BILD und Adblock: Abgemahnter YouTuber sucht Unterstützung

Bildschirmfoto 2015-11-25 um 09.20.18Wir alle erinnern uns sicher an die Dinge, die im Oktober 2015 passierten. Das Springer-Medium Bild Online zog die Reißleine und sperrte die Nutzer eines Adblockers aus. Kein Lesen der Inhalte möglich, sofern ein Adblocker im Browser des Besuchers scharfgeschaltet ist. Logo, es dauerte nicht lange, da ploppten Methoden auf, wie man diese Adblocker-Sperre umgehen konnte. Auch Tobias Richter gab sein Wissen via YouTube an die Community weiter – und wurde abgemahnt.

Anstatt die Unterlassungserklärung zu unterschreiben, hat man mit einer Kanzlei den Springer-Juristen geantwortet – und bis heute nichts von denen gehört. Die Anschuldigungen gegen seine Person (Umgehung einer technischen Schutzmaßnahme für urheberrechtlich geschütztes Material) möchte Tobias Richter aber nicht so einfach im Raum stehenlassen, stattdessen geht er in die Offensive und möchte sich mit einer negativen Feststellungsklage zur Wehr setzen.

Die Sache ist natürlich: das Ganze kostet Geld, sofern Tobias Richter vor Gericht verlieren würde. Aus diesem Grunde sucht er nun Menschen, die ihm beim Kampf gegen die Bild unterstützen, 7.200 Euro werden gesucht, 13 Tage läuft die Kampagne noch. Sollte er gewinnen, muss Bild die Kosten tragen – dann wird das Geld auf Wunsch an den Spender zurück überwiesen.

Interessant ist natürlich die Frage, ob das Gericht pro Richter entscheidet und feststellt, dass er keine technische Schutzmaßnahme für urheberrechtlich geschütztes Material umgangen hat – beziehungsweise ob das Einsetzen einer Adblocker-Sperre überhaupt ausreicht, um sich als „technische Schutzmaßnahme für urheberrechtlich geschütztes Material“bezeichnen zu lassen.

(danke refreeloader via YouTube)

Bildschirmfoto 2015-11-25 um 09.20.18

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caschy

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43 Kommentare

  1. First World Problem

  2. „dann wird das Geld auf Wunsch an den Spender zurück überwiesen.“

    Auf Wunsch? oO *bereitet mal fix eine Kickstarterkampagne vor um daraufhin insolvent zu gehen und mit der eingenommenen Million ein paar nette Tage zu verbringen*

  3. Springer gibt seinen Content nur her, wenn man sich im Gegenzug die Werbung anschaut. Leistung und Gegenleistung. Warum sollte man jemanden auch noch finanziell unterstützen, der seine Gratismentalität sonst auch für legitim hält?

  4. Bin dabei 🙂 Es geht mir ums Prinzip. Die Argumentation mit dem Urheberrecht darf nicht ziehen. Werde 10 Euro spenden!

  5. Oh, die Contentmafia (sofern man im Falle von BLÖD überhaupt von relevantem „content“ reden kann) ist um 10:45 und 10.46 h schon wach, um dämliche Kommentare zu posten?

    Ist der Nebenjob z. B. des NATO-Trollens auf tagesschau.de gerade wegen „Überlastung der Moderation“ gestoppt und der Druck muss trotzdem raus? Wie wäre es statt dessen mit einem „bullet proof coffee“ oder ein wenig entlastender Handarbeit? Das verschwendet auch weniger Bandbreite und kommt auch noch der Zellstoffindustrie zugute.

  6. @nicooo Klickst Du Dich jetzt durch’s Internet und setzt „First World Problem“ unter jeden Artikel, der nicht mindestens den Weltfrieden behandelt? Kommst Du Dir dabei noch besonders gut und klug vor? Kleiner Tipp: Bist Du nicht.

  7. Bin mit dem Gegenwert von einer Woche Blöd-Zeitung dabei.

    Hmm, also dem reinen Materialwert, nicht den Wert des Inhalts, sonst wäre es ja eine Nullbuchung.

  8. Oh, ist die „Ich kriege alles, was ich will, gratis und ohne Gegenleistung“-Mafia schon um 10:57 wach?

    Wie im Artikel korrekterweise steht, ist es natürlich fraglich, ob es schon ausreicht seinen Inhalt per Werbeblocker-Blocker zu schützen, wenn man nicht möchte, dass da jemand nicht dran kommt.

