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Beats Flex: Großer Sound für kleines Geld

Beats hat neue Ohrhörer vorgestellt. Sie hören auf den Namen Beats Flex. Schaut man sich die Berichterstattung rund um die neuen Beats Flex an, dann ist der Preis stark diskutiert. Beats schickt die Flex-Ohrhörer für unter 50 Euro in Deutschland ins Rennen. Rein optisch erinnern sie an die BeatsX, die ich bei Erscheinen damals auch testete – die waren aber wesentlich teurer. Die Kopfhörer weisen einen ähnlichen Formfaktor auf. Der Kopfhörer hängt um den Hals des Trägers, wenn er nicht benutzt wird. Ein Magnetmechanismus pausiert die Musik, wenn die Hörer zusammen schnappen.

Die Beats Flex kommen in einer kleinen Verpackung daher, welche die Kopfhörer sowie das Zubehör beheimatet. Schnellanleitung, ein Kabel zum Aufladen (USB-C auf USB-C) sowie drei zusätzliche Silikon-Aufsätze. Das Einrichten kann man schnell beschreiben: Power-Button länger drücken und schon geht’s los. Unter Android ist es so, dass man die Beats Flex normal verbindet – über Bluetooth eben. iOS nutzt das Schnellkopplungssystem, wie die AirPods.

Der Apple-W1-Chip integriert die Beats Flex nahtlos in die Welt der Apple-Produkte. Man muss sie nur einschalten und in die Nähe seines iPhones oder iPads halten, um sie mit dem entsprechenden Gerät zu koppeln. Sind die Beats Flex gekoppelt, können sie mit jedem Apple-Gerät, das mit iCloud synchronisiert ist, verwendet werden. Man kann also nahtlos zwischen seinen Produkten wechseln, deren Batteriestatus prüfen oder die Audiofreigabe nutzen.

Immens wichtig ist das Ausprobieren der Silikon-Aufsätze. Gerade bei In-Ear-Lösungen ohne zusätzliche Bügel muss man da aufpassen. Sitzen die Hörer nicht korrekt, dann geht viel Klang flöten. Und das ist keine Übertreibung, ich musste mich auch erst ein bisschen einstecktechnisch durchprobieren, bis ich von „puh, schlimm“ zu „ziemlich geil“ gelangte. Mit dem richtigen Ohrsatz sind die Beats Flex richtig gute Ohrhörer, sowohl mobil als auch am Desktop.

Beats hat einen guten Mix geschaffen, überstrapaziert keinen Bass, sondern versucht die komplette Klaviatur abzudecken. Five Finger Death Punch kommt knackig und platziert auf den Punkt, Hours von Crimer hört sich so an wie ich es kenne und mag – und auch Dendemanns Bass kommt nicht zu kurz. Macht richtig Spaß für das Geld – und das sag ich nicht nur nach zwei Songs, sondern nach dem Hören zahlreicher Stunden von Musik unterschiedlicher Genres und Lautstärken. Soundtechnisch hab ich echt nichts zu meckern für den Kurs.

Telefonieren kann man damit auch, mein Gegenüber attestierte mir einen sauberen Klang. Ich hatte auch keine Probleme – aber man hört schon den Unterschied zwischen einem dedizierten Konferenzsystem und den Beats Flex. Ich sage mal so: Wer beruflich nur telefoniert, der wird sicher zu einem anderen Headset greifen.

Doch zum Tragekomfort der 18,6 Gramm schweren Beats Flex möchte ich noch etwas sagen. Klar, der Beats Flex ist kein ausgewiesener Sportkopfhörer, aber dennoch habe ich ihn mal mit genommen auf meine täglichen 10 Kilometer. Wenn die Ohrhörer richtig sitzen, dann klappt es auch mit dem Laufen. Ich hatte auf der ersten Tour andere Aufsätze drin, die nicht ganz perfekt saßen, sodass ich beim Joggen häufig nachjustieren musste. Man merkt das ziemlich schnell, wenn auf einmal der Bass fehlt und der Sound sich blechig anhört. Aber wie erwähnt: Wenn es richtig sitzt und ihr normal joggt, sollte das möglich sein. Sportarten, bei denen der Kopf schnell und häufig bewegt wird, betreibe ich nicht. Vermutlich würde ich da zu einem Sportkopfhörer greifen (ich nutze sonst die Powerbeats).

