Barclays bringt Ratenfinanzierung zu Amazon Pay

Das Prinzip „Buy now, pay later“ findet immer mehr Verfechter. Kann Fluch und Segen sein. Es hängt, wie so oft, davon ab, wie man damit umgeht. Jedenfalls gibt es da Neuigkeiten zu vermelden: Barclays bringt die Ratenfinanzierung zu Amazon Pay. Die Zusammenarbeit der beiden Anbieter wird also enger.

Nutzer von Amazon können dank Barclays also nun auch auf Webseiten von Dritthändlern, die Amazon Pay verwenden, in Raten zahlen. Das Angebot soll die finanzielle Flexibilität beim Online-Shopping erhöhen. Dennoch sollte man dies freilich mit Bedacht nutzen: Sonst kann man am Ende vor hohen, regelmäßigen Kosten stehen.

Amazon Pay bieten aktuell tausende Online-Händler an. Darüber ist es möglich, Bestellvorgänge mit den im Amazon-Konto hinterlegten Zahlungsoptionen abzuschließen. Dank der Zusammenarbeit mit Barclays lassen sich Einkäufe mit wenigen Klicks in bis zu 48 Monatsraten begleichen. Der Ratenkauf sei laut Amazon und Barclays eine immer beliebtere Zahlmethode.

Wer jetzt denkt: „Klingt gar nicht so schlecht“ – Vorsicht, denn der „Spaß“ ist mit Zinsen verbunden. Amazon-Kunden erhalten von Barclays einen individuellen Finanzierungsrahmen, der an eure Bonität gebunden sein dürfte, zu einem effektiven Jahreszins von 7,69 Prozent. Sonderzahlungen sowie vorzeitige Ablösungen sind möglich. Retouren: Werden einer oder mehrere Artikel zurückgegeben, passt Barclays den Finanzierungsbetrag automatisch an. Alle Details sind in der Barclays-Privatkunden-App einseh- und steuerbar.

Voraussetzung für die Nutzung des Angebots ist ein bestehendes Amazon-Kundenkonto mit aktiviertem Barclays Finanzierungsrahmen. Das Angebot gilt ab einem Warenwert von 100 Euro. Tja, werdet ihr diese Möglichkeit nutzen oder ist das für euch eher Bauernfängerei, um die Zinsen abzusahnen? Vielleicht deutet die intensivere Kooperation zwischen Amazon und Barclays ja auch darauf hin, dass letztere bald für die Amazon-Kreditkarte verantwortlich sein könnten. So heißt es ja, dass die aktuelle Zusammenarbeit zwischen der Landesbank Berlin (LBB) und Amazon auslaufe.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Gab es das nicht auch mal von Amazon direkt und ohne Kosten? Bilde mir ein, eine Weile relativ aggressiv darauf im Zahlungsprozesses hingewiesen worden zu sein.

    • Ja. Gibt es. Auf ausgewählte Artikel. Für 5 oder manchmal auch für 12 Monate, zinsfrei.
      Ist das wesentlich bessere Angebot als das jetzige mit Barclays. Man muss halt damit umgehen können, nicht das man irgendwann so viel zusammen hat, dass man monatlich so hohe Ratenkosten hat. Dann hätte man sich die Produkte auch direkt mit Einmalzahlungen kaufen können.

    • Schau Dir z. B. Apple-Produkte bei Amazon an; dort gibt es bereits in der Artikel-Ansicht neben der üblichen Einmalzahlung den Hinweis auf mehrere monatliche Raten.

      • Die Ratenzahlungsangebote direkt von Amazon bekommt übrigens nicht jeder Kunde.
        Es gibt jetzt aber noch eine weitere zinsfreie Ratenzahlungsmethode über die Visa (der LBB).
        Amazon bietet jetzt direkt beim Abluss des Kaufs für alle Einkäufe über 100€ die Ratenzahlung über die Visa an, bei nur 3 Monatsraten mit 0% Zinsen (alles andere mit dem übliche LBB Aufschlag)
        Siehe:
        https://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=26983305031

        • PS: Habe gerade nochmal rüber nachgedacht, man verliert bei dieser Art Ratenkauf seinen Punktanspruch, was im Prinzip einem Zins von knapp 15%/a entspricht….

  2. Ich vermeide Ratenzahlung und Abos, wo es mir möglich ist. Und wenn damit Zinsen verbunden sein sollten, sowieso.

    • Oliver Wegner says:

      Gegen zinsfreie Ratenkredite mit kurzen laufzeiten wie teilweise über Amazon und z.B. die 10 Monate bei Stadler etc. gibt es eigentlich kaum etwas einzuwenden. Abos meide ich auch wie die Pest. Dass das „Prinzip „Buy now, pay later“ findet immer mehr Verfechter“ findet, das glaube ich gerne. In Zeiten steigender Zinssätze. 😉

      • Man sollte sich Dinge nur kaufen, wenn man sie sich leisten kann. Und ich vermute mal, dass die meisten hier das auch so handhaben. Aber ich verstehe dann nicht, warum ich etwas mit monatlichen Raten (wenn auch ohne Zins) abstottern soll? In der jetzigen Zeit kann sich vieles auch ändern. Auch der Job… ich bezahle dann doch lieber alles auf einmal.

      • Ich bin ein Freund davon Konsum-Bedürfnisse auch mal zurückzustellen, wenn man sich gerade etwas nicht leisten kann. Aber wenn jemand klamm ist und dann auch noch die Waschmaschine kaputt geht, dann kann man das schon so machen.

        • Ich denke mal, dass der Großteil, der die Ratenzahlung in Anspruch nimmt nicht gerade eine Waschmaschine oder Kühlschrank kauft (und wenig Geld hat). Das sind dann eher so Sachen wie TV, Handy oder Konsole.

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