boliden, bringt Steam da überhaupt etwas?

Laut Liu rechne Google damit, dass es in Zukunft mehr Chromebooks geben werde, welche ausreichend Grafikleistung mitbringen. Ich persönlich rechne dennoch nicht damit, dass da plötzlich Triple-A-Titel an den Modellen mit Chrome OS gezockt werden. Aber es gibt bei Steam ja auch viele ältere Spiele oder Indie Games, die sich da schon eher anbieten. Laut Liu liege Gaming an Chromebooks jedenfalls schon jetzt im Trend, da es die beliebteste Download-Kategorie im Play Store sei. Steam-Unterstützung sei also nur der nächste, logische Schritt.

Trotzdem dürfte es noch viele Hürden geben, schließlich sollten im Optimalfall nicht nur Steam, sondern auch die Spiele an sich optimiert sein. Ich denke aber Google und Valve bewegen sich da gemeinsam in die richtige Richtung. Weitere Ankündigungen zu diesem Thema folgen da bestimmt bald.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. „Aktuelle Chromebooks sind wie gesagt keine Gaming-Boliden“

    Ich weiß ja nicht. Mein Chromebook hat einen i5 Prozessor und 16GB RAM.

  2. Ergibt schon Sinn. Siehe kommende Project Athena Chromebooks!!!

  3. Schon der herkömmliche PC Markt tut sich schwer im Gaming Bereich in Konkurrenz zu den Konsolen. Die Chromebooks sind durch ihre Spyware/das vermeintliche Betriebssystem schon sehr limitiert, die verkauft man nur über den billigen Preis.

    Um zu spielen, müsste man da eine Grafikkarte einbauen, die doppelt so teuer wie der Rechner selbst ist. Da kann man dann auch einen richtigen Gaming PC kaufen.

    Zumal, was soll man mit Stadia, wenn man billiger auf Steam an die Games kommt?

  4. Daniel Linge says:

    Verbindung von Stadia mit Steam? Was für eine Idee. Mit Uplay geht’s auch und dort liegt die Zukunft.

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