BlaBlaCar: Neue App, neue Funktionen und 5,5 Millionen Nutzer in Deutschland


Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, die wenigsten stellen dabei aber die bequemste Verbindung dar. Von A nach B ist in vielen Fällen mit dem Auto nach wie vor am schnellsten. Praktischerweise benötigt man dank manchem Angebot gar kein eigenes Auto mehr. BlaBlaCar machte sich 2006 auf, um Nutzer zu verbinden, Fahrer und Mitfahrer werden so zusammengebracht. Allerdings immer noch nicht so bequem, wie einfach ins eigene Auto vor der Haustür einzusteigen, denn es gab zentrale Treffpunkte für Fahrten.

Zeitsprung nach 2018, also heute. BlaBlaCar stellt seine App nämlich neue auf, macht aber auch das Reisen an sich angenehmer. Man muss sich nämlich nicht mehr erst zu einem Treffpunkt begeben, der eventuell schon einmal eine beschwerliche Anreise fordert. Der Community-Gedanke soll gestärkt werden, weg von den zentralen Verkehrsknotenpunkten, hin zu den 69 Prozent der Deutschen, die nicht in Ballungsgebieten leben.

So etwas wird auch durch die steigenden Nutzerzahlen ermöglicht. 60 Millionen gibt es davon weltweit, 5,5 Millionen in Deutschland. Mit dem neuen Algorithmus müssen Fahrer keine Teilstrecken mehr eingeben, dies wird automatisch errechnet, wenn Nutzer Anfragen stellen. Man gibt einfach genau den Abfahrts- und den Zielort ein, BlaBlaCar sucht dann die passenden Fahrten automatisch zusammen.

Diese neue Suche wird länderübergreifend in der ersten Jahreshälfte verfügbar sein. Gleichzeitig gibt es aber auch ein komplett neues Design der App. Wie man der Ankündigung dazu entnehmen kann, soll das neue Design die Community repräsentieren. Während man früher mit den auffälligen Farben versucht hat, die Diversität der Nutzer abzubilden, möchte BlaBlaCar heute mit dem Design zeigen, dass die App Menschen näher zusammenbringt.

Falls Ihr Nutzer seid, was haltet Ihr von der neuen App?

BlaBlaCar - Mitfahr-Community
BlaBlaCar - Mitfahr-Community
Entwickler: Comuto
Preis: Kostenlos
BlaBlaCar - Mitfahrgelegenheit
BlaBlaCar - Mitfahrgelegenheit
Entwickler: BlaBlaCar
Preis: Kostenlos

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Welch eine Mist! Diese blöde Firma wird für Fahrer immer unattraktiver! Ich biete keine Fahrten mehr an. Von wegen „Verbesserung“. Für Fahrer ist das höchst ärgerlich!

    Dieses automatische Buchen zwingt die Fahrer auch Teilstrecken anbieten zu müssen. Viel Spaß für die, die lange Strecken anbieten (z.B. von Berlin nach Basel). Nicht nur wegen der häufigen Zwischenstopps und Umwege, die durch das häufige Ein- und Aussteigen nötig werden. Da will dann einer von Potsdam nach Michendorf (10 km) mitfahren und blockiert einen Sitz für jemanden, der später kommt und die ganze Strecke (900 km) mitfahren UND ZAHLEN würde. Denn es ist erfahrungsgemäß nicht möglich, lange Strecken durch Teilstrecken aufzufüllen. Und für leere Sitze auf Teilstrecken bekommt der Fahrer rein garnichts und macht minus. Ich nehme doch lieber zwei Leute die komplette Strecke mit als auf der zehnstündigen Fahrt ständig anhalten zu müssen. Zumal man die Leute ja oft nicht an der Autobahn absetzen und aufnehmen kann. Meist muss man einige Kilometer in die Stadt (zum Bahnhof) reinfahren. Das kann auch gene mal ne halbe Stunde Umweg pro Stopp bedeuten. Zum Schluss ist man 12 statt 10 Stunden unterwegs.

