Bundesregierung bestätigt Ende der Förderung für Plug-in-Hybride nach 31. Dezember 2022

André berichtete bereits darüber, dass der FAZ Informationen vorlagen, wonach die Bundesregierung die Förderung für Plug-in-Hybride früher komplett streichen wolle, als zuvor vermutet. Aktuell erhalten Käufer eine Förderung von 4.500 Euro beim Kauf von Neuwagen mit Listenpreisen unter 40.000 Euro. Teurere Fahrzeuge werden noch mit 3.750 Euro gefördert. Dazu kommen die Zuschüsse der Hersteller: 2.250 Euro bei einem Listenpreis unter 40.000 Euro und 1.875 Euro darüber. Ein neuer Richtlinienentwurf sehe vor, dass die Förderung für Plug-in-Hybride am 31. Dezember 2022 gänzlich und ersatzlos enden soll. Jene Änderung ist nun auch offiziell von der Regierung bestätigt worden. So wurde ein umfangreicher Beitrag veröffentlicht, wie die Förderung im Bereich E-Mobilität zukünftig aussehen soll.

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27 Kommentare

  1. Zu spät, weil hätte von vornherein nicht gefördert werden dürfen, aber besser spät als nie.

    • Wieso hätte es nicht gefördert werden dürfen?

      • Weil Plug-In Hybride eine Mogelpackung sind und nur dazu dienen die Flottenverbräuche der Hersteller zu senken. Wahrscheinlich über 90% aller Plugin Hybride werden nicht mit Strom geladen oder gefahren. Die Förderung war und ist Schwachsinn bei solchen Fahrzeugen.

        • Ich kenne auch keinen einzigen der einen hybrid als Dienstwagen hatte und diesen jemals, außer mal aus Spaß aufm Supermarkt Parkplatz, geladen hätten. Die Dauer stand einfach in keinem Verhältnis zur Reichweite. Aber 50 Prozent weniger Abgaben waren ein super Argument.

        • Korrekt. Bei den Flotten verschiedenster Firmen konnte man sehen, dass kein einziges Stromkabel jemals auch nur ausgepackt wurde. Dafür sieht man immer wieder PIH auf Ladesäulenstehplätzen parken. Ach ja…

        • Und immer der gleiche Unsinn der auf Basis einer für Deutschland nicht passenden Studie von Blog zu Blog weiter getratscht wird ohne sich auch nur selbst eine Zeile der Studie gelesen zu haben. Traurig wie simpel die Masse heute beeinflusst werden kann.

        • Das ist völliger Quatsch – man muss hier ganz klar zwischen Dienstwagen und Privatfahrzeugen unterscheiden. Niemand kauft sich privat einen PHEV, wenn er nicht wenigstens zu 50% elektrisch fahren will, das rechnet sich trotz Förderung nicht. Hauptgrund für den Missbrauch der PHEVs ist die 0,5%-Regel, nicht die Kaufpreisförderung.
          Natürlich ist es nur eine Brückentechnologie, aber die Fahrzeuggattung generell schlecht zu reden zeugt von einem begrenzten Horizont.
          Disclaimer: ich fahre keinen PHEV und werde mir auch keinen kaufen

    • Bitte weiter denken, dann kommt man auch darauf warum die Förderung richtig und absolut notwendig war.

      Ich persönlich und alle meine Arbeitskollegen haben sich primär einen Plugin-Hybriden als Firmenwagen geholt aufgrund der Förderung und der Steuervorteile.

      Und weil diese Fahrzeuge nun angeschafft wurden, gehen die Firmen auch hin und bauen die dafür notwendige Ladeinfrastruktur auf. Das wäre nie passiert ohne eine entsprechende Förderung und Steuervorteile, daher sind die Plugin-Hybride eine gute und notwendige Zwischenlösung.

  2. Richtig so! Ich kenne viele Leute, die sich einen Hybriden gekauft haben, nur um die Steuerersparnis zu haben. Getankt wird aber niemals Elektro, sondern ausschließlich normaler Kraftstoff. Dass Hybride jemals gefördert wurden, ist ein Skandal!

