BlaBlaCar: Mitfahr-Vermittler ändert ab Mitte März sein Preismodell

BlaBlaCar, Vermittler von Mitfahrgelegenheiten über sowohl das Web als auch seine mobile App, führt ein neues Preismodell ein. Ob ihr das als Vor- oder als Nachteil sehen werdet, dürfte sehr von euren Nutzungsgewohnheiten abhängen. Greifen soll die neue Preisstruktur ab Mitte März. Sie wird die bisherige Servicegebühr pro Einzelbuchung ersetzen. Zusätzlich zur Anpassung des Preismodells führt der Anbieter aber auch noch einige neue Features ein.

So können Fahrer ab Mitte März frei wählen, ob sie von ihren Mitfahrern das Geld bar nehmen oder direkt online (PayPal, Kreditkarte) kassieren. Zudem steht es den Nutzern frei, ob sie vor einer Fahrt telefonisch, per Nachrichtensystem, per Whatsapp oder via SMS miteinander in Verbindung treten. Die bisherige Servicegebühr pro Sitzplatz an BlaBlaCar fällt wie erwähnt weg. Dafür müssen die Teilnehmer aber sogenannte Nutzungspakete zu festen Preisen buchen. Möglich ist dabei die Buchung für entweder eine Woche oder direkt für ein halbes Jahr.

Zur Einführung zahlt ihr für eine Woche 1,50 Euro. Für das halbe Jahr löhnt ihr 1,99 Euro, so dass die Entscheidung hier recht leicht fallen dürfte. Ab dem 13. Juni steigen die Preise dann auf 2,99 Euro für die Woche und 14,99 Euro für das halbe Jahr. Für Fahrer bleibt BlaBlaCar übrigens kostenlos. Zahlen müssen also diejenigen, die nach Fahrten suchen. Laut BlaBlaCar habe man das neue Zahlungssystem bzw. Preismodell eingeführt, weil es besser den Vorlieben der Community entspreche. Einmal das Modell gebucht, könnt ihr danach im entsprechenden Zeitraum beliebig viele Fahrten anfragen / mitnehmen. Für Mitfahrer, die oft durch die Gegend gondeln, soll sich das gegenüber der bisherigen Servicegebühren lohnen.

Draufzahlen könnten in Zukunft wohl die unregelmäßigen User. Nutzt ihr BlaBlaCar? Was haltet ihr vom neuen Preismodell?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. werde es weiterhin so nutzen wie bisher! (gar nicht)

  2. BlaBlaCar ist mir mittlerweile total unsympathisch. Und die Vorgänger sind mit Abo auch gescheitert.
    Zeit, dass das Monopol fällt und ein anderer wieder Service anstatt Geld kassieren macht.

    • Kostenlose Alternativen wie fahrgemeinschaft.de oder bessermitfahren.de gibt es schon lange. Sie müssen eben nur genutzt werden, vor allem von den Fahrern.

      • Ich veröffentliche min. 10 Fahrten auf BBC, BM (mein Favorit), FG etc. Aus meiner Sicht sind also nicht die Fahrer das Problem, die weiterhin BBC nutzen, sondern die Fahrgäste, die treu bei BBC bleiben. Denn obwohl ich bei 3 Anbietern die Fahrten einstelle – zu den gleichen Konditionen -, erhalte ich nach wie vor über BBC die meisten Buchungen. Dank Online-Zahlung zwar verzögert, dafür aber störungsfrei und ohne Preisverhandlungen am Ziel.

  3. nehme alle zwei Wochen Leute mit. Ich denke es wird eine Auswirkung auf die Mitfahrer zahlen haben – den für seltene Fahrer lohnt es sich nicht (beziehungsweise es erhöht den Preis). Mir als Fahrer ist das völlig egal, ich will mein Geld überwiesen haben.

  4. Zwangs-Abo ist bei solchen Diensten immer Mist.

  5. Für Gelegenheitsfahrer tatsächlich unattraktiver geworden.

  6. schade, dass eine tolle möglichkeit zur kostenteilung bei längeren Strecken nach und nach kaputtkommerzialisiert wird

  7. Ich nutze den Service 2-3 mal im Jahr und finde diese Änderungen tatsächlich ganz gut. Die Gebühr ist ok und eignet sich für Gelegenheits- und Vielfahrer. Die paar Steine machen auch keinen Unterschied.
    Die Fahrer haben mehr davon. Und für beide Parteien wurde Abwicklung und Kontaktaufnahme verbessert.

  8. Ich biete ein paar Mal im Jahr eine Fahrt an. Die Gebühr ändert bei meiner Strecke nicht wirklich was für die Mitfahrer, da bisher schon 1-way 3 € Gebühren fällig waren. Unglücklich finde ich eher die frühzeitige Festlegung auf die Zahlart, hier sollte es auch eine Möglichkeit zur späteren Änderung geben, zur Not auch am Fahrtende.
    Von einem Abomodell lese ich aber nirgends, eher pay-as-you-go.

