Avira Crypto: Nächster Antivirus-Anbieter mit Mining-Funktion für Ethereum

Kürzlich informierten wir darüber, dass Norton (Norton Life Lock) in seiner Antiviren-Lösung eine Mining-Funktion für Kryptowährungen eingebaut hat, die die Ressourcen eures Computers in Ruhezeiten nutzt, um nach Ethereum zu schürfen. Dabei legt man für euch ein Wallet an und nimmt sich außerdem noch ein gutes Stück von dem Kuchen, den ihr mit eurem Rechner erwirtschaftet.

Anscheinend wird dieses Gehabe nun zur Mode, denn auch Avira taucht mit Avira Crypto in diese Regionen ab. Laut KrebsonSecurity verfügt der Anbieter über 500 Millionen Nutzer, die nun auch damit konfrontiert werden. Das liegt wohl daran, dass auch Avira mittlerweile demselben Unternehmen gehört, das auch Norton 360 anbietet (Avast übernahm AVG, die von Norton übernommen wurden). Die Funktionalität ist dabei quasi ebenfalls dieselbe. Erfüllt euer Computer die Anforderungen, wird dieser in Ruhezeiten damit beschäftigt, auf die Suche nach Ethereum zu gehen. Man kann sich auch einem Mining-Pool anschließen, in dem die erwirtschafteten ETH gleich verteilt werden.

Die rechtlichen Gegebenheiten in Bezug auf Steuer und Co. bleiben am Ende beim Nutzer liegen. Unklar ist zudem, was mit der Funktion passiert, wenn Ethereum von Proof of Work – für das verschwenderische Mining vonnöten ist – auf Proof of Stake umgestellt hat. Das Ganze soll im ersten Halbjahr 2022 passieren und würde derartige Funktionen obsolet machen – es sei denn man stellt auf Altcoins um.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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22 Kommentare

  1. Schöne Entwicklung bei den Strompreisen …

  2. ETH ist ein Altcoin?

  3. Noch ein Grund, niemals so eine Abfall-Software zu nutzen, deren einzige echte Funktion ist, den PC langsamer zu machen.

  4. Avira gehört doch zu Symantec (Norton…) – somit kein Wunder, dass die ihre Tool einfach namentlich anpassen – vermutlich gibt es auch bald was von AVG und Avast (ebenfalls alles Symantec inzwischen).

    • Da inzwischen Avast (und AVG) optisch immer mehr versaut wird – vieles ist über Herum-Hopperei zwischen Menüpunkte und Seiten aufgebaut, auch mal als Bildschirm-füllend eingebaut und dazwischen mal Werbung-in-eigener-Sache-Popups – kann man das in Zukunft als gegeben annehmen!
      Alleine die Anzeige der aktuellen Verbindungen war früher schlicht und einfach aufgebaut – man konnte sogar feststellen, wie der Server zu der IP-Adresse hieß. Jetzt? Einfach Müll ohne Ende!

  5. Echt lustig. Jetzt wo ETH Mining fast durch ist …

  6. Die Argumentation des Herstellers ist übrigens, dass Mining „früher“ unsicher gewesen sei, da man dafür oft den Virenscanner ausschalten müsse. So schlägt man also den gedanklichen Bogen von Sicherheitssoftware zu Mining…

  7. Sowas gehört eigentlich verboten bei all dem „Friday for Future“ und Umweltgedanken.
    Energieverschwendung hoch 10, doch da schreitet leider niemand ein

  8. wer mit Leerlauf des Rechners was sinnvolles anstellen möchte, dem empfehle ich BOINC (https://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Open_Infrastructure_for_Network_Computing). Da kann man wenigstens helfen, medizinische Probleme zu lösen

  9. Wie pervers ist das denn? Ich glaube, ich habe das nicht richtig verstanden.
    Sohnemann schürft 1€, Papa zahlt 100€ Strom und Avira kriegt fürs Nixtun auch noch ein paar Cent. ?!?!?
    Kennt hier jemand Einzelheiten zu dem Verteilungsschlüssel (Sohnemann/Papa/Avira)?

