CES 2016: BlackBerry und der Start ins Android-Jahr

BlackBerry_ArtikelMeiner Meinung nach hat sich BlackBerry mit dem PRIV eindrucksvoll zurückgemeldet und selbst als alter Fan der Geräte ist der Einsatz von Android in Kombination mit der gelieferten Hardware in meinen Augen der ideale Weg gewesen, um zumindest mal wieder ein positives Lebenszeichen zu vermelden. Das sehen wohl auch einige andere so, unter denen ist (natürlich) auch BlackBerrys CEO John Chen, der auf der CES für dieses Jahr zwei neue Geräte angekündigt hat. Eins davon wird möglicherweise ein neues Telefon sein, Gerüchten zufolge könnte dies das Gerät sein, das aktuelle mit dem Codenamen Vienna durch die Medien geistert. Wie Chen bestätigt hat, werden beide mit Googles mobilen Betriebssystem auf den Markt kommen – BlackBerry setzt also auch weiterhin (alles?) auf Android.

Freunden des BlackBerry OS 10 wird diese Marschrichtung wohl weniger gefallen, sind sie doch eine loyale, aber definitiv auch schrumpfende Schar – BlackBerry soll und wird weiter existieren, aber offenbar doch die Abkehr von BB OS 10 wagen und nur noch auf Android setzen. Ein Kommentar, wann die neuen Geräte auf den Markt bekommen beziehungsweise weitere Informationen gab John Chen indes nicht.

Auch in Sachen Verkaufszahlen zwei Monate nach Erscheinen des PRIV äussert der BlackBerry-CEO sich vorsichtig optimistisch und bescheiden und vergleicht den Start des ersten Android-Smartphones von BlackBerry mit einem Film, der am ersten Wochenende gut anläuft und sich auch auf längere Zeit beweisen muss. Im Verlauf der nächsten vier Quartale möchte BlackBerry den PRIV – bei dem Chen auch den marktüblichen Preisverfall über die Zeit erwartet – in 31 Ländern an den User bringen. Dabei hofft man auch, dass der PRIV dabei die Marke BlackBerry auf längere Sicht wieder reparieren und ihr neues Leben einhauchen kann – und hält sich bei dieser Überlegung auch die Möglichkeit offen, ein neues Smartphone mit BlackBerry OS 10 zu produzieren, wobei es aktuell noch zu früh sei, um über dieses Thema zu reden.

Geduld ist also gefragt: 2016 wird also das Jahr sein, in dem diese bei den BlackBerry-Verantwortlichen- und Usern weiter auf die Probe gestellt wird und ein Fingerzeig dafür sein, ob der neu eingeschlagene Weg auch der richtige sein wird oder ob das Smartphone-Geschäft bei BlackBerry nun doch am Ende ist. Auch die User von BlackBerry OS 10 sollen die Hoffnung nicht aufgeben: Die bisherigen Modelle werden weiter angeboten und unterstützt, parallel dazu erwartet BlackBerry in diesem Jahr auch noch eine nationale Sicherheitszertifizierung, um BlackBerry 10 auch entsprechend im Regierungs- und Firmenumfeld platzieren zu dürfen.

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5 Kommentare

  1. Ein Bold 9900 mit Fingerabdrucksensor und Akkupower. Kauf ich

  2. Das Ding wäre schon fast bestellt… Wenn da nicht zum einen die qi Funktion fehlen würde und der Preis nicht vollends vom eigentlichen Wert abgekoppelt wäre… So doch wieder LG.

  3. Ich habe es mir als SIM free in Japan gekauft. Was soll ich sagen, ich will das Teil nicht mehr vermissen! Eine sehr gute Verarbeitung und die Software läuft rund.
    Mir gefallen besonders die ausgefeilten Funktionen, welche in anderen Geräten nicht vorhanden sind. Besonders wenn man das smartphone geschäftlich einsetzen will.

  4. Das ich immer wieder diesen Satz hören muß BB10 Anhänger wird es nicht gefallen, ach ist das wirklich so?? ich lese ständig die Bewertungen im Blackberry World wie empört alle BB10 Nutzer von Blackberry sind, nun bekommen sie mit Android ein großes Spektrum an Apps und jammern immer noch! Ich als Q10 nutzer begrüße diesen Schritt sehr und wäre das Priv nicht über 5 Zoll, Hochwertig verarbeitet (Metallrahmen wie bei den Vorgängern) und einen Prozessor ab Snap810 ,hätte ich mir das längst geholt.

  5. @René / Toni – Ich finde das Gerät auch sehr gut, aber das fehlende Qi-Modul lässt den Akkudeckel echt knarzig und nicht so wertig wie den Rest wirken, das hätte man anders lösen bzw. Qi auch für Europa einfach drin lassen können. So hat man das Gefühl, das dahinter noch zu viel Luft ist und das wurde offenbar nicht zu Ende gedacht. Dazu noch vielleicht wirklich den 810er Snapdragon und ein wenig mehr Akkulaufzeit und alles wäre Bombe.

    @Toni – Metallrahmen und maximal 5,2″ (für mich ist das Galaxy S6 Edge in Sachen Grösse das Maximum, aber das ist bei jedem ja anders) und ohne diesen Knarz-Effekt wäre goldig. Das Q10 nutze ich in der Firma übrigens auch und kann mich über BB OS 10 weniger aufregen – funktioniert halt, nur mit düsteren Zukunftsaussichten.

    Schauen wir mal, was das Vienna so bringt, bin da persönlich sehr gespannt drauf.

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