Bitdefender Box: Sicherheitslösung für das vernetzte Zuhause ab sofort in Deutschland verfügbar


Das Internet der Dinge – es ist nicht ganz gefahrlos, wenn man den Anbietern von Sicherheitslösungen Glauben schenkt. Logisch, viele mit dem Netz verbundene Geräte verweilen für die Dauer ihrer Nutzung in ihrem Auslieferungszustand, selbst bei bekannten Sicherheitslücken gibt es nicht immer Updates. Damit sich dies beim Nutzer nicht negativ auswirkt, gibt es diverse Angebote von Anbietern von Sicherheitslösungen.

F-Secure hat beispielsweise Sense und auch Avast ist mit seiner Smart Life genannten Plattform in diesem Bereich unterwegs. Ein solches Tool gibt es nun auch von Bitdefender, schlichtweg Bitdefender Box genannt. Die Box schützt beim Nutzer alle mit dem WLAN verbundenen Geräte vor diversen Angriffen, zum Beispiel Malware, Hackerangriffen, Ransomware, Phishing und anderen Online-Bedrohungen.

Untersucht wird der gesamte Internetverkehr, ein Schwachstellen-Scanner meldet unterdessen auftretende Sicherheitsmängel und überprüft jedes dem Netzwerk neu hinzugefügte Gerät. Außerdem informiert die Lösung auch noch darüber, wie das Smart Home besser geschützt werden kann. Auch kann der Anwender festlegen, wer auf welche Weise auf das Netzwerk zugreifen darf. Verwaltet wird die Geschichte über ein Smartphone und die Bitdefender Central App.

Sicherheitsfunktionen der Bitdefender Box:
• Sicheres Surfen (Safe Browsing): Blockiert bösartige URLs zum Schutz vor Phishing und Online-Betrug.
• Schwachstellenbeurteilung (Vulnerability Assessment): Scannt kontinuierlich nach Schwachstellen in der Netzwerksicherheit des Benutzers.
• Elterliche Kontrolle (Advanced Parental Controls): Filtert unangemessene Inhalte und verwaltet den Internetzugang von Kindern.
• Schutz sensibler Daten (Sensitive Data Protection): Stellt sicher, dass keine sensiblen Daten unverschlüsselt gesendet werden.
• Anomalie-Erkennung: Analysiert, wie sich die vernetzten Geräte unter normalen Umständen verhalten, so dass unregelmäßige, bösartige Aktivitäten blockiert werden können.
• Verhinderung der Ausnutzung von Schwachstellen (Exploit Prevention): Blockiert Versuche, Schwachstellen in einem Netzwerk auszunutzen.
• Vorbeugung gegen das Knacken von Passwörtern (Brute Force Protection): Verhindert, dass Hacker Geräte übernehmen können.

Bestellt werden kann die Bitdefender Box ab heute, in den ersten drei Wochen zum Einführungspreis in Höhe von 199 Euro. Später wird die Box dann zu einem UVP von 249 Euro verfügbar sein. Nicht die einzigen Kosten, die auf den Nutzer zukommen, ab dem zweiten Jahr fällt jährlich eine Gebühr in Höhe von 99 Euro an. Ebenfalls im Abo für ein Jahr enthalten: Bitdefender Total Security Multi Device für eine unlimitierte Anzahl an Geräten.

Ob man so eine Lösung heute schon benötigt? Es kommt drauf an. Denn so eine Box kann auch nur vor bekannten Gefahren schützen. Ebenso kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Box selbst Ziel eines Angriffs wird, allerdings dürfte man bei einer solchen Lösung wenigstens Gewissheit haben, schnell mit entsprechenden Updates versorgt zu werden.

Schaue ich in meine WLAN-Übersicht, sehe ich da jede Menge Geräte, die wenigsten davon würde ich als sicher einstufen. Allerdings sehe ich aktuell auch noch keine große Bedrohung, gerade im Bezug auf Smart Home. So eine Lösung nimmt einem das ab, wo vor man sich vielleicht scheut, es über andere – häufig viel umständlichere Wege – zu realisieren. Insofern gibt es sicher einen Nutzerkreis, für den so ein Gerät auch heute schon sinnvoll ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Sensible Daten werden nie wieder ohne Verschlüsselung übermittelt. Diese Funktion erkennt Versuche, Kreditkartendaten, Anmeldeinformationen oder Standortdaten über unverschlüsselte Verbindungen zu senden und blockiert diese entsprechend.

  2. „Wenn man Ahnung von Firewall, IPS, DPI usw. hat[…]“

    Dann gehört man nicht zur Zielgruppe. Die Käufer dieser Systeme wollen sich gerade um diese Dinge keine Gedanken machen und ein subjektives Sicherheitsgefühl erreichen.

    • Was ist in 4 Jahren, ich glaube nicht, dass diese Kisten lang supportet werden.
      Steht eigentlich irgendwo etwas vom maximalen Durchsatz? Was ist wenn doch flächendeckend 1G kommt 😉

      • Sparbrötchen says:

        Formuliere doch das was Du sagen willst nicht als Fragen, sondern als Meinungsäußerung. Das sieht sonst arg nach Herablassung und Getrolle aus, da Du ja schon festgestellt hast, daß das Produkt Deinen erweiterten Fähigkeiten und Bedürfnissen nicht entspricht.

  3. Bin ich der einzige der die Geldschneiderei sieht.
    Das Teil soll 199 Euro kosten später 245 Euro und dazu eine Abo-Gebühr von 99 Euro pro Jahr.

    Die Hardware ist keine 30 Euro wert. (Besser für 30 Euro ein Routerboard von Microtik kaufen)Dazu Filterupdates für 99 Euro im Jahr und Fehlerbehebung die normal sein sollte.

    Soviel zum Wucher.
    Nun zur Realisierung… Wenn das alles funktionieren soll muss sämtliche Internetverbindung darüber geroutet werden. (Es soll Leute geben, die nicht nur PC und Smartphone haben… Aber die sind eh nicht die Zielgruppe)

    Ich prophezeihe mal: das verkauft sich schlechter wie Sonne in der Wüste

  4. Ledergerber says:

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist das kein Gerät, welches mich vor böswilligen und DAU Aktivitäten schützt, es ist nichts anderes als ein IDS. Wie soll es mich denn schützen, wenn der Traffic nur mitgelesen und nicht geroutet wird und entsprechende Scans durchgeführt werden?

  5. Ein beliebte, freie Alternative wäre PI-Hole.
    https://pi-hole.net

    Kann man auf einem Raspberry Pi, Synology NAS o.ä. installieren.

    https://www.youtube.com/watch?v=3GJ2Jqk8wD4
    https://www.kuketz-blog.de/pi-hole-schwarzes-loch-fuer-werbung-raspberry-pi-teil1

  6. Eine weitere beliebte Alternative ist der eBlocker aus Hamburg.

    https://www.eblocker.com/en/

  7. Auch wenn ich das Gerät als neustes „Snake oil“ betrachte, hätte ich mir mehr technische Hintergrundinformationen gewünscht. Was gibt es am Gerät für Anschlüsse? Wie klingt sich das Gerät ins Wlan ein? Muss es mit dem Router verbunden werden und melden sich die Wlan-Geräte dann nur noch an dieser Box an, ohne sich direkt per Wlan mit dem Router zu verbinden?
    Schade, diese Blog hat früher bessere Beiträge gebracht.

    Diese Boxen schießen momentan wie Pilze aus dem Boden. Weitere Kandidaten wurde ja schon genannt, ich ergänze dann mal die Fingbox.

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