Chrome OS liefert Hinweise auf „Millionen Apps“ aus dem Google Play Store

chrome artikel logoGoogles Chromebooks sind in den USA ein absoluter Hit, gerade der Bildungsbereich profitiert von den günstigen Laptops mit Chrome OS. Schon länger versucht Google, die App-Situation unter Chrome OS zu verbessern. Ein Ansatz ist ARC (App Runtime for Chrome), allerdings wurden auf diese Weise nur ein paar Apps verfügbar gemacht, gleichzeitig aber auch gezeigt, dass es generell möglich ist, Android-Apps unter Chrome OS zu nutzen. Aber es scheint als hätte Google größere Pläne, der Play Store soll mit „Millionen Apps“ unter Chrome OS verfügbar gemacht werden. Es gab ja vor längerer Zeit schon einmal Gerüchte, dass Google Chrome OS und Android verschmelzen könnte, was aber schnell von Google dementiert wurde.

chrome_os_play

Nun gibt es aber nicht mehr viel zu dementieren, denn Nutzer von Chrome OS konnten in den Einstellungen einen interessanten Hinweis finden. Der Google Play Store wird ihnen kurz zum Download von Apps angeboten. Im Code von Chrome OS findet sich auch ein entsprechender String, der die Verfügbarkeit des Google Play Store unter Chrome OS ankündigt:

chrome_play

Das Ganze funktioniert allerdings noch nicht, der Hinweis taucht nur kurz auf und verschwindet dann wieder. In den Einstellungen findet sich aber eine Checkbox, mit der man Android-Apps unter Chrome OS zulassen kann oder nicht. Auch hier dürfte der Bildungsbereich oder andere administrierte Stellen verantwortlich sein, da sich die App-Installation auf diese Weise ebenso leicht unterbinden wie aktivieren lässt. Wann Google den Play Store unter Chrome OS verfügbar machen wird, ist nicht bekannt, jedoch ist die Google I/O nur noch ein paar Wochen entfernt.

chrome_os_android

Eine sehr spannende Sache, mit Android-Apps wird Chrome OS auf einen riesigen Pool an Anwendungen zugreifen können. Anwendungen, die die Nutzer bereits kennen, in die sie sich nicht neu einarbeiten müssen. Und das Ganze auch noch auf günstigen Geräten. Ob man in Redmond schon zittert?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. Großartig. Wenn man dann Preis und App-Angebot rechnet…. Hauptsache, die Apps werden gut angepasst 🙂

  2. Wenn Android Apps auf ChromeOS kommen, wäre dass DAS Kaufargument schlechthin 🙂

  3. Also ich wohne auf dem Land und ich kann mit einem Betriebssystem was fast ausschließlich Online zu nutzen ist nichts anfangen. Also zuhause habe ich 2Mbit mehr geht nicht. Mobilfunk gibt es nur Sporadisch je nach Wetterlage. Ist halt der Landkreis Cuxhaven wo einige auf Satelliten Internet angewiesen sind bzw. noch ISDN nnutzen müssen. Und Satelliten Internet kann man als Vielnutzer vergessen. Man landet schnell auf der Schwarzen liste reicht wenn man mal 10GB downloadet dann kann man 2 Wochen erstmal nichts mehr machen daher habe ich den Vertrag gekündigt und schon 3 Anbieter durch.

  4. Finde die Chrombooks aber nicht wirklich Billiger. Also wenn man schaut bekommt mein ein Chromebook mit Celeron für 270€ dafür bekomme ich auch eines mit windows 10 Home und bin nicht so beschenkt. Oder ich kaufe es ohne BS und installieren Linux Mate fertig.

  5. Asus x205ta. 12h Akkulaufzeit, Gewicht < 1 Kilo, Windows 10 mit Office 365, schickes Design und das ganze für unter 200 Euro. Was will man im Bildungsbereich mehr?!

