Chrome OS oder Windows 10 S: Was gehört auf einen günstigen Laptop?

Microsoft hat sein neues Betriebssystem vorgestellt: Windows 10 S. Es richtet sich vornehmlich an den Bildungsbereich. Es soll schnell booten und performant laufen. Natürlich gibt es einige Unterschiede, die Microsoft mittlerweile auch auf einer separaten FAQ-Seite beantwortet. So lassen sich beispielsweise keine Apps installieren, die nicht aus dem Windows Store kommen und auch das Ändern des Standard-Browsers ist nicht möglich. Aus dem Bauch heraus würde ich jetzt behaupten, dass die reine Angebots-Palette bei Microsoft durch den Store recht breit ist – Chrome OS hat ja „nur“ das Web und die Möglichkeit auf Android-Apps zuzugreifen.

Für mich sind beide Systeme nichts, da habe ich zum Glück die freie Wahl. Das ist aber nur meine Meinung als jemand, der mit den Kisten produktiv arbeiten muss und sich nicht mit dem Bildungsbereich und der Administration auseinandersetzen muss. Aus meiner Sicht liegt aber auch Chrome OS administrativ vorne, denn letzten Endes liegt alles in der Cloud, während das bei Windows 10 S nur bedingt der Fall ist.

Aber nun mal an euch die Frage: Welches System haltet ihr denn nun persönlich für das bessere auf einem Laptop aus der günstigen Abteilung, wenn es um administrativen Aufwand und Nutzungs-Szenarien im Bildungsbereich geht? Würdet ihr da eher Chrome OS oder Windows 10 S nutzen?


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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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42 Kommentare

  1. Auf ein vollwertiges Laptop gehört auch ein vollwertiges Betriebssystem: Windows 10 Pro. Ich weiß nicht, warum man sich Windows 10 S darauf packen soll. Welcher Sinn steckt dahinter? Für ein Touch-basiertes Gerät würde ich jedoch Android empfehlen. Was soll ich da mit Chrome?

  2. Der Lauschangriff namens Chrome geht gar nicht

  3. Wenn ich an meine Freundin denke, der würde sicherlich Office, browser, vielleicht noch Spotify und Dropbox reichen.
    Da kann man jetzt Argumentieren, dass das alles auch bei Chrome OS läuft, aber dann halt nur im Browser (die Office Apps auch nur in abgespeckter Version).

    Man darf bei 10S auch nicht vergessen, dass man jederzeit auf pro gehen kann. Das geht bei Chrome OS leider nicht.

    Bin absoluter Fan von Windows 10S, gerade weil auch normale Anwendungen in den Store und somit auch auf die Geräte kommen.

    Schade, dass die Surface Laptops so teuer sind, sonst absolute Traum Geräte

  4. Mr.Magoo says:

    „Ein vollwärtiges windows 10 pro“ der war gut

    Keines von beiden,
    was spricht gegen ubuntu oder ähnliche? Auch ein altes Windows 7 oder 8.1 ist besser …

  5. Definitiv ChromeOS, 0 Verwaltungsaufwand, beste Sicherheit! Hab eins hier, läuft, und läuft, und läuft… Perfektes zweit Gerät! Als WS habe ich ein Mac… alles bestens!!!

  6. Jo, klar… Linux-Käse aus dem Hinterhof. Und veralteter Klimbim, der keinen Support mehr erfährt.

  7. @Negecy Sicher, Microsoft ist ja die Datenschutz-Offenbarung .. lol
    Ich kenne Win 10 S nun noch nicht, aber neulich kam ich in den Genuss, ein Win 10 Convertible einrichten zu müssen. Highlight war die Abschaltung von Hello (Kamera und Fingerabdruckscanner im Logonscreen) mittels O&O ShutUp10. Als man es dann doch wieder haben wollte, weil auch andere Sensoren danach nicht funktionierten, half nichts mehr außer Neuinstallation. Denn auch nach stundenlanger Suche und x Registryänderungen ließ sich Windows nicht davon überzeugen, dass es noch irgendwelche Lagesensoren hat. Das zu Datenschutzeinstellungen bei Microsoft.

    Wer Chrome OS nicht gut findet, kann recht damit haben. Ist nämlich langweilig, das System. Man schaltet es ein, meldet sich an und es funktioniert, ohne dass man einen Finger krumm machen muss.
    Der Funktionsumfang ist eingeschränkt, das ist richtig. Aber wer im Internet surfen, Musik hören, Filme schauen und ab und zu einfache Officearbeiten machen möchte, liegt hier goldrichtig. Akku hält ewig, die Geräte sind nicht teuer und man macht sich keine Gedanken wegen Updates oder Viren. Das ist vielen Leuten wichtig und dass Microsoft auf den Zug aufspringt, ist nur ein Zeichen dafür, dass Google hier richtig lag. Ergänzt wird es jetzt noch mit der Möglichkeit, Android-Apss auszuführen.

