BlackBerry startet direkten Gerätevertrieb für Unternehmenskunden

BlackBerry_ArtikelBlackBerry verstrahlt sicherlich nicht mehr den Glanz früherer Tage, trotz des aktuell verschwindend geringen Marktanteils sind die mobilen und sicheren E-Mail-Maschinen in vielen Unternehmen aber immer noch gesetzt. Auch ein als positives Lebenszeichen zu wertender und unlängst von meinem Kollegen Pascal getesteter BlackBerry PRIV soll dafür sorgen, dass das Licht bei den Kanadiern nicht komplett erlischt. Und da der Businesskunde nach wie vor die primäre Zielgruppe des Unternehmens ist, versucht BlackBerry nun auch, die Geräte ohne Umwege – sprich: Provider – direkt an die Endanwender zu bringen: Über den hauseigenen Shop.

Die hier zu erwerbenden Geräte sind natürlich komplett entsperrt, werden mit einem Jahr Herstellergarantie und einem Jahr BlackBerry-gestützten Support verkauft. Die Lieferung soll natürlich kostenfrei erfolgen und eine 30-Tage Geld-Zurück-Garantie offeriert man auch direkt. Wie BlackBerry im hauseigenen Blog mitteilt, wird nach Ausfüllen eines Formulars binnen 48 Stunden der Interessent durch einen speziell zugeteilten Verkaufsberater kontaktiert, um die Wünsche und das Volumen mit dem potentiellen Kunden zu erarbeiten und ein massgeschneidertes Angebot für Endgeräte und Zubehör zu erstellen.

Eine Trennung zwischen den bisherigen BlackBerry-Modellen, dem PRIV oder den Betriebssystemen BlackBerry OS bzw. Android wird es nicht geben, auch der BlackBerry Enterprise Server steht im Fokus des Gesamtpaketes, welches kundenindividuell erstellt werden soll.

BlackBerry_Direct_Sale

Aktuell beschränkt sich das Angebot bzw. die Reaktion auf eine Anfrage auf die USA, Kanada, Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Ob BlackBerry sich damit wieder ein paar prozentuale Krümel vom grossen Kuchen einheimsen kann, wird man sehen – Fakt ist aber, das gerade Unternehmen gerne auch Geld für massgeschneiderte und sichere Lösungen ausgeben und da ist BlackBerry halt immer noch ein Name.

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

4 Kommentare

  1. Der Trend geht weg vom BES hin zu IMAP-basierten Lösungen für iPhone und Android, die setzen sich bei den Geschäftskunden immer mehr durch.

  2. Oliver Pifferi says:

    @Thomas – Meinst Du nicht Lösungen basierend auf Exchange Active Sync? Das ist zumindest die gängige Alternative, die ich aus Unternehmen kenne neben dem BES kenne – IMAP schließt ja nun mal nicht Kontakte & Kalender ein?

  3. Bin mit dem Priv sehr zufrieden, bereichert auf jedenfall die Android-Landschaft. Achja, nur als Notiz: mein gebrandetes VF DE Gerät hat Gestern das März Update bekommen. http://support.blackberry.com/kb/articleDetail?articleNumber=000038051

  4. Ich bin in einem 3000 Mitarbeiter Unternehmen zuständig für die Smartphone Landschaft. Wir setzten hauptsächlich auf Blackberry. Die Aussage von Thomas ist nicht wirklich wahr, da ab Blackberry OS 10 ActiveSync auch bei Blackberry unterstützt wird und man nicht zwingend einen BES benötigt. IMAP wird mit ziemlicher Sicherheit nicht eingesetzt.

    Wir werden dieses Jahr nur aus einem Grund keine Blackberrygeräte mehr einsetzten und das ist Whatsapp. Das Priv ist zu teuer also werden wir uns auf ein anderes Androidgerät konzentrieren.

    Der BES als MDM Lösung wird weiterhin bei uns verwendet werden. Dieser dient auch jetzt schon als Verwaltungkonsole für iPhone, Android, Blackberry und WindowsPhone und ist meiner Meinung nach eine der besten MDM-Lösungen auf dem Markt.