    • sag das meiner Wallbox, dass sie nie einen Hybrid geladen hat.
      Immer von sich auf andere schließen?!

    • Geschichte aus dem Paulanergarten?
      Ich kenne viele Leute, die kurze Strecken mit dem Hybrid elektrisch fahren.

  3. Bitte dann auch direkt die 0,5% Regel für hybride Firmenwagen streichen. Die werden nämlich, im Gegensatz zu privaten Hybriden, so gut wie nie geladen und dienen hauptsächlich dazu günstig einen dicken Firmenwagen zu fahren…

    • Quatsch. Aber toll dass man gleich mal von ein paar auf alle schließt. Ich hab leider ein Budget für Dienstwagen in das kein Elektro vom Leasing passt. Der Plug in aber sehr wohl. Und mir Fahrstrecke von 15km kann ich problemlos täglich ins Büro und zurück und hab noch Luft im Akku. Über Nacht angehängt ist am nächsten Tag ready. Bereits in der Probefahrt Woche getestet, funzt prima. Verbrenner ist vielleicht 2% der Zeit an. Aber ja, streicht am besten alles damit Firmen wieder stumpf Verbrenner kaufen weil nichts anderes sinnvoll via Leasing finanzierbar ist. So ein Unfug.
      Und ja wir haben mehrere vollelektrische Fahrzeuge angefragt. Sind alle mind. 200-400EUR allein vom Leasing teurer gewesen, das ist bei und da keine Riesenfirma nicht drin. PlugIn passt für uns aber für 80-90% super und wird auch so genutzt. Hier bspw Fords Kuga bzw Skoda Octavia PlugIn. Sehe da nirgends „dicke Protzkarre“

      • Eben, ein Ford Kuga ist wahrlich kein Auto zum angeben. Das Ding ist solide Mittelklasse, und im Leasing auch als Hybride in Vollausstattung für unter 400 Euro zu haben. Zumindest wenn man früh genug sich darum gekümmert hat.
        Mittlerweile wohl eher nicht mehr, mal ganz abgesehen von den Lieferzeiten von aktuell ca. einem Jahr.

      • Dann bist Du vermutlich ein positiver Einzelfall. Fakt ist, auch Hybride fahren zeitweise mit Verbrenner. Ist nicht mehr zeitgemäß, ergo, Förderung kann (und muss) weg. Ob E-Autos das Nonplusultra sind, kann ich nicht einschätzen, gibt ja auch andere Technologien.

      • 15 km Arbeitsweg wären aber durchaus eine realistische Strecke fürs Fahrrad statt Auto…

        • Thorsten G. says:

          Es soll ja Leute geben, die auf der Arbeit nicht nass, dreckig und halb erfroren ankommen möchten. Oder welche, die keine 1:20h ihres Lebens für Hin-und Rückfahrt verschwenden möchten. Oder solche, die ex Arbeit auch mal ihren Dienstwagen inklusive Equipment brauchen.

        • Und auf dem Rückweg sammelt man noch schnell die Kinder ein. Sehr gut!

      • Bei Firmenwagen kann man ja ein fahrtenbuch inkl. Ladebuch fordern. Aber aus dem persönlichen Grund Bekanntenkreis stellt dein usecase leider eine absolute Ausnahme dar. Alle die ich kenne und vom hören sagen kenne ich nur Leute, die die Steuerersparnis mitgenommen haben, aber quasi nie geladen haben.

      • Klar, verallgemeinern kann man nichts. Aber wie ich oben schrieb gab es etliche Firmenflotten, bei denen die PIH über die gesamte Leasing-Zeit nicht ein einziges Mal geladen wurden. Manche Firmen haben daher bereits eine Begrenzung der Spritkostenübernahme angekündigt, um die MA zur Nutzung des Stromteils zu zwingen. Und ehrlich gesagt sind die SUV und Co. bereits schwer genug. Da braucht es nicht noch mehr Gewicht durch hybride Energietechniken.

    • Das ist mal wieder typisches Stammtisch Gespräch.

