BlackBerry soll zukünftig auf Android setzen

BlackBerry ist ein ähnliches Opfer des verschlafenen Smartphone-Booms wie Nokia, allerdings hält sich BlackBerry aktuell noch über Wasser. Wenn auch mit starken Einschränkungen. Von den einst 17.500 Mitarbeitern gibt es nur noch rund ein Drittel, der Marktanteil im Hardware-Bereich liegt bei unter einem Prozent. BB10 brachte nicht die erhoffte Wende, irgendwann verkündete BlackBerry dann, sich mehr auf Software und Services zu konzentrieren, dennoch aber am Hardwaregeschäft festhalten zu wollen.

Blackberry-Logo

Reuters berichtet nun unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass BlackBerry seine Geräte künftig mit Googles Android-Betriebssystem ausstatten könnte. Der Fokus soll dann noch weiter in Richtung Software und Gerätemanagement gehen. Abwegig erscheint das nicht. Android-Apps sind auch heute schon auf BlackBerrys lauffähig. Der Faktor Software würde bei neuer Hardware einen wesentlich geringeren Aufwand benötigen. Man könnte seinen Kunden direkt die BlackBerry-Vorzüge (Messaging, Device Management, BES12) mit auf den Weg geben und ihnen zeige, dass BlackBerry auch „fremde“ Systeme absichern kann.

Unklar ist allerdings, wie BlackBerry vorgehen wird. Zwei Möglichkeiten gibt es. Zum einen könnte man einen Android Fork nutzen, so wie es Amazon auf seinen Fire Tablets macht, oder man könnte sich für ein von Google lizenziertes Android entscheiden, müsste dann allerdings auch die Google Services mit anbieten.

Das erste Gerät mit Android soll im Herbst kommen und ein Slider-Smartphone sein. So wäre das Beste aus zwei Welten in einem Gerät vereint. Das perfekte Hardware-Keyboard eines BlackBerry, gepaart mit dem flexiblen Smartphone-Betriebssystem Android. Das soll vor allem Nutzer älterer BlackBerrys ansprechen. Spätestens im Herbst werden wir schlauer sein.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

22 Kommentare

  1. Soll, könnte, möglicherweise. Ach Sascha 🙁

  2. Bitte endlich mal Smartphones mit richtiger Tastatur! (am liebsten Windowsphones!).
    Schade, dass es sowas nicht mehr gibt.

  3. Das wird hoffentlich nicht passieren! QNX hat einige Vorteile und eine Android-Runtime mit anzubieten finde ich am besten. Und aufwandsmäßig hält sich das für BB auch in Grenzen, weil QNX ja sowieso für andere Anwendungen weiterentwickelt wird!

  4. Wollt Ihr mir das Wochenende verderben? Das will ich mir gar nicht erst vorstellen. Ich liebe mein BlackBerry OS.

  5. @Robert
    Genau. Mir fehlen ja nur die Google Dienste in der Android Runtime, weshalb viele der gekauften Apps auf dem Blackberry nicht laufen, trotz Frickeln. Und die Erinnerungen werden nicht richtig abgebildet.

    Wenn jetzt der QNX Kern anstelle vom Linux Kernel genutzt wird, und darüber das Android System läuft? Bin aber kein Programmierer, und weiss nicht ob es von der Architektur her möglich ist.

  6. #Darth Vader Stimme: Nooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

  7. @ taurec42: Du meinst vermutlich Luke? 😉

  8. Nein Spikey. Vader schreit Noooooo als er erfährt das er Padme getötet hat.. 😛

  9. Ah okay… Ich hatte eher das „Nooooooooooooooooooooooo“ von Luke im Ohr, als Vader im sagt, dass er sein Vater ist! 😀

    https://youtu.be/Lbjru5CQIW4#t=2m19s

  10. Sprachlos says:

    Smartphones mit Android können andere besser. Wer jetzt noch Blackberry kauf tut das unter anderem auch weil er von den Möglichkeiten der OS 10 überzeugt ist und!!! weil er keine Bindung an Datenkraken ala Googel oder Apple will. Diese treuen Kunden würde man mit einem Wechsel der OS mehr als Entäuschen.

