Carbon für Android Ende des Monats

Carbon. Ein Twitter-Client für Android. Ein ziemlich schicker sogar, wenn man den Minimalismus mag. Kuriosum: Carbon gibt es schon lange für Windows Phone 7 – aber eben nicht für Android. Das Problem? Die Entwickler vertrösten immer wieder auf spätere Termine der Veröffentlichung, man ist fast geneigt, Carbon für Android als das Duke Nukem der Twitter-Clients zu bezeichnen (Duke Nukem galt als Vaporware. Als Vaporware wird eine Produktankündigung bezeichnet, deren Auslieferungsdatum mehrfach auf unbestimmte Zeit verschoben wurde oder bei der die Auslieferung des Produktes nicht zu Stande kam).

Nun haben sich die Entwickler auf Google+ erklärt. Carbon sollte eine App werden, für die man bezahlen soll – was ja nicht einmal im Ansatz das Problem bei einer guten App ist. Die Problematik ist, dass die Entwickler von Carbon für Android aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen. Ein Land, in dem es Entwicklern nicht möglich ist, Bezahl-Apps bei Google Play einzustellen.

Die Entwickler waren guter Dinge, neue Länder auf der Google I/O 2012 zu sehen, doch Google blieb stumm. Nun hat man sich entschieden, aus dem vormals geplanten Modell ein Free-Modell zu machen. Carbon für Android wird kostenlos zu haben sein und keine Werbung beinhalten. Am 22. Juli soll die V1 von Carbon für Android bei Google Play zu haben sein. Schade, dass Entwickler derart beschränkt arbeiten müssen, wenn sie mit ihren Apps Geld verdienen wollen.

Google und Co sollten zusehen, dass Entwickler, egal wo sie sich aufhalten, für ihre Arbeit entlohnt werden. Den Carbon-Jungs drücke ich die Daumen: a.) dass die App klasse wird und b.) dass sie Möglichkeiten haben, ihre Arbeit fortzuführen. Spenden, Flattr und Co sind ja eine Möglichkeit. (Screenshots via)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Carbon gab es auch viel früher schon für webOS

    http://carbonwebos.com/

    ich hab nur nicht kontrolliert ob es die gleichen Entwickler sind.

  2. Sönke: Jup, sind es.

  3. Sebastian says:

    Seien wir mal ehrlich. Wie viele halbfertige Android-Twitter-Clients haben wir mittlerweile? Würde man das ein wenig Open Source machen, hätte man schon einen tollen Client gemeinsam schaffen können. Vielleicht auch ohne Nörgelei, dass man für die riesen Mühe kein Geld sieht. Aber irgendwie schafft man das nie…

  4. Die sollten es einfach wie die Jungs von Ubersocial machen. Die haben eine Free app im Store mit Werbung und dann ein eigenes Zahl- und Verifizierungssystem über eigene Server. Für den Nutzer nur etwas umständlicher weil man 1-2 Tage auf die Freischaltung wartet. Da Ubersocial einfach eine Hammer Twitter App ist und sie einen super Support haben hatte ich als Nutzer den Umweg aber gern in Kauf genommen.
    Diese Methode verhindert zwar ein Featuring im PlayStore, aber wäre für die Jungs von Carbon dennoch eine Möglichkeit.

  5. Das ganze erinnert mich von der Optik doch ganz stark an Boid „for Twitter“ (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.teamboid.twitter&hl=de)

  6. Gibt es die App denn nun schon? Ich konnte sie nicht finden 🙁

  7. Scheint es ja immer noch nicht zu geben oder?

  8. Ist der Berliner Flughafen auch Vaporware?

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