    Aber sucht doch mal den Vergleich mit der echten Welt:
    Wenn jemand um das Schwimmbad einen Zaun baut und 3€ verlangt, dass man baden gehen kann, dann ist das sein gutes Recht. Man kann natürlich über den Zaun klettern, weil man die Sanitäranlagen nicht braucht, nicht reinpinkelt und sowieso viel weniger Kosten als 3€ verursacht. Es ist aber nicht erlaubt, weil der Anbieter das so entscheiden darf.
    Wenn der Betreiber alle Leute vorher kostenlos herein gelassen hat, gibt einem das immer noch kein Recht, über den Zaun zu klettern.

    Wenn jetzt jemand Lücken im Zaun verrät, dass man einfach so reinkommt, dann ist das vielleicht ein Kavaliersdelikt, aber schadet dem Betreiber trotzdem. Der Betreiber muss aber natürlich irgendwie dafür sorgen, dass auch jeder versteht, dass er nicht da rein darf – der Zaun muss also schon entsprechent gebaut sein. Hier ist nun zu klären, ob der Betreiber letzten Endes genug gemacht hat.

    Ich bin aber durchaus auf Seiten der Bild – die stecken Arbeit rein, machen unmissverständlich klar, dass man entweder zahlt oder Werbung schaut, und können somit auch auf ihr Recht pochen. Die Content-Qualität (oder das Angebot des Schwimmbads) spielt dabei überhaupt keine Rolle – wenn es sowieso schlecht ist, dann nutze es nicht.

  9. Ich verstehe die Problematik nicht. Der einzelne Nutzer entscheidet was auf seinem Bildschirm angezeigt wird. Wenn eine Firma Inhalt im frei zugänglichen Internet anbietet muss sie damit rechnen dass es x Leute gibt die der Werbung keine Beachtung schenken. Ob das nun durch Ignorieren, Wegschauen oder technische Mittel gemacht wird ist gleichbleibend.
    Die Firma ist dafür verantwortlich die passende Entscheidung zu treffen ob man es frei zugänglich oder hinter einem Zugang veröffentlicht. Hier würde es anders aussehen, wenn man Anleitungen anbietet wie man zb einen passwortgeschützten Zugang aushebelt.
    Synchron hierzu das Free-TV Angebot. Ich kann Werbung schauen, ignorieren, „wegschauen“ oder technisch Umgehen (Aufnahme etc). Bzw. dafür bezahlen ohne Werbung die Filme zu genießen.

    Der Springe*-Verlag sucht einfach nur einen Sündenbock für eigenes Vermasseln.

  10. @Felix: Ok, ist wahrscheinlich ein Fehler, so einem uniformierten Kommentar Aufmerksamkeit zu schenken, aber hier geht es nicht um jemanden, der durch „Gratismentalität“ auffällt, sondern um einen Konzern, der mMn rechtswidrig kleine Youtube-Kanäle mit hanebüchenen Begründungen abmahnt, weil er sein Geschäftsmodell von einem 2000-Abonnenten-Kanal bedroht sieht.

  11. Wenn die „Bild“ will, dass ihre Inhalte beim Nutzer so angezeigt werden, wie sie es wünscht, soll sie einen eigenen Browser entwickeln, der Adblocking verhindert. So macht „Sky“ das beim Fernsehen mit seinen Receivern ja auch. Erst alles öffentlich verbreiten (der Reichweite und Meinungsbildung wegen) – und sich dann darüber beschweren, dass die Leute das freie Angebot so nutzen, wie sie es wollen, passt nicht zueinander.

  12. Generell würde ich es ja gerne unterstützen, aber wo ist die rechtliche Gewährleistung, daß beim Erfolg der Kampagne auch wirklich das Geld dafür verwendet wird?
    Es wäre ein Unding, wenn BLÖD damit durchkäme, weil es sonst weite Kreise zieht. Wehret den Anfängen.

    @nicooo:
    Na, besser als ein Sprachproblem. Wenn schon englisch, dann richtig: First world problem.

  13. @THO – ich würde lieber dir mein Geld spenden! Gut geschrieben aber ich denke die „ich will alles“ Gauner werden es eh nicht verstehen.

  14. Entweder man akzeptiert die Monetarisierung einer Plattform und konsumiert deren Content oder man meidet die Plattform.
    In sofern finde ich es nicht gerade Unterstützenswert.

