BlackBerry PlayBook 4G erscheint Ende des Monats – für 550 Dollar!

Es gibt so ein paar treue Kameraden, die schleppen wir hier über viele Monate mit uns rum. Soll heißen: Geräte werden angekündigt, wollen aber auf Teufel komm raus nicht in den Läden auftauchen. Einer dieser Kameraden ist das BlackBerry PlayBook, besser gesagt die 4G-Version des RIM-Tablets.

Noch bei der BlackBerryWorld vor einer Weile hieß es aus der Chef-Etage, dass das Tablet in diesem Jahr erscheinen würde – und präziser wollte man da nicht werden. Daher hätte ich jetzt persönlich damit gerechnet, dass wir das Ding frühestens im Herbst zu packen bekommen. Stattdessen ist über ein internes Dokument bei Bell herausgekommen, dass es „schon“ im Juli soweit sein soll, genauer gesagt: am 31. Juli!

Leider fehlt noch die offizielle Bestätigung von RIM, aber gutgläubig wie wir sind, geben wir uns mit dem geleakten Dokument von Bell fürs Erste zufrieden. Nicht ganz zufrieden gebe ich mich hingegen mit dem Preis: für einen Sieben-Zöller finde ich eine Ansage von 550 Dollar schon ’ne recht große Hausnummer.

Die Specs lassen auch nicht wirklich erkennen, wie dieser Preis gerechtfertigt ist – 4G/LTE-Funktionalität allein kann es ja eigentlich nicht sein. Was kann das Tablet noch? Wir haben einen Dual Core-Prozessor an Bord, pro Kern mit 1.5 GHz getaktet und durch 1 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Das Display löst mit 1024 x 600 Pixeln auf, auch die obligatorischen Kameras (5 MP hinten, 3 MP vorn) sind vorhanden.

Mit dem Google Nexus 7 (und bald dem iPad mini?) befindet sich ein neuer Sheriff in der Stadt und kann bei weniger als dem halben Preis deutlich mehr vorweisen als sein kanadischer Konkurrent – LTE hin oder her. Ich mag nicht wirklich ständig auf RIM rumhacken und muss zugeben, dass ich durchaus gespannt bin, was das Unternehmen nächstes Jahr mit BlackBerry 10 auf die Beine stellt. Aber nachdem das „normale“ PlayBook schon weit weg davon war, ein Megaseller zu werden, hat sich die Situation am Markt für RIM nicht wirklich verbessert.

Quelle: MobileSyrup via BerryBlog

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5 Kommentare

  1. Allein die Überschrift verrät schon, dass es floppen wird.

  2. Finde immer wieder spannend wie „floppen“ interpretiert wird.

    Schon mal dran gedacht dass RIM damit Geschäftskunden abdecken will?
    Oder besser gesagt. Kunden die der Datenkrake Google nicht alles anvertrauen wollen?

    Nicht jede Firma will oder muss die Marktführerschaft anstreben.

    Siehe Porsche oder Audi in der Automobilbranche! Weit weg von den größten Stückzahlen, aber dennoch eine mächtige Hausnummer. Oder Apple: Auch bald nicht mehr Marktfürer in Sachen Tablets, dennoch das profitabelste Unternehmen.

    RIM hat einen festen Kundenstamm, und bevor ich zu Google gehe werde ich mich persönlich nach Alternativen umsehen!

    Dennoch: Der Preis ist hoch. Vielleicht fällt er auf 400, dann ist es zwar noch doppelt so teuer wie das Google Tablet, aber die typische RIM-Kundschaft ist denke ich bereit auch mehr aus zu geben! Viele gute Features von Google schneiden einfach zu sehr in die Privatsphäre!

  3. @Bastian: sorry, aber das erste Playbook ist und bleibt ein Flopp. Kauft keiner. Weder im Geschäfts- noch im Businessumfeld.

    Warum sollte man also ein Gerät der 2ten Generation, nachdem die erste Generation so dermaßen in die Hose gegangen ist, trotzdem kaufen ? Vorallem für den Preis ? Da muss sich RIM schon ein wenig mehr einfallen lassen. Selbst im Geschäftsumfeld

  4. Zeigt mal wieder, dass RIM immer noch nicht erkannt hat wo mittlerweile ihr Platz „da draußen“ ist.

    Sie glauben immer noch, sich die Arroganz leisten zu können, die sie öfter an den Tag gelegt haben, als ihre Blackberrys noch quasi konkurrenzlos waren.

    Aber ist sicher auch nicht leicht für RIM zu akzeptieren, dass sie im Moment nur noch eine ganz kleine, unbedeutende Nummer auf dem Markt sind, die Produkte verkaufen will, die kaum jemand will.

    Hätten sie es erkannt würde ihre Preisgestaltung und auch das sonstige auftreten anders aussehen.

  5. @Bastian
    Kann Alex hier nur zustimmen. Das Playbook ist gefloppt. Mehr als deutlich, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich.

    Android Smartphones sind eher weniger in den Führungsetagen vertreten, dafür ist aber das was früher der Blackberry war heute das iPhone. Und die Vorstände, Geschäftsführer und Entscheider sind damit zufrieden. Da wartet keiner sehnsüchtig darauf, dass RIM was neues auf die Beine stellt. Aber genau das glaubt RIM scheinbar noch, dass alle nur darauf warten bis sie es endlich mal schaffen Jahre später ein System auf den Markt zu bringen, welches dann vielleicht gerade so das kann was die Konkurrenz von Apple und Google schon seit Jahren bietet. Das ist mitnichten so.