Bitkom: Tablet-Absatz in Deutschland steigt 2014 um 15%

In Deutschland werden dieses Jahr mehr Tablets verkauft als jemals zuvor. Mit einem Absatzwachstum von 15% wird gerechnet, das ergibt 9,2 Millionen Tablets für 2014, die in Deutschland über die Ladentheke wandern. In Sachen Umsatz müssen sich die Hersteller aber mit einem Plus von 5% begnügen, was vor allem dem sinkenden Preisniveau und der größeren Konkurrenz zuzuschreiben ist. Vor drei Jahren lag der durchschnittliche Tablet-Preis bei über 400 Euro, heute sind es 275 Euro.

iPad 03

Der Kunde freut sich über die gesunkenen Preise und greift somit eher zu einem Tablet als früher, auch weil die Auswahl mittlerweile enorm ist, egal ob es um Hardware- oder Software-Ausstattung geht. 2013 war das bisher beste Tablet-Jahr in Deutschland. Im Vergleich zu 2012 stieg der Absatz um 52% (auf 8 Millionen Geräte), der Umsatz konnte um 36% erhöht werden (auf 2,4 Milliarden Euro). Diese Steigerungsraten wird es künftig wohl nicht mehr geben.

Spannend werden sowieso erst die nächsten Jahre sein. Tablets kauft man nicht so oft nach wie zum Beispiel ein Smartphone. Da müssen sich die Hersteller etwas einfallen lassen. Nur auf Betriebssystem-Updates zu verzichten wird bei den meisten Kunden nicht zu einem Neukauf eines Tablets führen, solange es noch seinen Dienst verrichtet. Erstaunlich sind die Zahlen nicht. Für viele Menschen bietet ein Tablet genug Möglichkeiten, um einen Laptop zu ersetzen. Mails checken und Facebook bespaßen können selbst die schlecht ausgestatteten Günstig-Tablets.

Hier noch die Hinweise zur Methodik von Bitkom: Den Marktprognosen liegen neueste Untersuchungen des European Information Technology Observatory (EITO) zugrunde. EITO liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO (www.eito.com) ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Ich mag mein Dell Venue 8 Pro nicht mehr missen. Privat kann ich damit zumindest mit Bluetooth Tastatur und Maus alles abdecken. Surfen, Mails, Filme schauen, Fotos verwalten und mal das eine oder andere ältere Spiel zocken. Ein iOS oder Android Tablet würde mir aber nicht ausreichen. Ich bin besonders auf die Entwicklung gespannt, welches der Tablet Betriebssystemen sich langfristig an die Spitze setzen wird.

  2. @Maverick
    Geht mir genau so. Das damals doppelt so teure Galaxy Tab 7.7 wird nur mehr als eReader verwendet.
    Das Dell Venue 8 Pro erledigt den Rest.

    Auf einem Smartphone möchte ich Android aber nicht mehr missen. Es erlaubt so vieles was unter WindowsPhone einfach nicht geht.

  3. Ach, Bitkom, der Verein der professionellen Kaffeesatzleser. Nicht, dass der vorliegende „Bericht“ nicht plausibel wäre, aber: Macht sich eigentlich irgendjemand die Mühe und prüft später nach, ob das auch eingetroffen ist, was die ständig orakeln?

  4. Herr Hauser says:

    Will man eigentlich so ständig im Gespräch bleiben durch solche Pressemitteilungen?

    Morgen kommt eines wo man für 2020 irgendwas an Kaffesatzleserei betreibt.