Bing setzt ab Sommer auf verschlüsselte Suche

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Microsoft bietet bei seiner Suchmaschine Bing bereits seit rund 1,5 Jahren eine verschlüsselte Suche an, allerdings nur, wenn der Suchende diese bewusst nutzt. Ab Sommer 2015 wird Bing diese Suche nun standardmäßig verschlüsseln. Nutzer haben daraus den Vorteil, dass die Seite, zu der sie geschickt werden, nicht mehr erfährt, wonach gesucht wurde. Betreiber von Webseiten und Werbetreibende werden dennoch erfahren, dass die Besucher von Bing kamen, Werber können zudem auf andere Weise prüfen, welche Suchkriterien am erfolgreichsten waren. Microsoft ist sich bewusst, dass diese Änderung vielleicht nicht bei allen Webseitenbetreibern und Marketern gut ankommt, will dem Nutzer von Bing aber eine sichere Suche bieten, bei der die Daten der Suchenden geschützt sind. Der Nutzer soll sich letztendlich bei Bing sicher fühlen. Wer sich für die Änderung beim Tracking interessiert, findet in diesem Blogpost die entsprechenden Links zu Microsofts Tools.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

6 Kommentare

  1. Ist eigentlich keine Besonderheit mehr, sondern schon jahrelang Standard bei Google. Wundert mich eher, warum die es überhaupt erst so spät einführen.

  2. Verschlüsselung und Referrer sind aber zwei (sehr) verschiedene paar Schuhe!

    Und der Refferer wird weiterhin übertragen (und das zwangsweise auch unverschlüsselt). Auch werden Webseiten-Betreiber über die ganzen lustigen Tools weiterhin nachvollziehen können, wie viele Nutzer über welche Wege (und welche Suchbegriffe) auf ihre Seiten kommen … nur eben nicht ganz konkret bei jedem einzelnen Nutzer.

    Besser sind da Suchmaschinen wie DuckDuckGo, wo erstens keine Referrer an die folgenden Seiten weitergereicht werden und zweitens die Suchbegriffe nicht in der (unverschlüsselt übertragenen) URL eingebaut sind. Eine Verschlüsselung der Seite bringt halt insgesamt recht wenig, wenn die relevanten Informationen (nämlich die Suchbegriffe) trotzdem vollkommen unverschlüsselt und vor allem, an alle die es wissen wollen, übertragen werden.

  3. @Ole
    http://stackoverflow.com/questions/499591/are-https-urls-encrypted

    „Besser sind da Suchmaschinen wie DuckDuckGo, wo erstens keine Referrer an die folgenden Seiten weitergereicht“

    Auch falsch:
    https://duckduckgo.com/?q=whatismyreferer

  4. Weltraummann says:

    Davon abgesehen bin ich mit den Suchergebnissen in Bing mal so garnicht zufrieden:
    Beispielsweise wenn ich nach „lenovo t430s treiber“ suche ist in google der erste Treffer genau die Seite die ich suche. Bing hat dazu gar keine passenden Ergebnisse. Der eine Link führt in den Shop, der andere führt zum 400T ab Treffer Nummer 4 sind die Ergebnisse schon als „ähnliche suchen“ deklariert. Das finde ich sehr schwach und absolut unbrauchbar.

  5. @Ole Sicherer ist Duckduckgo allemal, besitzt als einzige Suchmaschine meines Wissens Forward Secrecy.

    Mit Bing bin ich aber nicht zufrieden.