Ausprobiert: Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor

Das Unternehmen Aqara hat neulich seinen TVOC-Luftqualitätsmonitor global auf den Markt gebracht. Den habe ich mir natürlich angeschaut, da ich den benötigten Smart-Home-Hub von Aqara eh verwende und sich das System auch in einer Vielzahl von Umgebungen nutzen lässt.

Der Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor erkennt die Konzentration und das Niveau der gesamten flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC) in der Luft, sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Er kann mit einem Aqara-Hub (ZigBee 3.0, deswegen: Hub M1S, Hub M2 oder Camera Hub G2H) verbunden werden, um Smart-Home-Automatisierungen zu ermöglichen.

Der Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor verfügt über drei eingebaute Sensoren zur Messung des TVOC-Gehalts, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Bis dahin nicht ungewöhnlich, Sensoren dieser Art gibt es ja einige am Markt, im Bereich Smart Home unter anderem von Eve.

Die Besonderheit des Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitors? Er ist mit einem Dot-Matrix-E-Ink-Bildschirm ausgestattet, der Papier ähnelt und einen sehr hohen Kontrast aufweist. Der Stromverbrauch des Monitors ist so gering, dass er eine Batterielebensdauer von über einem Jahr hat, so der Hersteller (2x CR2450 sind drin). Das Display ist wirklich sehr gut und ihr denkt vermutlich beim Gebrauch, ihr schaut auf ein fixes Blatt Papier. Sowohl im Hellen als auch bei anbrechender Dunkelheit ist hier alles klar sichtbar. Toll! Neben Aqara Home, Google Assistant und Amazon Alexa wird auch Apple HomeKit unterstützt.

Die Verarbeitung: Der Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor kommt in einem weißen Kunststoffgehäuse daher und im Umfang der Lieferung ist auch ein Klebeband enthalten, damit ihr das gute Stück anbringen könnt. Da der Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor einen Hub benötigt, gehe ich an dieser Stelle einfach mal davon aus, dass ihr wisst, wie eingebunden wird. In der App wird ein neues Gerät hinzugefügt, ein paar Sekunden das Knöpfen auf dem Sensor gedrückt – fertig.

Die Integration in HomeKit läuft übrigens automatisch ab – und der Hub nebst der Sensoren ist ja auch über Alexa und den Google Assistant erreichbar. Hier überlasse ich es eurer Fantasie, welche Automatisierungen ihr euch mit so einem Gerät einfallen lasst. Zu warm? Steckdose an, an der der Ventilator hängt. Schlechte Luft am Abend? Rotes Licht visualisieren lassen, dass das Fenster geöffnet werden sollte. Da sind viele Dinge möglich. Alternativ finden Statistik-Freaks in der App von Aqara auch genaue Übersichten dazu, wie sich die Umgebungsluftqualität im Raum so verändert hat.

Die Angabe der Werte ist wohl das Wichtigste für jemanden, der sich ein solches Gerät kauft. Bei uns ist es so, dass wir im Flur Eve platziert haben, das reicht uns im Vorbeigehen für den visuellen Blick, wie es im Haus „unten“ um alles bestellt ist. Schlechte Luft und Luftfeuchtigkeit sind nun nicht so die wilden Werte, auf die ich persönlich Wert lege, das merke ich irgendwie grob selbst. Ich hatte mir seinerzeit die günstigen Temperatur-Sensoren von Aqara gekauft, die ebenfalls am Hub und unter anderem in HomeKit / Alexa arbeiten – die reichen mir. Die platzierte ich im Haus und bin dann informiert, wenn ich mal in die App schaue.

Für bestimmte Räume gibt es ja immer diverse Ansagen, was „gut“ ist und was nicht, da wird hoffentlich jede Wohnung im Bereich 40 % bis 60 % (unterschiedlich in Bad und Keller) liegen. Am Ende muss ich aber festhalten, dass ich die Ausgabe der relativen Luftfeuchtigkeit des Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor als recht genau empfinde.

Interessanterweise hatte ich da mit dem Eve Weather draußen so meine Probleme, denn da kamen momentan Werte von 31 % raus, was ich für eine relative Luftfeuchtigkeit auf der Terrasse als zu gering empfinde. Aber das sind ja eigentlich „Drinnen“-Geräte – da war dann der Unterschied deutlich geringer, nämlich im 5-%-Bereich, draußen waren es jedoch gar 11 % Unterschied in den zeitgleich gemessenen Werten.

