Bitkom: Deutschland ist heiß auf Smart Glasses

Der Branchenverband Bitkom hat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit Smart Glasses beschäftigt. Dieser Wearable-Bereich, der vor allem durch Google Glass bekannt ist, kommt in Deutschland immer besser an. Das zeigt ein Vergleich mit den Zahlen vom letzten Jahr. Waren es damals noch 20%, die sich eine Nutzung vorstellen konnten, sind es heute bereits 31% der Personen über 14 Jahre. 13% der Befragten gaben sogar an, dass sie auf jeden Fall eine Datenbrille nutzen werden, vor einem Jahr waren es lediglich 7%.

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Interessant ist auch der Bekanntheitsgrad von Google Glass & Co. 48% der der Deutschen wissen zumindest, dass es solche Geräte gibt. Ein steiles Wachstum, letztes Jahr war die Existenz von Datenbrillen nur bei 27% bekannt. Etwas überraschend ist die Trennung des Interesses nach Geschlecht. Letztes Jahr konnten sich nur 5% der Frauen vorstellen, eine smarte Brille zu tragen, heute sind es satte 33%. Bei den Männern stieg das Interesse zwar auch, aber nicht ganz so drastisch. 9% waren es im letzten Jahr, heute sind es 29%. Ob es an den Designer-Modellen liegt, dass Frauen plötzlich ein stärkeres Interesse zeigen als Männer?

Je jünger die Befragten sind, desto höher ist das Interesse an Smart Glasses. 39% der Befragten in der Altersgruppe 14 – 29 wollen eine Datenbrille aufsetzen, bei den 30 – 49-jährigen sind es nur 33%. Nur? Ja, verglichen mit den Senioren sind dies nämlich weniger. Bei den 50 – 60-jährigen sind es 34%, die eine solche Brille nutzen würden, bei einem Alter von über 65 Jahren sind es immerhin noch 19%.

An dieser Studie sieht man eigentlich recht gut, wie aussagekräftig solche Befragungen von knapp über 1.000 Leuten sind. Ich laufe ja nicht blind durch die Gegend und niemals glaube ich, dass bei den Senioren eine so hohe Anzahl überhaupt von der Existenz von Smart Glasses weiß, geschweige denn so ein Teil auf der Nase tragen würde. Was meint Ihr?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Bei 1000 Leuten eine Studie repräsentativ zu nennen ist schon mutig und für mich nicht aussagekräftig. Müssten mindestens 1 Mio oder mehr sein.

  2. qwertzman says:

    @Dominik du weißt aber schon, dass die Sonntags-Umfragen zur Bundestagswahl mit genausowenig Leuten stattfinden und sehr aussagekräftig sind, oder? 😉

  3. Pro7 fragte in München 100 Personen was die beliebteste Dialekt ist. Ratet mal was gewonnen hat ;D

  4. Ich war grad mit Jugendlichen (13-17) unterwegs und diese sind wirklich heiß auf Google Glass und wären auch bereit, 600 Euro (vom Ausbildungsgeld) dafür auszugeben!
    Ich steige 2015 ein, wenn die leistungsfähigere Version kommt und entscheide dann, welche Version am Sinnvollsten ist: Das günstigere Magermodell oder die teure Powerversion!

  5. Ich war grad mit Jugendlichen (13-17) unterwegs und diese sind wirklich heiß auf Google Glass und wären auch bereit, 600 Euro (vom Ausbildungsgeld) dafür auszugeben!
    Ich steige 2015 ein, wenn die leistungsfähigere Version kommt und entscheide dann, welche Version am Sinnvollsten ist: Das günstigere Magermodell oder die teure Powerversion!
    Sorry für Doppelpost, aber Autofill hat falsche Emailadresse genommen.
    1. Post kann gelöscht werden!

  6. der andere Peter says:

    Also an der Stichprobengröße gibt es nichts zu meckern. Wie qwertzman schon gesagt hat, ist die absolut ausreichend. Wenn die Befragten denn wirklich _repräsentativ_ aus der Grundgesamtheit (also allen Deutschen über 14 Jahren) ausgewählt wurden. Und da habe ich auch meine Zweifel ob der doch sehr optimistischen Ergebnisse.

  7. Ich bin über 60 und würde die Brille nutzen.