    Der erste Mitfahrer mit der kurzen Teilstrecke wird ja nicht automatisch storniert, weil sich noch ein Mitfahrer findet, der die komplette Strecke mitfahren würde. Und falls die Fahrer die Teilstreckennutzer stornieren (sofern sie das noch dürfen), ist jede Buchung kürzerer Strecken für die Mitfahrer höchst unsicher, weil öfter Langstreckenfahrer stornieren und sie dies nicht vorher erkennen können.

    Bei soetwas verlieren alle. Mal wieder denkt so eine Firma nicht mit. Die sind genauso dämlich wie die Vorgänger, die auch die Fahrer verärgerten.

    • Was hindert dich daran alle manuell zu bestätigen?

      • Diese Notlösung hat nur den kleinen Nachteil, dass Du dann nicht nur manuell bestätigen musst, sondern auch die ganzen Teilstrecken-Interessenten ständig ablehnen bzw. zumindest durchsehen musst, denn darunter sind ja auch die Interessenten für die ganze Strecke. Und die suchen sich auch andere Fahrer, wenn Du nicht schnell reagierst.

        Stell doch mal vor Weihnachten eine Fahrt von Hamburg nach München ein und deaktiviere die Automatik. Viel Spaß, wenn jede mögliche Teilstrecke Buchungsanfragen produziert. Das dürften hunderte sein.

        Früher hat man einfach keine Zwischenstopps eingetragen und musste dann rein garnichts mehr tun, alles lief automatisch. Jetzt kannst Du zwischen leeren Sitzplätzen auf Teilstrecken und einem vollen Postfach wählen. Ganz klar ein gewaltiger Nachteil für Fahrer auf langen attraktiven Strecken.

        Noch ein Nachteil:
        BLABLABLA zwingt Dich zu einer bestimmten Streckenführung, denn nur auf der werden die Teilstrecken vermittelt. Hast Du also Teilstrecken-Mitfahrer, aber die Autobahn ist voll oder gesperrt, hast Du ein Problem. Dem Navi folgen und eine andere Route wählen dürfte dann für gescheiterte Mitfahrten sorgen. Oder Du stehst im Stau, um den Teilstrecken-Mitfahrer doch mit Verzögerung mitnehmen zu können.

    • Häh, warum zur Hölle stellst du dann automatisches Annehmen ein?
      Du hast das Problem offensichtlich verstanden, kannst aber nicht einfach auf den anderen Knopf drücken?

      • Siehe Antwort weiter oben. Offenbar hast Du das Problem dabei nicht verstanden.

        • Ja, verstehe ich wirklich nicht, denn ich biete auch öfter Fahrten an und wenn ich mal von München in die Zone muss, sogar mit Teilstrecken. Die lege ich aber nicht im Abstand von 10 km an, da ist ja klar, dass man blöde wird.
          Fahre sehr gut damit, aber freue mich trotzdem auf das neue Feature. Flinc hat das ja schon immer, aber das nutzt halt quasi keiner, dann funktioniert es auch nicht.

  2. nutze BBC als Fahrer und muss sagen, dass ich die App garnicht nutze. Lieber die Webseite auf dem Handy (im Desktopmodus). Ich hatte früher immer das Problem, dass ich ausserhalb von Hamburg losgefahren bin und die Fahrt trotzdem den „Hamburgern“ vorgeschlagen wurde, die natürlich nur halb gelesen haben und dann enttäuscht waren, wenn es hieß, dass ich NICHT aus HH starte. Das sollte ja jetzt vermutlich nicht mehr so sein, da bin ich mal gespannt.

  3. Find ich gut, dass man nicht extra mehr Teilstrecken angeben muss. So fallen die ganzen vorherigen Problemchen weg (z.b. dass man nicht 2 zusammenhängende Teilstrecken gefunden hat). Bin gespannt, wie sie das gelöst haben, wenn ein Dorf z.B. 5 km von der Autobahn und der damit gefahrene Route weg ist.

    • Meine Vermutung: Garnicht. Und 5 km wären ja nicht einmal ein Problem.

      Eine Fahrt von Berlin nach München führt über Leipzig und Nürnberg. Jede Wette, dass die Teilstrecke Leipzig-Nürnberg auch vom System genutzt wird. Nach Leizig rein und raus dürfte fast ne Stunde Fahrzeit zusätzlich bedeuten, im Berufsverkehr auch deutlich mehr. Dazu noch Nürnberg. Viel Spaß.