  15. @Yellowbear: Erinnert mich irgendwie auch an die Apfel Firma, die kleine Bäckereien verklagt weil sie einen (nicht angebissenen) Apfel als logo verwenden. Ich finde solche Firmen (B*ld und Apfel) einfach nur peinlich bei diesen vorgehen. Und genau deshalb meide ich solche Firmen auch. B*ld.de habe ich glaub ich 2014 zur WM das letzte mal besucht. Es gibt wesentlich bessere Portale.

  16. @THO *daumen hoch* perfekt auf den punkt gebracht.

  17. Sollten da nicht die Leute hinter ABP helfen? Ich bin der Meinung, die müssten genügend Mittel haben, durch die ganze Kohle, die sie für das whitelisten kriegen?

  18. Mittlerweile ist der Einsatz von Werbe-/Scriptblockern doch reiner Selbstschutz.

    Früher hatteste auf ner Seite irgendwo 2-3 kleine Werbebanner die still vor sich hingedümpelt haben.
    Heute begrüßen Dich gleich 2 pop-ups und n Video startet ungefragt.

    Und das ist nur die Werbung – da reden wir noch nicht vom tracking.

    Jaja der arme Springer Verlag – die stehn alles andere als kurz vor der Pleite^^

    Ich wage mal die Behauptung – n Großteil der Bild-Surfer weiß nichtmal was n Ad-/Scriptblocker ist. Und die die suchen auch nicht diesbezüglich nach ner Anleitung.

    Man könnte auch einfach Werbung schalten die ohne entsprechendes tracking auskommt. Dann wärs auch egal ob Blocker genutzt werden.
    Die Plakatwand auf der Strasse zählt schließlich auch nicht wer da stehen bleibt, und die sich ansieht (hoff ich zumindest^^).

  19. Ich sehe es genau wie Felix.

    Und wer Anleitungen ins Netz stellt, die am Rande der Legalität sind, muss auch damit rechnen Post vom Anwalt zu bekommen und das kostet halt. Youtuber verdienen doch mit Klicks Geld dachte ich immer. Wo bleibt denn da meine Beteiligung daran? Ne ne das soll er mal schön selbst ausbaden.

  20. Ich bin gerne bereit Werbung durchzulasen, aber das blinken und da ein popup, und hier ein Video, was teils erheblich den eigentlichen content verdeckt, tu ich mir freiwillig nicht an. Daher entweder adblock funktioniert, oder Seite wird einfach nicht besucht.

    Ohne adblock ist es nicht mehr auszuhalten, gab dazu schönen Test auf sempervideo

  21. Der Nutzer soll entscheiden was auf seinen Rechner kommt. Wenn dieser sich gegen Werbung und die dazugehörigen Gefahren für sein System entscheidet, wo ist das Problem?

    Wer seinen Content monetarisieren will hat genug Möglichkeiten diesen auch technisch abzusichern. Ein bisschen Javascript ist allerdings KEINE Absicherung! Denn genau diese Skripte sind es wo wieder der Nutzer entscheidet ob sie auf seinem System ausgeführt werden dürfen oder nicht. So sollte es jedenfalls sein…

    Das hat doch alles nichts mit der gern zitierten Kostenlosmentalität zu tun. Wer Werbung anzeigen lässt bietet frei zugänglichen Content, bittet aber um freiwillige finanzielle Unterstützung der Nutzer. Wem dieser freiwillige Beitrag nicht reicht der kann seinen Content dann leider auch nicht mehr frei zugänglich zur Verfügung stellen.

    Solange Bild ihre Artikel nicht hinter einem Shop oder Abosystem versteckt ist der Content frei zugänglich und jeder hat das Recht sich diese anzusehen UND zu entscheiden was vom servierten Content angezeigt wird.

    Leider alles nur Theorie und Wunschdenken. Schade. Demnächst hängen wir halt irgendwelche Poster an unsere Haustür und jeder der vom Gehweg oder der Straße aus einen Blick auf besagtes Poster wirft wird zu Kasse gebeten…

  22. @THO: Danke, endlich mal jemand, der weiter als von zwölf bis mittags denkt.

    @Horst: Genau den von Dir beschrieben Ansatz ist B*LD ja gegangen, indem sie bei detektiertem Adblocker verhindern, daß Inhalte ausgeliefert werden. Wenn das jetzt großflächig umgangen wird (u.a. auch mit solchen Anleitungen), dann erweist man den Nutzern einen Bärendienst und es wird dann unweigerlich zu einem Wettrüsten der Adblock und Anti-Adblock-Fraktionen geben, bis dann am Ende die Inhalte wie vor 15 Jahren nur noch mit ganz bestimmten Browsern auf ganz bestimmten Plattformen wiedergegeben werden können.

