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Besser Bildungsfernsehen als bildungsfern sehen – ARD und ZDF mit zahlreichen Bildungsangeboten

In einigen Bundesländern sind die Ferien beendet. Manchmal ist die Schule zu, anderenorts wird es den Eltern überlassen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Da hat die (Familien-)Politik auf ganzer Linie versagt, denn in dieser Situation müssen auch einmal Regeln gemacht werden, die einfach verständlich und durchgängig sind.

Falsche Politik kann man sicher auch vielen Entscheidern vorwerfen, wenn es um digitale Schulen oder um Homeschooling geht. Vieles ist PDF-Weitwurf über irgendwelche WhatsApp-Gruppen. Das Lernen, welches fördert, fordert und Spaß machen soll, verkommt in einen drögen Hausaufgaben-Marathon, der nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern schlauchen kann.

Seit Beginn der Pandemie haben auch die Öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten aufgeholt und versorgen Kids mit Bildungsfernsehen. Nun darf man natürlich nicht darauf vertrauen, dass alles, was man dort sieht, auch wirklich immer passt oder dies gar den Unterricht ersetzt, doch als Ergänzung kann man vieles vielleicht einmal schauen.

Die Programmangebote der ARD für Homeschooling wurden nun auf einer separaten Seite gelistet. Die ARD bietet traditionell zahlreiche Bildungsangebote an für Kinder und Jugendliche. In der Corona-Pandemie wurden diese Angebote im Fernsehen, im Radio und online ausgeweitet. Da kann man auf jeden Fall mal reinschauen, wenn man einen Einstieg in die Angebote benötigt.

Zudem gibt es ab heute auf allen Plattformen des Kinderkanals von ARD und ZDF (KiKA) für insgesamt drei Wochen „Sonderprogrammierungen“ geben. Das ZDF habe bereits sein Angebot unter dem Titel „Terra X plus Schule“ in der ZDF-Mediathek und auf dem entsprechenden Youtube-Kanal „beträchtlich verstärkt“, des Weiteren kommen jede Woche neue Videos aus den Bereichen Erdkunde, Biologie, Chemie und Physik hinzu.

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Mit Planet Schule bieten WDR und SWR außerdem umfassende Hintergrundinformationen im Netz zu lehrplanrelevanten Themen, wie beispielsweise Klimawandel, Mittelalter, Ludwig van Beethoven oder das Grundgesetz,

Auch der deutschlandfunk hat eine separate Seite, die sich vielleicht lohnt. „Genau – Wissen für zu Hause“ heißt sie und wer zum Beispiel immer wissen wollte, wie man aus physikalischer Sicht richtig Reis brät, wo unser Geld wirklich herkommt oder wie sich eine glückliche Ehe berechnen lässt, wird hier fündig.

Wichtig ist aber aus meiner Sicht: Das ganze Programm ist sinnfrei, wenn das nicht betreut wird. Es bringt nichts, wenn das Kind den ganzen Tag Bildungsfernsehen guckt, aber damit nicht gearbeitet wird. Das Ganze bringt erst etwas, wenn das mit der Lebenswelt des Kindes verbunden wird, das Kind das reflektiert und auch was damit macht, also anwendet auch Aufgaben.

Dennoch: Besser Bildungsfernsehen als bildungsfern sehen.

Abschließend möchte ich auch noch einmal auf die Lern-App Anton hinweisen. Die hat aus meiner Erfahrung heraus mit ihrem Mix aus Wissen und Spiel einiges richtig gemacht und kommt beispielsweise bei meinem Sohn (bald 7) gut an.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Wieviel Kohle bekommt ihr eigentlich vom ÖRR damit ihr für die Werbung macht?

    • Außer Kommentaren wie dem deinen bekommen wir nichts für unsere Beiträge.

      • Tut mir leid, Caschy, dass Du immer wieder so etwas lesen musst. Da kann ich schon verstehen, dass Du unter manchen Beiträgen die Kommentarfunktion komplett deaktivierst.

        Was die Integration der Inhalte in die Lebenswelten anbetrifft, würde ich es noch anders formulieren. Reines unidirektionales Konsumieren von Inhalten ist eine reine passive Aufnahme von Informationen. Von den Informationen bleiben wenige hängen, noch weniger Informationen werden durch intrinsische Reflektion des Schülers zu Wissen umgewandelt. Und so entsteht wenig Neues, wenn man ein Thema isoliert bearbeitet.