      • Ja das stimmt. Ich hab dafür immer einen gewissen Mehrbetrag eingestellt, der den Aufwand gerechtfertigt hat. Bin gespannt, wie das dann gelöst wird.

  4. Blabla Car finde ich toll. Eine sehr geniale App 🙂
    Auf ins nächste Abenteuer-

  5. Ich nutzte es mal, ich meine aber, die hätten irgendwann die Preise vorgegeben, habe seit Jahren nicht reingeguckt. Ich nutzte auch mal Mitfahrgelegenheiten oder so ähnlich, wurde auch unerträglich. Dann Facebook-Gruppen. In meiner Gegen ist das aber ziemlich unattraktiv geworden, da die umliegenden Städte, aus denen die Studenten (waren meist meine „Kunden“) kommen, für nen Fünfer per Bus erreichbar sind, wenn man nicht Freitag – Sonntag fährt (was Studenten oft nicht müssen), sie haben da WLAN an Board, was wollen sie dann bei mir im PKW, selbst wenn ich die gleiche Strecke auf für nen Fünfer anbieten würde, was mir der Mehraufwand nicht wert wäre. Dabei waren die Voraussetzungen hier klasse: Autobahnauffahrt sehr gut mit dem Bus oder Fahrrad erreichbar (gibt auch Abstellmöglichkeiten), hier also ein Umweg von 5 Minuten für mich, wenn die Mitfahrer denn pünktlich sind, eigentlich perfekte Voraussetzungen.
    Inzwischen fahre ich fast immer ohne Mitfahrer, schade drum.

    • Das mit Mitfahrgelegenheit.de empfand ich auch so. Schlimmer noch als die vorgegebenen Preise (und die horrenden Gebühren) war dann die Entscheidung, dass Mitfahrer jederzeit vor der Fahrt kostenfrei stornieren können. Damit war die Buchung nur noch für Fahrer verbindlich und die Mitfahrer waren so unzuverlässig wie früher.

      Aus Sicht eines Fahrers will er nicht mit dutzenden Leuten kommunizieren, bestätigen, umplanen, nachfragen und auf leeren Plätzen sitzenbleiben. Ich bin jahrenlang 2x die Woche zwischen Berlin und Leipzig gependelt. Nur ca. 50% der zusagenden Mitfahrer sind erschienen. Aber ich hatte die ganze Woche mit Nachfragen und Buchungen zu tun. Zig Leuten musste ich absagen um Plätze für andere zu resiervieren, die dann nicht erschienen sind. Am schlimmsten waren Touristen und Flugreisende. Erst mit dem Buchungssystem wurde es einfach. Ich musste nichts mehr tun und die Plätze waren sicher vergeben, denn die Buchenden mussten zahlen. Bis dann die Stornierung in letzter Minute eingeführt wurde. Dann ging der Mist von vorn los.

  6. Das einzige was mich richtiriamkotzt bei Der neuen Version ist die Schriftart. Sieht fast aus wie Comic sans

  7. Ich bin gespannt, was daraus wird. BlaBlaCar hat es bisher sehr gut gemacht. @Matze: Dein Problem verstehe ich auch nicht. Einfach Teilstrecken nicht angeben. Vor allem nach öfterem nutzen von BBC auf der selben Strecke weiß man sehr genau, wie man seine Fahrt am besten gestaltet (z.B. statt Sutttgart Hbf lieber den Stuttgarter Flughafen angeben).

    Zur Neuerung: Ich hoffe, dass sie Google Maps integrieren und der Mitfahrer dann Bescheid bekommt, wann er wo sein muss. Ansonsten schwer kalkulierbar in Zukunft.

  8. Bin auch sehr gespannt, wie die Entwicklung bei den Carsharingportalen weitergeht. Ich hoffe nur, dass sich auch entsprechende Alternativen wie die ADAC Mitfahrzentrale etablieren können oder zumindest bestehen bleiben können. Ist kostenlos und flexibler… Um Verbindungen zu suchen, kann man aber auch bspw. Traveluce nutzen, dann hat man gleich verschiedene Anbieter unter einer Suchmaske auffindbar.

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