  23. @THO: Um im Bild zu bleiben: Dein Schwimmbadbesitzer wird nicht auf die Idee kommen, denjenigen zu verklagen der auf die Lücke aufmerksam macht, sondern diejenigen die durch den Zaun schlüpfen. In so fern ist dein Beispiel perfekt geeignet zu begründen, warum man Tobias Richter unterstützen sollte.

  24. Hmm.. Was TV Werbung angeht, so hat die „FernsehFee“ ja den bzw. die Prozesse gewonnen. Warum sollte so etwas ähnliches für das Internet illegal sein??

  25. Bild schaue ich nie, aber mir gehen die Doofen Werbedinger auf Sport1.de aufn sack, gibts da auch was?

  26. @Fraggle Ich will mich ja nicht auf das Niveau runterlassen…
    Aber – bei Überschriften bzw. feststehenden Begriffen wird alles – außer Präpositionen und nebenordnenden Konnjuktionen – groß geschrieben. Da in diesem „Begriff“ nichts dergleichen vorkommt, hat das so schon seine Richtigkeit.

    Achja – heutzutage heißt es „dass“ und nicht „daß“ *Korinthenkacker*

  27. Weiß jemand wie Google die Sache bewertet? Immerhin verstößt Bild gegen die Google Webmasterrichtlinien und zeigt dem bot andere Daten als dem Nutzer. Damit wären sie qualifiziert aus dem Index zu fliegen. Evt. Sind die in der normalen Google Websuche schon gar nicht mehr vorhanden?!

  28. Schon komisch was hier teilweise für Mist gepostet wird *hust* THO *hust*
    Timo bringt es auf den Punkt. Wir werden sehen, was dabei rauskommt.

  29. Da fehlt ein wichtiges Wort. Im Urheberrecht heißt es nämlich, dass keine WIRKSAMEN technischen Schutzmaßnahmen umgangen werden dürfen – Tja und da ist schon der Hacken an der Sache: eine Schutzmaßnahme kann NIEMALS wirksam sein, wenn man diese umgehen kann. Aber das kapiert leider irgendwie kein studierter Jura-Trottel. Aber sowas ist ja eigentlich normal in Deutschland, in welchem die Gesetze, die sich um modernere Dinge drehen auf nem gefühlten Stand von 1980 sind.

  30. Ich muss hier diesesmal auf der Seite des Springer-Verlags stehen, bzw. auf der Seite der Webmaster. Der Journalismus von Bild.de finanziert sich nunmal durch Werbung. Ob der Content nun von Qualität ist, darüber lässt sich streiten – ebenfalls darüber, ob soviel Werbung wie auf Bild.de benötigt wird bei so hohen Zugriffszahlen. Das mit dem Datenschutz sei mal dahingestellt, der Content ist öffentlich verfügbar.

  31. Ich freue mich auf den Tag an dem der Springer-Verlag nur noch durch seine Rechtsabteilung finanziert wird. Was tragen Werbebanner z.Z. noch bei? Bekommt man die nicht geschenkt dazu?

  32. @caschy: Sicher das es sich hierbei um den Springer-Verlag handelt? Mir wäre das neu und dem Springer Verlag wohl auch recht peinlich Bild rausbringen zu müssen.
    Es ist der Axel-Springer-Verlag. Bitte dies Ändern!!!
    Gleiches gilt auch für Julian und Duma

  33. Meine 50 ct dazu:
    Manchen AS Fans sollte folgendes klar sein: AS hat die Preise seiner Printmedien über Jahre hin erhöht. Das klassische Blatt fürs Klo wirft aber immer weniger ab. Seitdem Bild Online war, gab es erst alles Gratis. Dann kam das Plus-Modell, wo einige News gegen Entgelt zu lesen waren. Blöd nur das die gleichen News bei der Konkurrenz umsonst waren. Die Abo-App etc. laufen auch nicht wie gewünscht u. der Umsatz bricht weiter ein. Dann wurden die Leser mit Werbung zugemüllt u. verschafften sich freie Sicht mit Addblockern. Nun werden diese bekämpft. Fazit: Bild hat fertig. Wer da meint trotzdem noch lesen zu müssen u. dem Käseblatt die Treue zu halten ist ein Trash-Junkie und unbelehrbar.