  6. Ein Windows 10 Notebook für 270€ möchte ich dann aber mal im Betrieb sehen. Ich habe seit ner ganzen Weile ein Chromebook und bin total zufrieden. Es gibt kaum etwas was damit nicht geht. Ist natürlich immer vom persönlichen Anwendungsfall abhängig.
    Parallel habe ich noch nen Linux per Crouton drauf, wenn ich dann mal tatsächlich was machen will, was mit Chrome nicht geht.
    Ein Chromebook bootet in Sekunden, Updates dauern ebenfalls nur sekunden. In der Zeit, die es dauert mein Chromebook zu booten und per Chrome ins Internet zu gehen, ist ein normaler Laptop noch bei den BIOS-Meldungen. Und ohne Windowes-Overhead ist die Performance bei vergleichsweise kleiner Ausstattung sehr gut.

  7. Muss Mario zustimmen. Wenn es zurzeit rein ums Surfen geht, geht es eigtl nicht besser als wie mit einem Chromebook. Schon allein vom Sicherheitsaspekt.
    Bin gespannt was nun wirklich daraus wird, super fände ich das ja schon, wenn man den Chrome Store mit dem Google Play Store verbindet. Eigtl. ein logischer Schritt.

  8. Viel interessanter wäre, ob auch Google Chrome dann erlauben würde, Android-Apps unter Windows, Mac und Linux statt oder neben den klassischen Chrome-Apps auszuführen.

  9. Chrome OS ist für Menschen, die ein problemloses, schlankes, extrem schnelles, immer aktuelles System wollen einfach top.

    Es ist ja kein Zufall, dass Google damit im US-Bildungsbereich astronomische Wachstumsraten schafft und (nicht nur) dort Fallobst-Geräte marktanteilsmäßig so richtig Federn lassen müssen.

  10. Wahrscheinlich läuft dann auch nur eine Hand voll Apps des PlayStore genau so wie bei Android TV.

  11. @ Mario

    Hast du schon mal ein Win10 Notebook in Aktion gesehen ? Scheint mir nicht so. Zumindest mit ner SSD hast du eine Bootzeit von 5 Sekunden. Aber eigentlich bootet man Win10 auch nicht mehr.

  12. @Sascha, @Caschy, es wird hier sicherlich erst einmal Masse, statt Klasse geboten. Die Play Store App wird wahrscheinlich eine Instanz in Chrome OS bringen, welche das ARC-Welding übernimmt. Bin auch gespannt wie ein Flitzebogen, erwarte aber zuerst nicht viel mehr, als ein einfacheres Hinzufügen der Apps. Toll wird sein, wenn die Play Services integriert sind und damit native Android Apps a) laufen und b) normal aktualisiert werden. Mail-Clients und Benachrichtigungen steht dann nichts mehr im Weg. Aber, viele Funktionen die online funktionieren werden so noch nicht in den Android Apps angeboten, zB. HTML-Signaturen in Gmail oder INBOX klappen nur im Browser. Auch der Speicher ist unter Chrome OS begrenzt und viele Apps werden ihren eigenen Speicherbereich beanspruchen, was zu größerem Speicher auf Chrome OS Geräten fürhren muss.

  13. Das wäre schon mal ein sehr wichtiger Schritt. Ich denke, dadurch würde sich mittel bis langfristig auch die Popularität von Chrome OS erhöhen.

    Eine Fusion mit Android ist quatsch, aber das beide Systeme vielleicht irgendwann sogar mal dieselbe technische Plattform haben könnten, wäre schon toll. Der Chrome OS Update Modus auf Android… super.

  14. Schröppke says:

    Na dann gehts ja mit Chrom OS da hin, wohin es ja auch mit Linux und Projekt Shashlik langsam geht.

  15. Peterguebel says:

    Anders rum: die stores werden nur gemerged. Keine neuen Apps….

  16. Peter Sidler says:

    Der grosse Vorteil von Chromebooks gegenüber Windows ist die Problemlosigkeit. Keine Arbeitsunterbüche bei Updates, praktisch keine Maleware. Einfach keine Probleme. Soll das Chromebook durch ein neues Gerät ersetzt oder durch ein zweites Gerät ergänzt werden, dann muss man mit dem neuen Gerät nur anmelden und ALLES ist eingerichtet in einer Minute. Bei einem Windows PC kann das schnell 1-10 Stunden Aufwand bedeuten, je nachdem wie viel Software installiert werden muss.

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