  9. Habe ich schon länger aufgehört zu nutzen… man muss meistens doch als Psychologen-Ersatz für den Fahrer herhalten… da wird einem echt alles erzählt… Der Goldfisch hat Fieber, die Frau ist mit dem Bruder durchgebrannt und blablabla… Auch Kopfhörer und hinten einsteigen (trotz 1,90m Körpergröße) stört die Leute nicht… da wird munter drauf losgequasselt…

    • Genau so kenne ich es von Leuten die bei mir mitfahren. Und ich gebe bewusst auch noch a, dass ich wenig reden möchte (man kann ja zwischen bla/blabla/und blablabla wählen)!! 😀
      Man was hatte ich schon tolle Leute da mit den herrlcihstens und außergewöhnlichsten Berufen. Und reich sind sie alle und ihr Leben haben sie so toll im Griff. Da hätten sie von Köln nach Berlin sich auch ein Taxi leisten können sollte man meinen.
      Achja Schauspieler hatte ich auch schon im Auto! Und Schwertransport-Fahrer! Naja, lustig ist es meist dann dennoch 😀

      • Das Problem kann man super mit der Reisegeschwindigkeit in Kombination mit Musik kompensieren.

        Ab einer gewissen Geschwindigkeit wirds im Auto halt lauter – sagen wir 160 km/h. Will man jetzt noch seine eigene – idealer Weise nicht massen-kompartible – Musik dazu verwenden, um eben diese Fahrgeräusche zu kompensieren, versteht man von seinen Mitfahrern kein Wort mehr und die beginnen ihre Ohrstöpsel auszukramen. Fertig 😀

        Bei denen, mit denen man sich wirklich gut unterhalten kann, fahre ich auch gern ohne Musik gemächliche 140 km/h. Hier greift ideal das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage. 😀

  10. Ja die lieben Abos und Abhängigkeiten, leider ja ziemlich en vogue, schlimm ist das.
    Muss sich wohl besser rechnen, dass alle Mitglieder, die breite Masse der potentiellen AboZahler, einen ausgetüftelten Mittelwert zahlen, als die reale aktuelle Situation ereignisbasiert wohl ist. Zumindest kurzzeitig könnte das mächtig klingeln, ohne Zweifel.
    Let’s start with the Schnapperpreis, party on!

  11. Ich habe früher sehr regelmäßig und häufig Fahrten angeboten. Seit Anfang meines Studiums bestimmt 20-25 Jahre lang. Ich fand es kurzweiliger auf der Langstrecke nicht allein vor sich hinfahren zu müssen. Für mich stand neben der Kostenteilung das MITeinanderFAHREN im Vordergrund, leider hat sich das zur reinen Erbringung einer Dienstleistung entwickelt und entsprechend wird man als Fahrer auch behandelt. Da kamen Mitfahrer gar nicht, sagten nicht ab oder aber mehr als 20min zu spät zum Treffpunkt. Da wurden Sonderwünsche gestellt (kannst Du unterwegs noch zu einer Filiale einer ganz bestimmten Saftbar-Kette fahren, ich habe meinen Bio-Smoothie vergessen / kannst Du nochmal schnell bei mir zu Hause vorbeifahren, ich habe einen Schal vergessen einzupacken / Wie, du hast kein Ladekabel für mein Tablet dabei? Das ist aber jetzt leer und braucht Strom!! etc. pp.) Nach diversen Erlebnissen der anderen Art: der eigene Pullover auf der Rückbank wurde einfach eingepackt und entwendet, Starbucks-Kaffee mit extra Shot Sahne drauf wurde aus dem Pappbecher quer über alle Sitzbänke verteilt, es wurde unabgesprochen ein Hund mitgebracht, der dann alle halbe Stunde Gassi geführt werden musste, der geschätzt 180kg Bauarbeiter kommt direkt von der Baustelle in seiner verdreckten Arbeitskluft, usw., genieße ich es jetzt allein zu fahren und dabei MEINE Musik zu hören und nicht die (aller)letzte, schwer angesagte Punkband aus Japan 5h aus Höflichkeit zu ertragen.
    Ich bin bei dieser Mitfahrgeschichte raus. Endgültig.

    • Nette Beschreibung ;D
      Einer meiner Mitfahrer hatte nicht nur seinen veganen-Bio-Smoothie vergesen, sondern fragte mich auch ob ich zufällig ein paar Scheiben DINKELBROT für ihn dabei hätte. Da wär mir fast die Hand ausgerutscht.

      • Zum Glück hast du dich beherrschen können, dass wäre vor Gericht sonst seltsam geworden: „Aber Frau Richterin, ich musste ihn schlagen, er hat mich nach Dinkelbrot gefragt!“ 😉

    • Ich hatte auch 2-3 Experten, die spontan (30min nach Fahrtbeginn angerufen haben) und noch mit wollten. Ergebnis: Party-Festival-Gänger ohne Schuhe, ungewaschen, 20KG Gepäck und nur 4 Euro dabei, was er aber erst am Ende der 300km Fahrt gemerkt hatte.
      Genauso die: „Ich habe den Platz für einen nicht deutsch sprechenden Freund/Freundin bestellt“. Hallo, gehts noch?