  34. @THO:
    Um mal bei der Schwimmbad Metapher zu bleiben. Bei dem Bildbeispiel verhält es sich so, dass der Schwimmbadbetreiber den Zaun auf meinem Grundstück (Computer) aufgebaut hat und sich anschließend darüber beschwert, dass ich seine Bezahlschranke nicht verwende.

    Stellt euch vor, RTL2 kommt dahinter, dass jemand während der Werbepause aufs Klo verschwindet und dafür einen finanziellen Ausgleich verlangt 😛

    Ich gönne jedem Webseitenbetreiber, auch der Springerpresse, Einnahmen durch Werbung. Aber dieses „den Hals nicht vollkriegen können“, Einnahmen von Google haben wollen und kleine YouTuber finanziell auszuboten (oder zumindest damit zu drohnen) finde ich einfach nur widerlich!

  35. Das benötigte Geld ist bereits zusammen gekommen. Hoffentlich fährt der Anwahlt mit Tobias ein erfolgreiches Verfahren. Drücke die Daumen

  36. Axel-Springer sollte Apple verklagen, anscheinend ist ihnen das Vorhandensein solcher Blocker erst aufgefallen, alls sie von Apple ermöglicht wurden.

  37. Axel Springer scheint ja noch genug Kohle zu haben, wenn all die Leute bezahlt werden können, die seit neuestem im Kumpelton gegen Adblocker hetzen.
    Es ist ganz einfach, Freunde: Mein Bildschirm. Mein Rechner. Und der ruft ab, was ich will. Und nicht, was ihr drauftun wollt.

    „Aber dann wäre Werbefinanzierung ja gar kein Geschäftsmodell mehr!!!“

    Denkpause.

    Denkpause.

    Denkpause.

    Genau. Und das ist gut so.

  38. Mir ist klar, dass das Thema sehr kontrovers ist. Ich habe aber leider noch keine Argumentation gelesen, die meine Meinung ändern würde, würde mich aber freuen, wenn noch eine kommt.

    Mir ist auch klar, dass Bild „ihr Geld nicht wert ist“, „blöd ist“ und dass alle Werbung „trackt, virenverseucht ist und alles langsamer macht“. Aber Selbstjustiz ist auch hier nur bedingt angebracht, weil es eher zum Wettrüsten anstachelt.

    @Timo Falk: Das grundsätzliche Vorgehen von Bild, dass gleich Unterlassungserklärungen geschickt werden, ist sicherlich unangebracht. Aber wenn wir ehrlich sind: Eine nette Aufforderung, die Anleitung zu entfernen, hätte auch nichts geändert. Verklagt haben sie ihn auch wieder nicht – er legt sich ja selbst mit denen an.

    Der Schwimmbadbesitzer den „Verräter“ der Löcher sicherlich auch angehen. Hier wäre es vermutlich erstmal ein Platzverweis. Bei wiederholtem Vorgehen, könnte man da aber bestimmt auch mehr machen, insbesondere wenn die Umgehung des Zaunes für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, also zum Beispiel in der Zeitung abgedruckt wird.

    @ulkfisch: Dein Beitrag hat zwei Inhalte, dem ersten möchte ich widersprechen:
    Der Schwimmbadbesitzer baut den Zaun auf seiner Webseite auf: Wenn du nicht draufgehst, kommt auch nichts auf deinen Rechner. Genau genommen, schützt er dich jetzt sogar vor der gefährlichen Werbung, erkennt deinen Blocker und warnt dich.
    Im Schwimmbadwasser ist auch Chlor, das könnte deiner Haut schaden. Gehst du nicht rein, schadet es deiner Haut nicht. Willst du baden, nimmst du das in Kauf oder du musst dir was anderes suchen.

    Der zweite Teil geht darum, dass die großen Konzerne raffgierig sind und andere Leute ausboten. Das nervt mich auch, da stimme ich dir zu, es kotzt mich manchmal an. Dennoch hat es mich nicht zu interessieren, wie viel Geld sie rauspressen wollen und tatsächlich bekommen. Wenn man den Inhalt will, muss man eben was dafür geben. Zumal die Inhalte bei bild.de leicht austauschbar sind, das ist in manchen Monopolmärkten deutlich schwerer möglich.
    Abgesehen davon sehe ich in dem konkreten Fall aktuell kein Fall von „ausboten“, sondern eher von „Selbstschutz“.