        Betreuter Unterricht hat deshalb meist mehr zum Gegenstand. So beginnt der Einstieg in ein Thema meist mit der Motivation, bei der das Interesse für ein Thema geweckt und die Aufnahmefähigkeit erhöht werden soll. Danach erfolgt das Erarbeiten von Inhalten, gefolgt von einer Vertiefung des Stoffs, meist durch Interaktion zwischen den Schülern bzw. jedes Schülers mit dem Unterrichtenden. Zum Schluss kommt dann noch die Vertiefung des Stoffs, z.B. durch Verknüpfung des Wissens, vergleichenden Analysen oder Recherchearbeiten zu einem Vertiefungsthema.

        Selbst als Erwachsener kann man also nicht jedes beliebige und vor allem unbekannte Thema alleine erarbeiten. Den Heranwachsenden fehlen jedoch noch die Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen, um alle Techniken in Eigenregie anzuwenden. Diese zu lehren, ist eine der Kernaufgaben des Lehrkörpers.

    • Von den 8 Milliarden kann man schonmal 1 bis 2 Millionen abzweigen. Dann sieht es wenigstens ein bißchen so aus, als würde man dem eigentlichen Bildungsauftrag gerecht, so wie in langvergessenen Zeiten, als es morgens noch Schulfernsehen gab.

      • Hallo Reiner , zumindest was die Wandlung der 3. Programme von Lehrfernsehsendern zu sog. „Vollprogrammen“ angeht gebe ich Dir Recht. Das was heute als „Neuheit“ angepriesen wird, hatten wir zu meiner Schulzeit – natürlich mit den damals gängigen Formaten und Verbreitungswegen: Schulfunk in Hörfunk- und Fernsehen, landesbildstellen die 16-mm-Filme und Tonbänder (ja die Dinger mit Spule, ich lernte in der 3. Klasse Tonbänder einfädeln , können heute viele junge Erwachsene nicht mehr ) ausliehen. Digitalisierung und Eltern und kinder mit Schule zu hause alleine lassen ist keine lösung. Schulbücher und anderes Lehrmaterial – ja ich glaube noch an das gedruckte Buch , das funktioniert auch auf dem land, im Wald , ohne Strom , wenn man tagsüber liest und ohne DSL-Anbindung!) als Eigntum und nicht Leihbücher – all das hatte ich als Schulkind und fühlte mich mit einem klassischen Unterricht mit Klassenlehrer, festen Jahrgangsstufen und einem nicht nach lust und Laune abwählbarem Fächerkanon gut versorgt … bis heute, so ich sschon pensionär bin.

    • Du solltest den Beitrag lesen. Da steht ein wichtiger Satz für dich drin:

      „Besser Bildungsfernsehen als bildungsfern sehen.“

  2. Sehe ich auch so. Die bekommen so viel Geld, wird Zeit dass die umkrempeln und das Geld nützlich einsetzen

  3. Sind über Nacht alle Schulbücher verschwunden? Ich finde diesen Multimediafetisch regelrecht albern, man kann sich auch mit seinen Kindern hinsetzen und deren Bücher durcharbeiten.

    Ob ein Senderverbund, der es in den Hauptnachrichten regelmäßig nicht mehr hinbekommt, die eigene Landesflagge richtig rum abzubilden, eine gute Adresse für Bildung ist, muss jeder für sich selbst beantworten.

    • Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber zu meiner Schulzeit waren die Schulbücher Begleitmaterialien für den Unterricht, das „Hauptmedium“ waren die Lehrer. Und über das entsprechende Wissen überhaupt zu verfügen (auch wenn man es vor etlichen Jahren mal selber gelernt hat), ist die eine Sache. Dieses kind- und jugendgerecht vermitteln zu können, eine ganz andere.

