Billboard 200 Album-Charts berücksichtigen künftig Streaming-Dienste

Seit 23 Jahren werden die Billboard 200 Album-Charts auf die gleiche Weise hervorgebracht, es zählen verkaufte Alben der Künstler. Diese Zählweise ist aber aufgrund der zunehmenden Popularität von Streaming-Diensten und dem Rückgang an Datenträger-Verkäufen nicht mehr zeitgemäß. Das hat man auch bei Billboard gemerkt und wird künftig, beginnend im Dezember, alle großen Streaming-Dienste in die Berechnungen mit einbeziehen. Track Sales eines Albums über die Dienste, sowie reines Streaming werden dabei unterschiedlich gewichtet.

Spotify all offline

Für 10 Songs, die ein Künstler aus einem Album verkauft, wird ein Album-Verkauf gerechnet, ebenso zählt es ein Album, wenn Songs des Albums 1.500 Streams vorweisen können. Die Charts sollen so repräsentativer werden. Für Künstler, die vor allem im Streaming-Bereich erfolgreich sind, kann dies eine bessere Platzierung in den Charts bedeuten. Billboard geht davon aus, dass Künstler wie Ariana Grande, Hozier und Maroon 5 von der neuen Methode profitieren werden, da diese eine sehr starke Streaming-Performance an den Tag legen.

Die traditionellen Verkaufs-Charts werden aber nicht von der Bildfläche verschwinden. Sie werden weiterhin als Top Album Sales-Charts vorhanden sein, ebenso werden die Genre-Charts nur über Verkäufe ausgewiesen. Für eine festgefahrene Industrie, wie der der Musik, ist so eine Änderung der Charts eine große Sache, während sich die meisten Nutzer wohl wundern werden, wo da das Problem liegt. Für die Erhebung der Streaming-Zahlen werden alle großen Streaming-Dienste, wie Spotify, Beats Music, Google Play Music und Xbox Music herangezogen. Was Taylor Swift wohl zu dieser Neuerung sagt?

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Irgendwie musste ich auch sofort an Taylor Swift denken. Hoffentlich kommt Sie zurück zu Spotify.

  2. Brauner Bär says:

    Wieder mal hat die Content Mafia, viel zu spät ihre festgefahrenen Ansichten an die Zeit angepasst.

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