Bergwerk 360 Grad: Mit dem WDR virtuell einen Einblick in den Alltag unter Tage bekommen

Erneut ist es der Fernsehsender WDR, der seinen Zuschauern und allen anderen Interessierten unter Zuhilfenahme der virtuellen Realität ein Thema näher bringen möchte, für welches einige ansonsten wahrscheinlich nie wirklich das nötige Interesse aufgebracht hätten, um mehr darüber zu recherchieren. Diesmal geht es um Steinkohle-Bergwerke in Nordrhein-Westfalen oder besser: um die Erinnerung an diese und die eindrucksvolle Welt unter Tage.

Gegen Ende dieses Jahres schließen nämlich auch die letzten Steinkohle-Bergwerke in NRW und hinterlassen dabei zahlreiche Erinnerungen und vor allem Menschen, die von jener Ära wirklich geprägt wurden. Was es bedeutete, in einer Zeche zu arbeiten, was es alles zu sehen gibt und wie man sich da unten fortbewegt, das alles möchte der WDR mit seinem Projekt „Bergwerk 360 Grad“ an die Zuschauer weitergeben.

Über ein Jahr habe die Produktion des Ganzen in Anspruch genommen. Dabei unterteilt sich die Tour in drei Bereiche:

  • Die „4D Experience“, bei der man in die Haut eines Kumpels vor 100 Jahren schlüpft und dabei auch konfrontiert wird mit Wärme, Wind, Vibration und Gruben-Geruch.
  • Die interaktive 3-D-Tour durch Prosper Haniel, die auf der Technik der Photogrammetrie basiert.
  • Das Web-VR Projekt glueckauf.wdr.de. Auf dieser Website kann der Betrachter das Bergwerk in 360° Rundumsicht interaktiv, individuell und quasi auf eigene Faust erleben – auch ohne VR-Brille. Web-VR kann auf vielen aktuellen Geräten genutzt werden, vom Smartphone über Desktop-PCs, der Samsung Gear VR, bis zu den Highend-VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift.

Doch wie und wo kann man dem Erlebnis nun beiwohnen? Zuerst einmal soll es eine Premiere auf Prosper-Haniel geben, bei der die Bergleute die ersten sein dürfen, welche die Chance erhalten das Ganze zu betrachten. Danach geht’s dann auf Tour, so unter anderem auch zur Gamescom, zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin und natürlich zum NRW-Tag in Essen. Doch auch ein Truck soll einige Schulen, Museen und andere öffentliche Plätze in NRW besuchen, in denen ihr dann die Möglichkeit bekommt, virtuelle Bergleute zu werden.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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4 Kommentare

  1. Ist schon beeindruckend. Ich hatte auch mal das Glück so eine Zeche ca. 1 Kilometer unter der Erde besuchen zu können. Inklusive „Reise“ auf den Förderbändern. 🙂

  2. Das nenne ich mal eine sinnvolle Verwendung der Rundfunkbeiträge

  3. Passend dazu und für die, die sich dafür interessieren, gibts einen tollen Podcast namens „Kohlenpod“ ( https://kohlenpod.de/ ).
    Danke für den Tipp!

    /Dev

  4. Mensch, super. Und dann nicht mal Gebührenquengler in den Kommentaren! 😀 Glück Auf!

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