      • Zu jeder Schulzeit war das so. Oder anders gesagt:

        „Kompetenzen werden im Unterricht mit Hilfe der Lehrerinnen und Lehrern bei den Schülerinnen und Schülern entwickelt. Kein Schulbuch oder andere Hilfsmittel können Kompetenzen vermitteln, sie können nur Material in Form von inhaltsvollen Texten, Fotos, Graphiken und guten Aufgaben zur Kompetenzentwicklung zur Verfügung stellen. “

        Quelle: Klett Schulbuchverlag

    • Multimediafetisch?
      Das Bildungsfernsehen in den Dritten hatte laaange Traditiion, gab es schon ‚vor dem Internet‘.
      z.T. wurde es sogar innerhalb des Schulunterrichts angesehen.

  4. Benjamin3005 says:

    Ich finds super, wenn ich über meinen „Techniknews“ Channel etwas ziehen kann, was mir in meinen realen lebenswelten Informationen gibt. gleich paar Links an Eltern weitergeleitet. Und die Anton App ist super ja.

  5. „Berufseinstieg als Influencer“ und für häusliche Lebensvorstellungen im Kinderkanal: „Wie genüge ich vormodernen Rollenbildern in der Partnerschaft?“
    Etwa so? 🙂

  6. Sch0penhauer says:

    Die ÖR kommen endlich Ihrem staatsvertraglichen Auftrag nach, anstatt Tatort und Traumschiff und der zigsten Polit_Talkshow inkl. Genderpause, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt!

    Wenn jetzt weniger politische Agitation und mehr echte Bildung auf dem Programm steht, finde ich mit dem Verein evtl. auch wieder Frieden.

    Die sollten sich die BBC als Vorbild nehmen. Qualitativ bessere Inhalte bei weniger Budget.

  7. Die Familienpolitik kann man aber jetzt finde ich eher schlecht für den Bildungsföderalismus verantwortlich machen. Es sollte viel eher überlegt werden ob man wirklich die Bildung den einzelnen Bundesländer so überlassen kann, gerade das Thema digitalisieren ist zu wichtig als das man es jedem Bundesland überlässt.

  8. Das Framing des ÖRR fängt leider schon bei den Kleinsten an, siehe Kika und Microchip. Daher traue ich den Brüdern nicht mehr.
    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/8471363-unglaublich-kinderkanal-kika-kindern-rfid-chip-schmackhaft-gemacht

    • Als erstes sollte man lernen, dass hinter Clickbait-Überschriften nicht immer Falsches steht, aber selten wirklich Sinnvolles. Das machen die ÖR schonmal sehr gut, im Gegensatz zu diversen Onlinemedien.

      Und das Bargeld gibt es ja (zum Glück) immer noch, obwohl es laut dem 5 Jahre alten Artikel ja schon 5 Jahre vorher klar war, dass es abgeschafft wird. Kann also nicht ganz so schlimm gewesen sein.

    • Das zusammenhangslose und dumme Gelaber ist genau so zum Kaputtlachen wie die traurigen Gestalten, die auf diese Typen reinfallen. Fang an, selber zu denken.

  9. Ich find’s super, dass von den ÖR mehr Unterstützung für das Homeschooling kommt.
    Was ich aber schade finde, im Artikel wird wieder nur angesprochen, wie schlimm das bildungspolitische Versagen ist. Was dabei auf der Strecke bleibt ist, dass unzählige Lehrer und Lehrerinnen sich den Allerwertesten aufreißen, um die Kinder unter den widrigen Umständen zu versorgen. Meine Kids sind in der Grundschule und deren Klassenlehrerinnen versuchen alles, um ein möglichst spannendes, abwechslungsreiches und auch für die Eltern nachvollziehbares Unterrichtsprogramm zu gestalten. Da kann man lange drüber diskutieren, wer jetzt wo wann was bildungspolitisch falsch gemacht hat, und was man verbessern könnte, wichtig ist gerade nur, dass ein sinnvolles Lernprogramm bei den Schülern ankommt.
    Hier passiert das, Dankeschön dafür!

  10. Mann wenn ich diese Kommentare lesen. Über die Dritten ist es bereits seit Jahrzehnten die möglich nebenbei Abitur zu machen. Kenne viele die das gemacht haben. Die Angebote sind vielfältig und bis auf die Bücher in der Regel kostenlos. Aber dem Deutschen kannst du vorsetzen was du willst, es ist nie gut genug. Könnte er ja nicht motzen und geifern.

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