Bitkom-Studie: Elektro-Altgeräte werden von Unternehmen oft an wohltätige Organisationen weitergereicht

Altgeräte ausrangieren – das kennt, glaube ich, jeder von uns. Doch nicht immer wandern diese dann direkt in den Elektroschrott. Wie die Bitkom mit einer neuen Studie darstellt, geben rund 45 % der Unternehmen in Deutschland ihre Altgeräte wie Drucker und Monitore an wohltätige Organisationen ab. Befragt wurden hierfür insgesamt 506 deutsche Unternehmen ab einer Mitarbeiterzahl von 20. Das macht gegenüber einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 2020 doch ein gehöriges Wachstum aus. Damals meldeten noch 24 % der befragten Unternehmen, ihre Altgeräte an entsprechende Organisationen abzutreten.

Doch auch Mitarbeiter bekommen hin und wieder ausrangierte IT überlassen. Waren es im Jahr 2020 noch 14 % der Unternehmen, die so agiert haben, sind es in diesem Jahr schon 20 %. Bei der Weiterverwertung entsprechender Geräte lassen sich die meisten Unternehmen verschiedenste Lösungen einfallen:

  • Fachgerechte Entsorgung: 63 %
  • Einlagerung: 30 %
  • Zurück an den Leasinggeber: 17 %
  • Entsorgung mit dem normalen Gewerbeabfall: 11 %
  • Verkauf an Mitarbeiter zu vergünstigten Preisen: 8 %
  • Verkauf extern: 4 %
  • Verkauf an Dienstleister zur Wiederaufbereitung: 4 %

Thema Wiederaufbereitung: Gerade diese sogenannten „refurbished“ Geräte werden heutzutage für viele Käufer immer interessanter. Eine Umfrage aus dem Januar dieses Jahres hatte ergeben, dass bereits 13 % der damals befragten Personen schon mindestens einmal auf solche Gerät zurückgegriffen haben.

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19 Kommentare

  1. Wenn der Verkauf der alten Hardware an die Mitarbeiter nur etwas einfacher wäre, aber das will der Gesetzgeber ja nicht…

    • Wir haben dafür nen relativ schlanken Prozess. Wenn ein Notebook abgeschrieben ist, kann es gegen schmales Geld abgekauft werden.

    • Ich würde das den Mitarbeiter Verschenken, weil solche Geräte sind schon 10 mal abbezahlt, weil ja 99% per Steuern wider zurückkommt.
      Auch Firmen Autos, Lkws sind alle duzendmal abbezahlt, und auch Gratis Firmen Autos wenn man ein paar Lkws kauft von der Firma Mercedes.

      • Geht nicht, ist ein geldwerter Vorteil

        • Geht schon, der beschenkte Mitarbeiter müsste dann den Restwert als geldwerten Vorteil versteuern. Allerdings dürfte es sehr wenig Firmen geben, die ihre Dienstfahrzeuge kaufen, die sind doch eh alle geleast.

      • Ich wollte schon immer mal ein 40 Tonner von der Firma zu Weihnachten haben!

    • Außerdem fällt ohne Spendenquittung der Steuernachlass weg.

  2. Ich machte das immer mit Laser,
    Wieso ein Billig HP Laser für 280 Euro der 8 Seiten macht und nach 400 Seiten muss man tonne wechseln wo alles beinhaltet auch wenn magenta noch voll ist, und so 2-3 Euro zahlt pro Ausdruck.
    Also kauf ich ein Enterprise hp Drucker wo erneuert wurde, 180 Euro 33 Seiten, 4000 Seiten pro Farbe und schwarz 6000 Seiten da drucke ich 3 Jahre lang.
    Hab vileicht 2-3 Cent pro Seite.
    Strom ist vileicht höher aber hast in ja nicht den ganzen tag an wie in Firma, sondern vom Netz getrennt wenn ich in nicht brauche.

    Naja getrennt in einem Zimmer aufstellen, sonst bringt euch die Frau um.

  3. Mittlerweile empfehle (und kaufe) ich im Bekanntenkreis nur noch Hardware vom gemeinnützigen Refurbisher. Oft sind Laptops im top Zustand und das ganze ist nachhaltiger als Consumergeräte als Neuware zu kaufen. Bei seriösen Anbietern passt auch das Grading in der Regel. Manchmal auch drüber, z.B. mal Leasingrückläufer erwischt die nur eingelagert aber nie in Benutzung waren.

  4. Bis vor ein paar Jahren konnte man bei uns in der Firma (>150k MA) die „Entsorgung“ seines Altgerätes selbst übernehmen, mittlerweile ist das nicht mehr möglich. Es gibt mit dem Hardwarelieferanten einen Vertrag, dass der die Altgeräte zu einem sehr geringen Preis zurücknimmt und fachgerecht löscht und weiterverwertet. Ebenso die iphones, wobei die vom Lieferanten bei Apples DEP registriert geliefert werden, ohne Deregistrierung sind die ja für private Nutzung eher wertlos.
    Spenden von alter Hardware an Schulen usw. war früher üblich, wird heute aus o.g. Gründen nicht mehr gemacht.

  5. Naja, verschenken oder verkaufen an Mitarbeiter ist leider gar nicht problemlos möglich. Denn Buchwert ist nicht gleich Restwert. Das Finanzamt verlangt den Verkauf zu einem Marktüblichen Preis, wenn es verschenkt wird dann muss der Geldwertevorteil abgesetzt werden. Außerdem muss der AG bei Verkauf an den Mitarbeiter immer die gesetzliche Gewährleistung übernehmen. Wenn das alles nicht gemacht wird dann können Probleme in Form von Hinterziehung der: Umsatzsteuer, Einkommenssteuer und noch viel schlimmer: der Sozialabgaben entstehen. Auch wenn es hier nur um verhältnismäßig kleine Beträge geht, kann das bei einer Betriebsprüfung richtig teuer werden.
    Mein Arbeitgeber mietet die Geräte deshalb von einem Dienstleister und am ende der Laufzeit darf ich mein iPhone abkaufen. Ziemlich entspannt.

  6. verstrahlter says:

    Korrekt,

    analog einigen Vorpostern scheuen die Firmen Gewährleistung für HW (aber auch Inanspruchnahme der Fremdfirmen-IT). Sowas könnte man ja klar definieren, aber viele lassen den Aufwand dann lieber gleich, käme ja nur den MA zugute und nicht Aktionären.
    Mittlerweile sind auch Betriebsräte auf das Thema aufmerksam geworden, die Gleiichbehandlung fordern. Weshalb sollte der Bandarbeiter keine Chance auf ein Gerät haben, während der Homeofficehengst quasi gleich dreifache Vorteile zieht? Solange das wie Dienstwagen nicht unbedingt am Bedarf (sondern viel zu oft als ungerechtfertigte Belohnung) den Falschen gewährt wird, bleibt es halt strittig. Sehe auch keinen Trend hin zu Änderung.

  7. Labdoo.org nimmt Laptop-Spenden entgegen. Man kann den gesamten Weg von der Aufbereitung bis zum Empfänger des Gerätes nachverfolgen. Es wird Linux wird Weiterbildungssoftware für Schulen installiert und die Rechner werden weltweit zur Verfügung gestellt. Man kann sich bei Labdoo auch engagieren und z. B. selbst Transport-Pate sein, der ein Gerät zum Empfänger bringt. Ich selbst habe ein altes Lenovo-Laptop meines Arbeitgebers gespendet, das in Afrika gelandet ist. Man sieht auch, wie lange es dort bleibt und später auch wieder zurückgeführt wird an Labdoo.org.

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