      Bei uns wurden aufgrund der Förderung bei den neuen Firmenfahrzeugen für die Mitarbeiter nur noch Plugin-Hybride angeschafft und die werden täglich geladen. Selbst von den Kollegen die vorher groß erzählt haben, dass sie nur den Steuervorteil mitnehmen wollen. Der Grund dafür liegt auf der Hand, es ist einfach ein viel angenehmeres Fahrgefühl mit dem Elektroantrieb.

  4. Käpt'n Nuss says:

    Die Überschrift ist übrigens nicht korrekt. Die Bundesregierung hat hier bisher nichts bestätigt, der Bundeswirtschaftsminister hat lediglich einen Entwurf vorgelegt, der jetzt in die Ressortabstimmung geht.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass die FDP hier so ohne Murren zustimmen wird.

    In Sachen PHEV gibt es so viele Halbwahrheiten, dass es quietscht. Ich fahre selbst einen (privat, kein Firmenwagen, gebraucht gekauft ohne Förderung!), durch sinnige Nutzung kann man den Spritverbrauch beträchtlich senken. Das ist insbesondere für Vielfahrer ohne gute Ladeinfrastruktur durchaus attraktiv.

    Dass jetzt sämtliche Nutzer von kleinen bis mittleren PHEV einfach mal für das Mitnahmeverhalten einiger Spezis mit abgestraft werden sollen, halte ich wie Jens oben für absoluten Murks.

  5. Einen Diesel hybrid wäre als Firmenwagen drin gewesen in 1-2 Jahren.
    Aber ein Voll E bei der Reichweite wird nie ein vernünftiges Firmenfahrzeug, ausser vielleicht aus Prestige Gründen um die Ökobilanz aufzuhübschen.

  6. Zum Thema Firmenkunden haben den nur wegen der Steuervorteile genutzt:
    Bei uns durften Hybride nur Außendienst-Kolleg:innen bestellen, die hauptsächlich in Stadtgebieten unterwegs waren und bei denen auch die Ladeinfrastruktur installiert werden konnte. Dh die Autos wurden auch immer zu Hause geladen…

  7. Wir fahren aktuell den zweiten Smart forto als Zweitwagen im Leasing und haben uns für August 2023 einen zum Kauf bestellt, da uns der neue „China-SUV“ Smart einfach zu groß ist. Unser fortwo wird aktuell zu 90% aller Fahrten genutzt, da diese nicht mehr als 30 Kilometer im Radius betragen.

    Geladen wird er überwiegend zuhause an der Wallbox, da ich bei Fahrten in die Stuttgarter Innenstadt einfach keine freie Ladesäule finde.

    Des Weiteren kann ich, da ich als Rentner auch viel zu Fuß und mit dem Rad unterwegs bin viele Plug-Ins sehen, die innerstädtisch aus dem Auspuff qualmen. So viel zum elektrischen fahren mit dem Plug-In in der Stadt …

    Somit finde ich es richtig diese Fahrzeugklasse endlich aus der Förderung zu nehmen.

  8. Mind. drei meiner Nachbarn fahren Plugin Hybrid. Hab bei denen noch nie den Verbrenner gehört.

  9. Ich kann die Entscheidung nachvollziehen. Es war wichtig, die PHEVs anfänglich in die Förderung aufzunehmen weil es zu wenig rein elektrische Alternativen gab und das ganze dem Thema Elektrofahrzeuge doch einen gewissen Aufschwung verliehen hat, aber jetzt ist meines Erachtens ein guter Zeitpunkt, hier voll auf elektrisch zu setzen, weil die Ladeinfrastruktur langsam besser geworden und das Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen besser geworden ist.

    Ein guter Freund von mir ist Ingenieur bei Porsche und er meinte kürzlich auch, dass man in den Daten der Steuergeräte der Plugin-Fahrzeuge sehr gut sehen kann, dass die so gut wie nie aktiv geladen werden.

    Für die User, die ihre PHEVs gewissenhaft nutzen (möchten) tut es mir zwar leid, aber das Thema Umweltschutz ist zu wichtig als hier auf Rücksicht auf diesen offenbar kleineren Teil der Nutzerschaft weiterhin zu fördern, dass Leute weiterhin mit durch den Elektromotor unnötig schweren Autos rumfahren und verhältnismäßig zu viel Feinstaub und Stickoxide produzieren.

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