  8. Noch ein Chrome OS-Fan hier, insbesondere, seitdem auch Android Apps drauf laufen. Günstig, superschnell, abgesichert und für quasi alles ausreichend – das perfekte Zweitgerät!

  9. Welcher Kern da drunter läuft, ist mir relativ egal, im wesentlichen gehört da drauf: Volle Kontrolle durch mich. Um den Rest kümmere ich mich selbst.

    Heisst:

    – Root auf Knopfdruck, ohne hacken, ohne Garantieeinschränkung, ohne Signatur/Safe/Secure-Irgendwas-Schranken
    – Kein Store-Zwang. Apps aus dem Netz, Apps aus alternativen Stores, Freie Entwicklungsumgebungen ohne Registrierzwang etc.
    – Möglichkeit, die Software der Hersteller völlig zu kontrollieren, sprich Deinstallation von „Services“.
    – Freie Software —> Alternative Anbieter des OSses
    – Möglichkeit, den Vendorzugriff zu unterbinden, sowohl „Hersteller fummelt an meinem Gerät rum“ als auch „Man kann System Version X nicht mehr installieren, weil der Hersteller die Signatur wiederrufen hat“

    Ich hätt’s kürzer sagen können: Ungefähr so wie ein PC vor 20 Jahren.

  10. Was macht ChromeOS Android Andromeda eig.?

  11. @TVB

    Du fummelst mit einem extrem systemnahen Tool rum und dann ist Microsoft schuld wenn Du es nicht mehr rückgängig machen kannst und kein Backup hast? Ja, kann man so sehen…

  12. Bin ebenfalls mit meinem Chromebook sehr zufrieden. Perfektes Couchnotebook zum surfen. Innerhalb einer Sekunde betriebsbereit, Akkulaufzeit von weit über 10 Stunden, gutes Display, gute Tastatur und Couchpad, schöne Verarbeitung und Haptik im Alugehäuse und das für unter 300 Euro.

    Zum ernsthaften arbeiten sind die Dinger natürlich nichts, dafür habe ich mittlerweile einen Mini-PC mit Windows 10 im Einsatz, welcher unterm Schreibtisch versteckt montiert wurde und damit kann ich ganz bequem am großen Bildschirm arbeiten, recherchieren etc.

  13. TechnoMax says:

    „Auf ein vollwertiges Laptop gehört auch ein vollwertiges Betriebssystem: Windows 10 Pro.“
    Meinetwegen auch Mac OS, habe ich ein paar Jahre gemacht oder Linux, bin ich aber nie mit warm geworden. Aber eben auf keinen Fall W 10 S oder Chrome OS.

    Von daher ist die Vorstellung des Surface Laptops eigentlich ein Witz: Die Leute, die ein Null-Problem-Teil haben wollen, die wollen zumeist dafür auch nicht sonderlich viel Geld hinlegen. Die sind mit einem Chromebook oder vielleicht in Zukunft mit einem ähnlich billigen, ähnlich ausgestatteten W10S-Gerät gut bedient.

    Wer hingegen eine potente Kiste haben will, ein High-End-Teil in irgendeiner Hinsicht, der gibt sich doch mit einer praktisch geschlossenen Betriebssystem-Basis nicht zufrieden. Die wollen doch „ihre“ Programme installieren und nicht das lächerliche Zeugs, das im todtraurigen Windows Store zu haben ist.

    Immerhin kann man das neue Microsoft-Teil recht problemlos auf ein normales Windows hochziehen. Es ist ja auch nur ein ganz normales Ultrabook geworden. Nun ja, immerhin mit einem astreinen Display. Aber dafür in der optimalen Version mit i5 8GB RAM und 256 GB SSD 1450 € hinlegen zu müssen, ist schon heftig. Oder eben einfach nur überteuert.

  14. Bissel früh die Umfrage. Warten wir doch einfach ab, wie sich Windows S schlägt. Kann mir ein Mittelding zwischen Chrome OS und einem vollwertigen Windows gut vorstellen. Auch wenn Carsten recht haben könnte, dass es die Einfachheit eines Chrome OS nicht erreichen wird.

  15. Wolfgang D. says:

    „dass die reine Angebots-Palette bei Microsoft durch den Store recht breit ist“
    Ja klar, sieht man sehr schön an Windows Phone. Das leuchtende Erfolgsmodell. Was bei diesem Crap besonders schmerzt, ist der Rückschritt in der Funktionalität bei den Store Apps auf einen Stand irgendwo vor DOS 6.

