AVM bringt Fritz!Box 5550, 5530 und 6660 Cable mit Wi-Fi 6

AVM stellt zur IFA 2019 drei neue Fritz!Box-Modelle mit Wi-Fi 6 vor, die man für Glasfaser und Kabelanschlüsse vorsieht. Die beiden Modelle für Glasfaser sind die Fritz!Box 5550 und 5530. Die Fritz!Box 6660 Cable ist logischerweise für Kabelanschlüsse gedacht. Gemeinsam ist allen Varianten eben Wi-Fi 6. Außerdem ist jeweils ein LAN-Port für 2,5 GBit/s vorhanden.

Mit der Fritz!Box 5550 ist es zudem innerhalb von Gebäuden möglich, die Internetgeschwindigkeit über die DSL-Technologie G.fast an eine weitere Fritz!Box 5550 weiterzureichen. Man erzielt dann also über hausinterne Kupferleitungen Mesh-Komfort, ohne baulich etwas ändern tu müssen. Die Box ist dabei für G-PON-, XGS-PON- oder Punkt-zu-Punkt-Anschlüsse (AON) gerüstet. Die Fritz!Box 5530 ist ein weiteres Modell, das ausschließlich für Glasfaser konzipiert ist, aber auf G.fast verzichten muss. Weiteres zu den Kernfunktionen der beiden Boxen habe ich unten zusammengefasst.

Dann ist da noch die neue Fritz!Box 6660 Cable mit DOCSIS 3.1 sowie DOCSIS 3.0 für alle deutschen und europäischen Kabelnetze. Auch hier sind Wi-Fi 6 und LAN mit 2,5 GBit/s vorhanden. Über das 5-GHz-Band sollen bis zu 600 MBit/s erreicht werden, was hier für alle drei genannten Modelle gilt. Wer lieber mit Kabeln arbeitet, kann neben dem genannten LAN-Port mit 2,5 GBit/s auch noch vier weitere Gigabit-Anschlüsse verwenden. Auch für Mediaserver / NAS kann die Kiste eingespannt werden.

Insgesamt will AVM bei allen drei Fritz!Boxen besonders mit Wi-Fi 6 punkten. Höhere Datendurchsätze und bessere Reaktionszeiten sollen die Folge sein, was gerade Gamern entgegenkommen dürfte, aber auch für VR-Anwendungen relevant erscheint. Auch das 2,4-GHz-Band profitiert, da man auf beiden Frequenzbändern eine bessere Modulation mit bis zu 1024 QAM verwendet. Zudem unterstützt man für die Verschlüsselung WPA3. Natürlich sind die Geräte zu älteren Wi-Fi-Standards abwärtskompatibel.

FRITZ!Box 5550

  • Für alle gängigen Glasfaseranschlüsse in Europa: GPON, AON, XG-PON, XGS-PON, per SFP-Modul (Small Form-Factor)
  • Datentransport per DSL-Technologie G.fast über die Hausverkabelung
  • 2×2 Wi-Fi 6 (WLAN AX) mit bis zu 3 GBit/s; 2,4 GHz: 600 MBit/s (QAM1024) und 5 GHz: 2.400 MBit/s (HE160)
  • Ein 2,5-Gigabit-LAN-Port (Standard IEEE 802.3bz, NBase-T)
  • DECT-Basis für bis zu 6 Telefone und Smart-Home-Anwendungen
  • Ein Anschluss für analoges Telefon oder Fax
  • FRITZ!OS: mit Kindersicherung, Mediaserver, Mesh-Komfort, FRITZ!NAS, WLAN-Gastzugang, MyFRITZ! u.v.m.
  • Im 1. Halbjahr 2020 verfügbar, Preis folgt bei Marktstart

FRITZ!Box 5530

  • Für alle gängigen Glasfaseranschlüsse in Europa: GPON, AON, XG-PON, XGS-PON, per SFP-Modul (Small Form-Factor)
  • 2×2 Wi-Fi 6 (WLAN AX) mit bis zu 3 GBit/s; 2,4 GHz: 600 MBit/s (QAM1024) und 5 GHz: 2.400 MBit/s (HE160)
  • Ein 2,5-Gigabit-LAN-Port (Standard IEEE 802.3bz, NBase-T)
  • Zwei Gigabit-LAN-Ports
  • DECT-Basis für bis zu 6 Telefone und Smart-Home-Anwendungen
  • Ein Anschluss für analoges Telefon oder Fax
  • FRITZ!OS: mit Kindersicherung, Mediaserver, Mesh-Komfort, FRITZ!NAS, WLAN-Gastzugang, MyFRITZ! u.v.m.
  • Im 1. Halbjahr 2020 verfügbar, Preis folgt bei Marktstart

FRITZ!Box 6660 Cable

  • 2×2-OFDM-DOCSIS-3.1-Kanalbündelung
  • 32×8-DOCSIS-3.0-Kanalbündelung
  • 2×2 Wi-Fi 6 (WLAN AX) mit bis zu 3 GBit/s; 2,4 GHz: 600 MBit/s (QAM1024) und 5 GHz: 2400 MBit/s (HE160)
  • Ein 2,5-Gigabit-LAN-Port (Standard IEEE 802.3bz, NBase-T)
  • Vier Gigabit-LAN-Ports
  • Ein USB-2.0-Anschluss
  • DECT-Basis für bis zu 6 Telefone und Smart-Home-Anwendungen
  • Ein Anschluss für analoges Telefon oder Fax
  • FRITZ!OS: mit Mesh, Kindersicherung, Mediaserver, FRITZ!NAS, WLAN-Gastzugang, MyFRITZ! etc.
  • Ende 2019 verfügbar, Preis folgt bei Marktstart