Die Steuerung muss ich sicherlich nicht groß erklären. Sie läuft über das Smartphone oder über die Bedienelemente an den Beats Flex ab. Die Funktion für automatische Pause unterbricht die Musik, wenn der Besitzer die magnetischen In-Ear Kopfhörer aus den Ohren nimmt – und die Funktion für automatische Wiedergabe setzt sie direkt fort, wenn man sie wieder einsetzt.

Zum Akku: Bis 12 Stunden gibt man für die Beats Flex an. Bin ich nicht mit hingekommen. War etwas weniger bei mir, knapp über 10 Stunden. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich (jaja, ich weiß selbst) gern laut Musik höre, dazu erst nach dem Aufladen bis zu diesem Text einen „Durchgang“ Akku am iPhone hatte – dazu gabs bei mir Streaming von Tidal (oft Masters-Qualität). Die Tests von Beats selbst wurden von Apple im August 2020 durchgeführt mit Prototypen der Beats Flex und zugehöriger Software, die mit iPhone-11 Pro-Max-Geräten und einem Software-Prototyp gekoppelt waren. Die Wiedergabeliste umfasste unterschiedliche Audiotitel mit 256 kbit/s AAC). Die Lautstärke war auf 50 % eingestellt. Immerhin: Die Hörer lassen sich schnell „anladen“, sodass 10 Minuten am Netzteil bis zu 90 Minuten Wiedergabe erlauben.

Beats Flex – wie sie mir gefallen haben: In einem Wort: „gut“. Kopfhörer gibt es heute im Bereich „von bis“ und die Beats Flex setzen, für Beats-Verhältnisse, bewusst weiter unten an. Bei der Soundqualität, die man dort abliefert, wird man viele Menschen abholen können. Die Beats Flex haben Spaß gemacht – auch wenn sie ohne ANC und sonstigen Schnickschnack daherkommen. Vermutung: Die werden ruckzuck ein Budget-Erfolg – und dies zurecht.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. Gehen zu schnell kaputt

  2. Die BeatsX pausieren beim Umhängen noch nicht automatisch 😉

    Freue mich, dass sie jetzt würdige Nachfolger bekommen haben! Meine halten schon seit mindestens drei Jahren…

  3. Nach 3 Jahren ist der Akku meiner BeatsX hinüber. Drehe mich schon auf Mittwoch, wenn die Flex ankommen =}

  4. Kann man sie an iPad und iPhone gleichzeitig aktiv koppeln wie die Airpods mit dem letzten Update? Also man schaut ein Video auf dem iPad, ein Anruf kommt auf dem iPhone und ich kann direkt den Anruf annehmen?

    So klar wird das aus deiner Beschreibung nicht Carsten.

    Danke!

  5. Fehlen Android-Nutzern irgendwelche Funktionen?

  6. ich glaube nicht, dass die ein Erfolgt werden.
    Diese halb-wireless-Lösung gibt einfach heute keine stylepunkte mehr. So blöd das klingt- aber gerade Beats setzt halt auf styler. Und da kauft sich niemand mehr wireless-Lösungen aus den 2000ern.

    Dazu kommt, dass das Kabel (mich persönlich) auch stört. Die True Wireless Produkte waren für mich ne Offenbarung.

    Ich glaube Beats weiß das auch und bringt die deswegen als budget-produkt auf den Markt um mehr preis- als stylebewusste Kunden zu gewinnen.
    Aber wie gesagt: das ist eigentlich nicht die Beats-Zielgruppe.

  7. Ich warte auf Nachfolger der Powerbeats Pro. Die Kopfhörer an sich sind toll, aber das Ladecase nervt mich ziemlich, aufgrund der fehlenden Qi-Ladefunktion. Zudem halten bei mir zumindest die Magnete die Hörer nicht immer in der richtigen Position, so dass häufiger ein Kopfhörer nicht aufgeladen wird.

  8. Kann man die Kopfhörer auch so einfach an die iWatch koppeln bzw. vom gekoppelten iPhone zur Watch switchen?

  9. Welcher Charger ist denn zu empfehlen? Habe die Beats seit heute, aber noch keinen passenden Charger.

    Kann man den 18W oder dergleichen von Apple nehmen?

    Oder wäre das zu viel?

  10. Hallo! Ich habe mir die Beats Flex gekauft, um sie in Videokonferenz-Apps unter Android als Headset zu verwenden. Offenbar wird das Beats-Mikrofon aber nur in reinen Telefonaten aktiviert, nicht aber von Jitsi, dem Audio Recorder o.ä. Kann das jemand bestätigen oder weiß einen Rat, wie das Bluetooth.Mikrofon von allen Apps verwendet werden kann?

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