Chromebooks: ein voller Erfolg an Bildungseinrichtungen in den USA

4. Dezember 2015 Kategorie: Google, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_chromebookGoogles Chromebooks für den Bildungssektor kamen in diesen Tagen eher negativ in die Schlagzeilen. Von der EFF wird Google vorgeworfen, Daten der Schüler für eigne Zwecke zu erheben und zu nutzen. Google dementierte dies recht flott. Aus gutem Grund, Chromebooks sind in den USA an Schulen der absolute Renner. Mehr als die Hälfte der an Schulen eingesetzten Geräte sind Chromebooks und Android-Geräte der Renner, sie machen mit 53 Prozent erstmals mehr als die Hälfte der eingesetzten Geräte aus. Umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass der Anteil 2012 bei unter einem Prozent lag.

Die Zahlen stammen von den Analysten von Futuresource Consulting. Die sogenannten K-12-Geräte, also Geräte die zwischen Kindergarten und der 12. Klasse genutzt werden, sind für Technikfirmen eine sehr lukratives Geschäft. Bisher wurden dieses Jahr 8,9 Millionen Geräte in diesem Bereich verkauft, 4,4 Millionen davon waren Chromebooks. Das bedeutet: An jedem Schultag werden 30.000 neue Chromebooks aktiviert.

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Googles Erfolg bezahlen natürlich andere. Apples Marktanteil in diesem Sektor rutschte von 52 Prozent auf jetzt 24 Prozent, ebenso liegt Microsofts Anteil bei 24 Prozent, runter von 43 Prozent. Insgesamt für die Hersteller aber dennoch ein lohnender Markt. Schulen haben jedes Jahr wieder ein Budget, das sie ausgeben können. Dennoch müssen gerade Schulen natürlich auf den Preis schauen und die Geräte müssen sich einfach administrieren lassen. Chromebooks sind da aktuell die beste Wahl.

Für das nächste „Budget“-Jahr möchte Microsoft allerdings angreifen. Es wird einige Geräte von Hardware-Partnern zu einem Preis von unter 300 Dollar für den Bildungsbereich geben. Außerdem hat sich Microsoft mit Lightspeed Systems zusammengeschlossen. Der Anbieter von cloud-basierter Gerätemanagement-Software wird dafür sorgen, dass Lehrer den Schülern Inhalte unkompliziert bereitstellen oder den Bildschirminhalt der Schüler aufrufen können.

Auch Apple sieht nicht einfach zu, wie die Marktanteile wegbrechen, geht aber einen anderen Weg. Anstatt mit Niedrigpreis-Geräten zu locken, möchte Apple den Lehrern eine Echtzeit-Datenanalyse der Schüler bieten, natürlich per App. Lehrer sollen so die Fortschritte von Schülern besser erkennen. Viele Details zu diesem System sind aber nicht bekannt, Apple soll es im Frühling nächsten Jahres zusammen mit IBM vorstellen.

Der Markt in den USA steht übrigens sehr im Kontrast zum Weltmarkt. Weltweit sind von allen Geräten 47 Prozent mit Windows ausgestattet, Chrome- und Android-Geräte kommen auf 40 Prozent, während Apple mit Macs und iOS-Geräten gerade einmal 13 Prozent ausmachen. Aber auf dem Markt wird sich in den nächsten Jahren noch so viel tun. Das Potential auf diesem Gebiet ist riesig, nicht nur für die Hersteller, sondern auch für die Schüler.

(Quelle: CNBC)

Über den Autor: Sascha Ostermaier

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