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. OhOh, und die aktuelle 6591 hat noch nicht mal das aktuelle FritzOS (dümpelt immer noch bei 7.04 rum, immerhin gibt es neuerdings eine Laborversion). Habe gerade eine Neue vom Fluss als Austausch bekommen, die installierte zickt wirklich rum (bleibt stehen, nichts geht mehr, verliert Internet etc. pp.) hoffe mal das hilft.

    • Ahhh
      Neue Cablebox 6660 – kein IPTV? Sollte damit welche wo wie ablösen?
      USB 2? Ähm Ich denke USB C ist angesagt.
      Naja bis diese neuen Boxen sich materialisieren wird es wohl noch ein paar Monate wenn nicht Jahre vergehen.
      Bis dahin wäre es schön, wenn AVM endlich auf die 6591 IPTV bring.

  2. Daniel Düsentrieb says:

    An der FritzBox 6660 Cable ist wieder ein USB 2.0 Anschluss, AVM lernt echt nicht aus vergangenen Fehlern.

    • An meiner 6591 ist USB3 vorhanden aber grottenlangsam (um die 20Mb/sec übers Netz mit externer SSD die normalerweise 300Mb/sec hergibt. Den Anschluß kann man auch auf „GreenMode“ sprich USB2.0 runtersetzen, dann macht er freundliche 30Mb/sec. NeNe AVM als NAS sollte man deine Boxen nicht verwenden.

      • Daniel Düsentrieb says:

        Schlimm! Ich hatte auch eine 6591 zuhause und habe sie aber aus diesem Grund zurück zu Amazon geschickt.
        Unterirdisch Übertragungsraten bei sonst moderner Technik.

    • GooglePayFan says:

      Das wird eine Produktpolitische Entscheidung sein. Die 6660 ist dem Namen nach kein Highend Modell, und wenn zu viele Highend-Features eingebaut werden, dann wird niemand mehr die 6690 kaufen…

  3. Hmm, kein Nachfolger für die 7590 mit WiFi 6?

    • GooglePayFan says:

      Also für DSL-Anschlüsse lohnt sich WiFi 6 noch nicht wirklich.

      Außerdem wird der Nachfolger sicherlich auch G.Fast mit an Bord haben, das wird mit dem fortschreitendem Glasfaserausbau in Deutschland sicherlich für Mehrfamilienhäuser noch sehr relevant.

      Vermutlich ist man bei AVM einfach auf die Verfügbarkeit von entsprechenden Chipsets mit G.Fast, WiFi 6 und 2.5Gigabit Ethernet angewiesen…

  4. Fragt sich nur, wann die ganzen Sachen nun überhaupt in den Handel kommen. Das C6 Fritzfon ist letztes Jahr zur IFA angekündigt worden und kaufen kann man es immer noch nicht – woran es auch immer wohl scheitern mag…

  5. Doofe Frage:

    Die neuen Glasfasermodelle sind dann aber nicht mit Telekom-Glasfaseranschlüssen kompatibel, oder? Soweit ich das sehe hat man bei der Telekom ja einen ONT.

    • Hinter meinem ONT steckt die 7590, die hat auch keinen expliziten Glasfaseranschluss, Das Kabel vom ONT steckt im blauen WAN/WWW Anschluss. (Telekomanschluss), oder du nimmst LAN1. So sollte das dann auch mit den neuen funktionieren.

  6. Gibt es eigentlich eine gesetzliche Regelung zum Thema Haftung bei einem eigenen Router?

    Wer haftet bei Sicherheitslücken und ungewollt hohen Telefonrechnungen? Hersteller oder Router- Besitzer?

    Kann mich noch recht gut erinnern, dass im Vodafoneforum die Kosten für ungewollte Telefonate bei einer Sicherheitlücke bei privaten eigenen Router teils nicht erstattet wurden. Bei Providergerätschaften hingegen schon.

    Spannend auch wenn MyFRITZ genutzt wird!?

  7. Und VPN weiterhin nur über IPv4 möglich?
    Die lernen es nicht. 2019/2020…. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

  8. Hmm, haben die 5er Boxen kein USB mehr???

  9. Zum WLan: 2*2 MiMo mag ja bei 1024 QAM recht nett sein (WiFi 6), im Kompatibilitätsmodus für WiFi 5 und 4 ist es einfach nur…..langsam. 5 GHz mit 866 Mbit/s bei 80 Mhz Breite, 2, 4 Ghz maximal 400 Mbit/s (proprietär), eher 300 Mbit/s. Und Mu (Multi-User) macht bei 2*2 erst recht keinen Sinn.

  10. Lohnt sich der Aufpreis der Fritzboxen zu den Speedports eigentlich noch?

  11. „Über das 5-GHz-Band sollen bis zu 600 MBit/s erreicht werden, was hier für alle drei genannten Modelle gilt.“
    Meint ihr hier nicht eher das 2,4-GHz Band?

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