  16. Die Themen Cloud und Bildung gehen in vielen Bundesländern datenschutzrechtlich gar nicht, nur eingeschränkt und immer schwierig zusammen. Über diese Problematik kümmern sich weder die großem Anbieter (MS, Google, Apple …) noch die Bildungspolitiker lösungsorientiert. Insofern ist die Frage, welches Betriebssystem dort werkelt, völlig unerheblich. Die Dummen sind derzeit die am Ende der Fahnenstange – Schüler/Schülerinnen und Lehrer/Lehrerinnen.

  17. @Wolfgang D Bei Windows Phone gibt es das Grundlegende durchaus auch wenn mir persönlich einige Apps fehlen die ich unter Android verwende. Wirklich traurig wird es erst wenn man Continnum verwenden will, ich habe das Kurtz ausprobiert aber außer als RDP-Client kann ich mir kein Szenario vorstellen die es sinnvoll erscheinen lässt ein Mobiles Dock dafür mitzunehmen (dann kann ich gleich ein vollständiges Notebook oder Convertible mit brauchbarem OS mitschleppen) und da wo ein Display ist komme ich mit einem Mini-PC viel weiter selbst ein RasPi ist da sinvoller.
    ps. Auf dem Windows-Tablet dominieren bei mir auch noch die klassischen Anwendungen aber trotzdem bin ich damit aktuell zufrieden.

  18. Mir wird MS in letzter Zeit immer unsympathischer.
    Zuerst diese unglaublich aufdringliche „Werbekampagne“ für W10, dann W10 selbst, ein OS welches, zumindest in der Version „Home“, ein schlechter Witz ist. Mit standardmäßig aktivierter „Telemetrie“ und Zwangsupdates schießt MS den Vogel ab.
    Und nun also W10S. Und noch mehr Restriktionen. Edge als Standardbrowser, hm….Chrome ist schnell und effizient, Firefox lässt sich umfangreich anpassen und personalisieren, aber was spricht für Edge?
    Bing als Zwangs-Suchmaschine ist noch schlimmer. Zwischen Google und Bing liegen Welten, ich kenn echt niemanden, der freiwillig Bing nutzt.
    Mir erscheint das wie ein verzweifelter Versuch, Google anzugreifen bzw. die eigenen Produkte/Dienste zu pushen. Aber ich glaub, das wird nix.

  19. Wenn man sich so die dazu vorgestellte Hardware anschaut, mal abseits der Surface Laptops, das sind für mich keine typischen Windows 10 S Geräte, dann ist das alter Wein in neuen Schleuchen. Aber sowas von. Die Geräte gibt es alles schon, nur das OS ist nun eben Windows 10 S und kommt damit in Regionen der günstigsten Chromebooks. Aber selbst beim günstigsten Chromebook hierzulande habe ich ein IPS-Panel. Und die Update-Pflege dürfte bei Windows 10 S nicht geringer ausfallen als bei Windows 10 Home/Pro. Dazu der Egde- und Bingzwang. Ich sehe hier keinen Vorteil gegenüber Windows RT, im Gegenteil, man hat jetzt nicht einmal mehr eine bezahlbare hochwertige Hardware im Portfolio wie damals beim Surface RT, welches ich richtig toll fand. Da konnte ich mit den Einschränkungen noch leben. Aber liebes MS, die Zeit dreht sich weiter. Wo ist die Weiterentwicklung? Den Namen um ein S erweitern und die Installation auf Apps beschränken, ist das Euer Ernst im Jahr 2017?
    Das tolle an Chrome OS ist doch, dass diese so pflegeleicht sind. Das ist es doch auch, was Microsoft gestern auf der Präsi so in Vordergrund stellte, den schnellen Bootvorgang.
    Sorry, aber da ist man auch mit Windows 10 S noch meilenweit entfernt. Hier sei faierweise gesagt, dass ja oftmals die Hersteller mit ihren vermurksten Images Schuld sind. Am Update-Dilemma seitens MS ändert das trotzdem nicht.
    Also wenn man mich fragt, MS hat hier eindeutig die Chance verspielt, mal wieder.
    Aber ich glaube, sie können es auch einfach nicht. Genauso wie mit Windows Phone. Die Ansätze waren da, aber man hat es am Ende wieder verkackt!

  20. Da hab ich ja glatt noch einen Punkt vergessen: Programme nur aus dem Store!
    Ginge es wirklich nur um Bildungseinrichtungen könnte man noch argumentieren, aber W10S wird ja auch auf Geräten vorinstalliert sein, die an Privatpersonen verkauft werden, wie z.B. dem neuen Surface. Und da ist das IMO ein absolutes no-go, schon allein, weil sicherlich nicht jedes Programm im W-Store zu finden ist.

    BTW: Wofür steht das „S“ eigentlich? School? Simple? Shit?

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