    @Dave Dz: Dein Punkt ist eigentlich genau das Kernproblem – würdest du einfach sachlich blieben. Die Frage ist immer: Wie wirksam muss der Schutz tatsächlich sein? Tatsächlich kann ich auch in dein Haus einbrechen (Schlüssel nachmachen, Scheibe einschlagen, …). Aber ist es deshalb erlaubt, nur weil ich es kann? Es ist doch offensichtlich, dass ich es nicht darf. Und ich darf eben auch nicht auf bild.de mit Adblocker …

    @Jörg: Was wäre denn dein Geschäftsmodell? Das ist eine ernstgemeinte Frage!

    P.S.: Nur um das klarzustellen: Ich benutze auch Adblocker, komme mit der Werbung auf manchen Seiten auch nicht klar und hätte am liebsten gar keine Werbung. Ich schalte aber den Blocker auf Seiten, die ich regelmäßig benutze aus, weil ich die Anbieter unterstützen möchte.
    Das tut mir für Seiten Leid, auf die ich zufällig stoße, aber ich versuche eben auch Kompromisse zu finden.

    Bild nutze ich eben nicht (mehr), wenn ich mit meinem Blocker die Inhalte nicht sehen kann. Früher kam man halt doch immer mal wieder über Google/Facebook/… drauf.
    Ich mache mir aber i.d.R. auch keinen Account auf Webseiten, bei denen ich den gesamten Content nur mit Account sehen kann, weil mich das nervt.

    Aktuell ist die Lösung von Axel Springer für mich recht freundlich: Wer zahlt, bekommt den Mehrwert. Wer sparen will, schaut Werbung. Wens nicht interessiert, der wird höflich abgewiesen.

    DISCLAIMER: Ich werde weder von Axel Springer geschmiert noch von Ablock-Gegnern oder der GEMA unterstützt und leider kriege ich auch nichts vom Caschy, wenn ich hier versuche ernsthaft zu diskutieren 😉

  39. @THO: Doch bekommste: Lob, Anerkennung und nen virtuellen Schulterklopfer 🙂

  40. Ich bin auch der Meinung von THO.

    Und die Leute die meinen Adblocker nutzen zu müssen: Wer zwingt euch die Seiten aufzusuchen wo euch die Werbung nervt? Steht da jemand mit einer geladenen Waffe neben eurem Rechner? Das klingt immer so als ob ihr keine andere Wahl hättet!!!? Was macht ihr im Supermarkt wenn euch die Musik nervt? Lautsprecher rausreisen? Anlage abschaltet?

    Ich persönlich gehe überhaupt nicht auf die Bild Seite, da ich diesen Verein nicht unterstützen möchte. Und ansonsten meide ich Seiten mit Werbung die mich nervt, oder ich ignoriere die Werbung. Ich sehe das genauso wie wenn ich irgendwo zu besuch bin. Nicht meine Grund – nicht meine Regeln! Und wenn es mir nicht gefällt, dann gehe ich.

  41. Das Supermarktbeispiel stimmt so nicht.
    Passender wäre:
    Du gehst durch n Aldi und vom Eingang weg folgt dir jemand der Dich
    a: mit Werbung für Reisen nach Saudi-Arabien, Werbung für Viagra, Werbung für PKW und ggf die neusten Trends der Haarentfertnung zutextet
    b: er notiert sich jenau wo Du wie lange stehen bleibst und welche Produkte Du in Einkaufswagen packst
    c: erfolgt Dir noch bis zum Auto und notiert da Nummernschild, Marke, Farbe, Baujahr usw.

    Natürlich muß man nicht in einen solchen Supermarkt gehen, keine Frage.

    Wenn ich allerdings in den Supermarkt gehen kann und dem Typ am Eingang sage: „Bleib da stehn, ich kann alleine einkaufen“ und der bleibt da – passt es.

    Davon ab wird nix beschädigt!

  42. Sysadmin Margarethe says:

    Einfache Sache:
    Solang für Contentbetrachtung keine echten Kosten für den User angekündigt sind, kann man auch keine einfordern. Verpasste Werbeeinnahmen hat A.S. durch fehlerhafte Programmierung selbst verschuldet.

    Ich finde etwas Dankbarkeit/kleiner Obolus für die Offenlegung/Bekanntmachung der „Lücke“ im System sollte da schon drin sein. Verkehrte Welt.

  43. Es sollte doch klar sein das Werbung auch ohne Tracking möglich ist, demzufolge auch mit AdBlocker und Co.
    Dummes Geschwätz von Gratismentalität1
    Daten wolln´se Daten !!!

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