Google soll Chrome OS und Android zusammenführen, oder auch nicht

30. Oktober 2015 Kategorie: Android, Google, geschrieben von:

artikel_chromeGoogles Chrome OS ist in den USA vor allem im Bildungsbereich recht stark. Chromebooks sind eine günstige Methode, um Personal Computing an den Mann zu bringen, ohne dabei auf Windows setzen zu müssen. In den letzten Jahren hat sich bei Chrome OS auch viel getan, mittlerweile gibt es sogar Unterstützung für Android-Apps. Da liegt eine Zusammenführung der beiden Google-Systeme eigentlich nahe. So berichtet auch das Wall Street Journal. 2017 soll es nur noch ein System geben, die Vorstellung davon soll bereits 2016 über die Bühne gehen, inklusive einer Vorschau-Version.

Eine Reaktion seitens Google gab es aber bereits, diese klingt mit ein wenig Phantasie allerdings eher nach: „Nein, die beiden Systeme werden nicht zusammengebracht.“ Hiroshi Lockheimer, verantwortlich für Android und Chrome OS bei Google, setzte einen Tweet ab, in dem er seine Follower wissen ließ, dass Google sich weiter voll für Chrome OS einsetzt, er selbst habe gerade erst zwei Chromebooks für seine Kinder gekauft.

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An sich kein wirkliches Dementi, interessant ist aber, dass Sundar Pichai diesen Tweet auch an seine Follower geretweetet hat. Heißt für den Nutzer erst einmal, dass Chrome OS weiter bestehen bleibt. Und das klingt auch logisch. Allerdings bedeutet es nicht zwangsläufig, dass Chrome OS und Android nicht verschmelzen können. Hier muss man nur einen Blick auf Windows 10 werfen.

Windows 10 und Windows 10 Mobile besitzen den gleichen Kern. Die neuen Windows Universal-Apps lassen sich auf allen Geräten nutzen, also im Prinzip der gleiche Ansatz, wenn auch schon fortgeschrittener, den Google mit Apps unter Chrome OS und Android verfolgt. Spinnt man den Gedanken etwas weiter, könnte es ein ziemlich cooles Ergebnis geben.

Man stelle sich vor, man hat ein leistngsfähiges Smartphone. Schließt man es an ein Display an, könnte Google in dem Moment Chrome OS anzeigen und „echtes“ Desktop-Feeling bieten, mobil wäre man weiterhin mit dem gewohnten Android unterwegs. Continuum von Google quasi. Da eine solche Anpassung Zeit braucht, könnte an dem Bericht des Wall Street Journal durchaus etwas dran sein. Er widerspricht sich nämlich nicht mit dem „Commitment to Chrome OS“, das Google im Anschluss verbreitete und bis 2017 ist ja noch eine ganze Weile.

Das Ganze ist reine Spekulation. Die Fakten sind Behauptungen des Wall Street Journal und ein Tweet eines hochrangigen Google-Mitarbeiters, der von seinem Chef gestützt wird. Was sich daraus dann wirklich entwickeln wird, werden wir spätestens 2017 sehen, oder eben auch nicht.


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