    • Ich habe ebenfalls als Student angefangen, regelmäßig Leute mitzunehmen. Das war 2003 und aus heutiger Sicht eine ganz andere Welt. Das hatte mehr Niveau damals, die Mitfahrer (zumindest auf der gleichen Strecke) sind wochenlang mitgefahren, daraus sind sogar Freundschaften entstanden. Aktuell steigen die Leute ein, Stöpsel in die Ohren und weck mich, wenn wir da sind. Anschließend Diskussionen über den Absetzort, den Preis etc. wobei das alles vorher klar war und auch idiotensicher im Text stand. Ich merke mich nicht mal mehr die Namen auf, nur noch Telefonnummer und von wo nach wo. Des Weiteren sind die Mitfahrer derart unzuverlässig, dass ich mich schon freue, wenn sie in der richtigen Kalenderwoche im richtigen Bundesland auf mich warten, anstatt pünktlich an den immer mit ÖPNV gut erreichbaren Treffpunkten zu warten. Ich schicke sogar Livetracking, damit sie wissen, wo ich bin und wann ich komme. Online leben, aber die einfachsten Dinge nicht gebacken bekommen. Das Märchen von der shared economy ist ein Witz, es geht nur um den Preis ohne jede Verantwortung übernehmen zu müssen. Und die AGB sind eine Frechheit, wenn ich nach mehreren hundert Kilometern Fahrt an den Zwischenpunkten mehr als 15 min zu spät bin, kann der Mitfahrer die Fahrt stornieren. Gegenstände darf ich laut AGB auch nicht mitnehmen. Ich als Fahrer, und nur ich, lege fest, wer oder was in meinem Fahrzeug mitfährt oder eben nicht! Ganz abgesehen davon: 2003 hat sich der inoffizielle Preis von 5 EUR auf 100 km pro Person entwickelt und auch (aus damaliger Sicht) bewährt. Das ist 15 Jahre her und alle Preise und Unterhaltskosten haben sich fast verdoppelt (Nein, ich rede hier nicht nur vom Treibstoff!!!), wenn ich aber die Fahrpreise beobachte, die die Mitbewerber so anbieten, so sei denen etwas Nachhilfe in einfacher Mathematik zu empfehlen. Bei Diskussionen dieser Art empfehle ich den Mitfahrern, die Preise der Fernbusse zu vergleichen, die verlangen auch 6 EUR / 100 km. Wie auch immer, es gibt noch wirklich interessante und sehr angenehme Mitfahrer, der Großteil ist es leider nicht mehr. Auch stelle ich eine zunehmende Arroganz fest, ich biete einen vorher festgelegten Service an und werde mich nicht prosituieren im Sinne von nicht abgesprochenen Stadtrundfahrten und anderen Extrawürsten. Immerhin bietet Blablacar wieder Barzahlung an, vermutlich wurde der Druck der Fahrer zu groß, denn sie halten die Seite am Laufen!

  12. BlaBla – ich ertrage schon den Namen nicht!

  13. ChipsUndCola says:

    War eh nie mein Ding, von daher egal.

  14. Entgeht mir hier irgendwas an dem neuen Preismodell?
    Bisher (Januar mal geguckt) 13 Euro für ca 300 km (für den Fahrer).
    Jetzt 2,99 Flat pro Woche (für den Mitfahrer)?
    1. Wovon lebt BlaBlaCar dann noch, wenn für den Fahrer was überbleiben soll?
    2. Wie werden diese 2,99 auf die Fahrer verteilt, wenn der Mitfahrer mehrere Fahrten macht?

    • So wie ich das verstehe, sind das 2,99€ für das Wochenabo PLUS die Kosten für etwaige Fahrten … also muss man zahlen, um überhaupt Angebote der Fahrer einsehen zu können.

      • Da wären dann die Details interessant: Muss man zahlen um zu sehen (das nix passendes angeboten wird) oder erst wenn man dann buchen will?

        Wenn man erst bei Buchung zahlt geht das ja noch.
        Bisher ist die Gebühr im günstigsten Fall 1 Euro bis 5 Euro Fahrkosten, 2 Euro bei bis 25 Euro Fahrkosten.
        Wenn man jetzt keine Kurzstrecke hat und auch wieder zurück fährt, ist es schon günstiger mit dem neuen Modell.

        Insgesamt wird blablacar sich das sicher gut Überlegt haben, das mit dem neuen Modell mehr Geld reinkommt.

  15. Da will man mal einen mitnehmen und muss gleich ein ABO abschliessen.
    Dämlicher kann ein Dienst sich nicht ins eigene Knie schiessen.

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