Eve Weather - Smarte Wetterstation mit Apple HomeKit-Technologie zum Überwachen von Temperatur,...
  • Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck im Zeitverlauf verfolgen und den Wettertrend im Blick behalten – auf dem iPhone oder direkt am Display.
  • Elegantes Design mit eloxiertem Aluminium und IPX3-Wasserbeständigkeit, kabellos mit austauschbarer Batterie.
  • Siri nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit direkt vor der Haustür befragen

Neben der Temperatur (die übrigens „nur“ um +/- 0,3° im Maximum bei meinen Geräten abwich) und Luftfeuchtigkeit wird auch die Luftqualität in fünf Stufen visualisiert – direkt auf dem Display werden Blätter angezeigt, 5 sind volle Punktzahl.

Was bleibt am Ende? Müsste ich mich extrem auf Werte verlassen, dann wären es in Sachen Luftfeuchtigkeit weder Eve, noch Bosch, noch Aqara, noch andere. Da wäre es vermutlich ein spezielles Hygrometer. Ja, das Auslesen der Werte mit den Sensoren über eine App ist nice to have, doch so ganz exakt sind viele Lösungen eben doch nicht. Bei Temperatur und Luftqualität hat das aber in meinem Test schon hingehauen, ab und an darf man dann schon mal das Fenster öffnen.

Als großen Pluspunkt sehe ich bei Aqara das Display, das ist wirklich toll. Noch toller wäre es vielleicht gewesen, wäre ein Akku statt zwei Batterien drin. Shops wie Alza listen den Aqara TVOC-Luftqualitätsmonitor für um die 40 Euro, Amazon Deutschland meldet derzeit „nicht verfügbar“.

Gründe für so ein Gerät? Kompaktheit und die Möglichkeit, Routinen zu nutzen. Für Nutzer des Aqara-Hubs eine feine Sache, alternativ: Kauft euch den erwähnten Temperatur-Sensor, der leistet auch gute Arbeit, wenn auch ohne Display.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Ich finde es bei solchen Geräten sogar gut, wenn man selber Batterien (Akkus) einlegen kann, anstatt fest verbaute zu haben. Aber vielleicht meintest du auch nur, dass es besser wäre, wenn zwei Akkus beiliegen würden.

    Mein Grund: ist der Akku hinüber, ist es meistens wirtschaftlich auch das Gerät. Und es ist schlecht in der Mülltrennung. Aber mag auch Argumente für feste Akkus geben

  2. Luftfeuchtigkeit verstehe ich ja noch (richtiges Lüften zur Schimmelvermeidung). Aber wozu Luftqualität messen? Wenn sie schlecht ist, zieht man dann um in eine andere Wohnung/anderes Haus, denn meist schwankt ja die Luftqualität eben nicht sehr stark, sondern verhält sich eher gleichmäßig.

    • Luftqualität ist ein Zusammenspiel aus Temperatur, Feuchte, CO2 Gehalt und X.

      Alles drei kann jeweils stark schwanken, somit ist die Luftgüte idR nicht gleich gleichbleibend

    • Überleg mal aus welchem Land es kommt und welche Probleme dort vorherrschen? Ist genau das selbe mit den Air Purifiern. Bei und zeigt es ständig saubere Luft an, nur wenn wieder stark Pollenflug ist oder die Bettdecke geschüttelt wird, geht der Lüfter mal ab. Wir in DE sind nicht wirklich so der Massenmarkt aber der o.g. Artikel ergibt für einige dennoch einen Sinn

  3. Ich finde das Gerät ein wenig Mau, da man nicht weiß, woher die Beurteilung der Luftgüte kommt.
    Ich benutze seit fast drei Jahren ein Netvue System mit drei Satelliten. Dort ist mein Hauptaugenmerk auf den CO2 Werten, sowie der Luftfeuchte. Da Ein Satellit dort nur etwas mehr kostet, aber auch wesentlich mehr Informationen bietet, verstehe ich den Daseinszweck des Aqara Gerätes nicht.

  4. Warum bieten so viele Geräte keine integrierte Kohlenmonoxidmessung an? Das wäre mal dann interessant. Alles andere lässt sich, finde ich, gut fühlen (Quali, Feuchte und Kohlenstoffdioxid).

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