BlackBerry: Hardware-Entwicklung wird nach Verlust ausgegliedert, Fokus auf Software und Services

BlackBerry_ArtikelBlackBerry hat Quartalszahlen zu verkünden. Das zweite Quartal für das Fiskaljahr 2017 ist vorbei und es bedeutet auch das Ende für BlackBerry als Hardware-Hersteller. Schaut man sich die Zahlen an, verwundert das nicht, während Software und Services gut zulegen konnten, war dies bei der Hardware nicht so. Das bedeutet allerdings nicht, dass es künftig keine Hardware mehr mit BlackBerry-Logo geben wird. In Indonesien hat man mit dem Joint Venture BB Merah Putih einen Lizenzdeal abgeschlossen, der die Entwicklung und den Vertrieb von BlackBerry-Hardware durch dieses Joint Venture ermöglichen wird.

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Gleichzeitig bedeutet dies, dass BlackBerry weiterhin verstärkt auf Software setzen wird, sowohl für Geschäftskunden als auch für Privatkunden. Um die Entwicklung von Cross-Plattform-Apps zu beschleunigen, wurde eine strategische Partnerschaft mit Emtek eingegangen. So sollen weltweit neue Apps, Dienste und Inhalte verbreitet werden, die auf der BBM-Plattform basieren.

Im Bereich der Business-Kunden konnte BlackBerry im ersten Quartal rund 3000 dazu gewinnen, 81 Prozent der Business-Kunden im zweiten Quartal waren dabei wiederkehrende Kunden. Der Bereich Software & Services erreichte sogar einen Gewinn in Höhe von 29 Millionen Dollar, die Sparte Mobility Solutions, die Hardware umfasst, beendete das Quartal hingegen mit einem Verlust in Höhe von 8 Millionen Dollar.

Alle Zahlen von BlackBerry findet Ihr auf dieser Seite, aus diesen geht deutlich hervor, dass BlackBerry eigentlich nur eine Überlebenschance hat, wenn eben die Hardware ausgegliedert wird. Allerdings sind auch die Erträge durch Software und Services – trotz starker Steigerung im Vergleich zum Vorquartal – nicht auf einem Niveau, bei dem man von einer rosigen Zukunftsaussicht sprechen kann.

(Quelle: BlackBerry)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

5 Kommentare

  1. Der Niedergang BlackBerrys überrascht nicht. Nach dem genialen 9780/90 folgte der sehr gute 9000 mit zu geringer Akkuleistung (musste nach ca 8 Stunden geringer Nutzungsintensität Akku laden). Den unausgereift auf den Markt gelangten Devices mit OS 10 folgten nur Wegwerfartikel mit vom User nicht wechselbaren Akkus.

  2. Ich wünsche mir irgendwie mein Passwort SE zurück. Geniales Gerät

  3. Das passiert halt wenn man sich seiner Marktposition zu sicher ist, die Entwicklung vernachlässigt und neue Konkurrenten hoffnungslos unterschätzt. Der tiefe Fall von Blackberry und natürlich auch Nokia sollte einigen Firmen zu denken geben.

  4. Selber schuld. Überteuerte Geräte verkaufen sich nämlich nur gut, wenn die Qualität der Hardware wenigstens einigermaßen stimmt. Oder der Support. Nur zwei abgerundete Bildschirmecken reissen es da nicht heraus, auch wenn Android drauf ist, und schnelle Updates dafür kommen.

    Die Lernresistenz und Arroganz aus alten Zeiten macht Blackberry weiterhin zu schaffen. Wenn man über Unstimmigkeiten beim Passport und Z30 berichtet hat, wurde man stets abgebügelt, ist halt so bei BBOS, der Fehler liegt immer beim Anwender. Jetzt haben sie endlich die Quittung.

    Ob TCL der ideale Hardwarepartner zur Produktion hochklassiger Ware sein wird, muss sich zeigen.

  5. Ich würde mir ein Tastatur BB Android unter 300 Euro wie das Curve wünschen