    • Ich glaube du hast das ganz richtig verstanden.
      Ich denke der Strompreis wird bei uns meist über dem Ertrag liegen, speziell wenn noch jemand mitschneidet.
      Über den Verteilungsschlüssel weiß ich nichts.

      • Nope. Um im Beispiel zu bleiben, Papa bezahlt immer den Strom, klar 😉 Sohnemann schürft 1,-€, hat aber dabei nur 50ct verballert. Also mit halbem Einsatz das doppelte „erwirtschaftet“. Das ist jetzt nur ein Beispiel mit einer kleinen GeForce 1060s wie oben im Bild angenommen bei einer Rate von ca. 22 MH/s. Gaminglaptops mit 3060 aufwärts schaffen deutlich mehr und sind dazu auch noch effizienter. Kurse schwanken, sind extrem volatil, genau wie die Payrate was man fürs Schüren bekommt. Die Programme haben meist Rentabilitätsanzeigen bezogen auf den realen „Gewinn“ abzüglich der lokalen Stromkosten. Der eine Euro etc. wird in der Wallet gutgeschrieben und unterliegt somit sofort den Kursschwankungen am Kryptomarkt. Es lohnt sich dennoch, auch noch in D, sonst würde das ja keiner mehr machen 😉 Was aber dann noch Avira abzwackt, schmälert halt den Ertrag. Lieber selber einem Pool oder gar einzeln beitreten, wenn man das schon machen will bei potenter Hardware, aber dann nochmal was abzwacken lassen ist schon grenzwertig. Zumal der Nutzen solcher (kostenlosen) Suiten wie Comodo, Symantec, Avira etc. eh heute als zweifelhaft angesehen werden dürfte.

  10. NanoPolymer says:

    Wenn nicht schon geschehen dann spätestens jetzt runter mit dem Quatsch.

    Bei mir hat’s leider auch Jahre gedauert für die Erkenntnis. Auf Heise und wenn man dann abseits davon guckt gibt es genug Artikel die zeigen wie absurd derartige Programme sind. Unterm Strich tun sie genau das Gegenteil von dem was sie versprechen. Vieles ist nur Pseudo Security.

    Es ist ja auch schon lange nicht nur der Virenscanner. Am besten finde ich da noch wenn SSL Verbindungen gekapert werden für mehr Sicherheit. Die Verschlüsselung der Securitysoftware aber eine schlechtere Verschlüsselung nutzt als die original Verbindung.

    Aus der Vergangenheit waren auch viele Probleme und damit Lebenszeit auf derartige Programme zurück zu führen.

    • Es gab schon Zeiten, in denen waren Virenscanner hilfreich. Leider hat sich das Ganze etwas verselbständigt. Vor allem die weit verbreitete Meinung, Windows Defender sei ausreichend, zwingt die Hersteller, sich neue Betätigungsfelder zu suchen. In meinen Augen führt aber das erst recht dazu, dass viele User aussteigen. Denn wenn Antivirenprogramme mit Tools wie VPN, Treiberupdate-Automatismus oder eben Mining erweitert werden, übergibt man quasi seine Infrastruktur mit sämtlichen Informationen komplett an den Hersteller. Mir fällt jedenfalls kein Anwendungsfall ein, den das installierte Antivirenprogramm dann nicht mitschneiden könnte.

  11. Habe mich schon seit einiger Zeit gefragt, für was fast alle Hersteller diverse „Tuning“-Tools in ihren AV integriert hatten. Aber jetzt auch noch Mining mit rein? Damit machen Sie sich ihr Image endgültig kaputt…

  12. Norton/Avira nehmen sich übrigens 15% als „Transfergebühren. Dies findet sich aber scheinbar nirgends im Programm sondern irgendwo versteckt auf Supportseiten
    https://www.avira.com/en/avira-crypto-terms-and-conditions

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