  11. thestring says:

    Fakt ist… Darth Vader hat Lukes Mutter ge…rumbarumbatätäräää 😀

    Zurück zum Thema.
    Play Dienste sind auf dem BlackBerry möglich, wenn auch mit ein paar kleinen Einschränkungen
    Der Crackberry User Cobalt hat es möglich gemacht http://forums.crackberry.com/android-apps-amazon-store-apk-files-f413/cobalts-official-google-apps-landing-page-965257/

    Ein BlackBerry Android Fork mit Look und Feel von BlackBerry scheint mir wahrscheinlicher. Denke mal durch die Android runtime konnten sich die Entwickler mit dem Thema Android gut beschäftigen.

  12. Finde ich gut, Blackberry hat eh nur zwei Chancen, sie setzen auf Android oder lassen sich von Goolge / MS aufkaufen…ansonsten sind die in ein Jahren endgültig Geschichte. So ist das halt wenn man den Markt verschläft und Analysten aus der Steinzeit beschäftigt.

  13. Wenn das passiert, dann bin ich die längste Zeit BlackBerry-Nutzer gewesen. Ausgerechnet auf das unsicherste Betriebssystem was es gibt… Ein absolutes NoGo….

  14. Vernünftiger Schritt. Das hätte Blackberry schon vor ein paar Jahren machen sollen.

  15. Ja, bitte! Der einzige Grund, warum ich mir kein Blackberry Classic gekauft habe, war, dass sich in der Android Runtime keine Anwendungen, die auf die Google Play Dienste setzen, installieren lassen. Android als Basis mit der Hardware des Classic, also Tastatur und das Touchpad, wäre für mich sofort gekauft! Ich vermisse sehr eine anständige Tastatur bei meinem LG G2!

  16. Wenn BlackBerry das umsetzen sollte, dann gute Nacht! BlackBerry steht für Sicherheit und Business, nicht für Pulsmessapps und anderen Kram was die Welt nicht braucht. BlackBerry soll endlich Standard Smartphone’s bauen die von der Hardware ordentlich Leistung haben(siehe Passport) und nicht wie das schicke Classic, Leap, oder Z10 mit altem CPU und zu wenig RAM. BlackBerry OS ist genial und dabei müssen sie bleiben! Ich hoffe das sie intuitiv bleiben und an ihrem Weg festhalten.

  17. der Schulz says:

    Wie viele User verliert BB, wenn sie auf Android wechseln? Und wie viele Neue gewinnt man? In den Kommentaren lese ich, sie verlieren 3 oder 4. 😉
    Wenn sie es vernünftig anstellen, ist Sicherheit bestimmt kein Problem.

  18. Noch eine Idee: Blackberry bringt parallel zu seinem existierenden Programm einen reinen Androiden heraus.

    Die Sicherheitsmechanismen wie Knox und Verwaltung über die Blackberry-Server existiert doch schon. Seit Android 5.1.x gibt es eine Google-Version der Reaktivierungssperre, und so einfach drüberflashen geht ebenfalls nicht mehr. Sehe ich beim Nexus 6.

    Damit spricht nichts mehr gegen einen Blackberry Androiden mit Tastatur. Da warten sicher einige Leute drauf. Bei Android sind sogar Querslider möglich, WPhone kann das Querformat immer noch nicht durchgängig umsetzen.

  19. Datenriesen/ -sammler wie Android/ Google gleich zu stellen mit wirklicher Sicherheit ist ein Problem! Des Weiteren ist es auch absolut falsch Unternehmen daran zu messen wieviel Marktanteile, Umsatzzahlen, oder Mitarbeiter sie haben. Das wird zwar gerne in der Presse so verbreitet, spricht aber nicht das Thema Qualität an. Klein aber im Detail fein, und nicht auf Masse programmiert. Und wenn ich einmal eine app benötige die mir zeigt wie ich gerade über die Straße gehen habe nehme ich ein Samsung Android Smartphone, für alles was wichtig ist ein BlackBerry OS10. 🙂

  20. Laut den Infos von BlackBerry soll es BBOS 10 dennoch geben… Mit wahlmöglichkeit…

  21. BlackBerry mit Android – da fehlt das Alleinstellungsmerkmal. So blöd sind die Kanadier auch nicht. Die werden vermutlich auf Android setzen, aber mit einer ausgefeilten Sicherheitstechnik. Denn mehr als mehr Sicherheit als die anderen konnte BlackBerry bislang auch nicht bieten. Also ist Sicherheit der wesentliche Aspekt.

  22. Würde Google als Dualbooth (Bussiness/Privat) erlauben wäre es episch