Audacity 3.0.3 kommt mit Update-Check und Fehlerberichterstattung

Vermutlich haben es Anwender ja mitbekommen. Der beliebte Editor Audacity wurde von der Muse Group übernommen. Kurze Zeit später kam das Open-Source-Projekt aufgrund geänderter Methoden bei der Datenerfassung in die Kritik. Man ruderte zurück und änderte einige Passagen. Nun folgt eine neue Version des Audio-Editors – Audacity 3.0.3 ist die erste Version, die die neuen Funktionen zur Fehlerberichterstattung und Aktualisierungsprüfung unterstützt. Nutzer haben beim ersten Start von Version 3.0.3 einen Infobildschirm, der darüber aufklärt – der Update-Check ist ab Werk aktiviert, kann aber von euch in den Einstellungen deaktiviert werden. Sollte einmal bei euch ein schwerer Fehler auftreten und die Fehlerberichterstattung aufploppen, so könnt ihr euch auch dazu entschließen, diese nicht zu nutzen, sprich: den Fehlerbericht nicht zu senden.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Solange man keine Firewall benutzt die den ausgehenden Netzwerkverkehr regelt is das doch sowieso alles Banane und das bei jedem noch so kleinem Windows Tool. Hat vorher auch kaum jemanden gestört! Bin schon seit Ewigkeiten mit einer Firewall unterwegs genau auf Grund dessen.. Programme können doch alles übertragen was im Benutzerkontex greifbar ist. Systeminformationen, Dateien uvm!

  2. Was die Muse Group anfangs verlangt hat sehe ich schlicht als Frechheit an, man könnte es auch Datenschutzkatastrophe nennen. Da viele andere Nutzer dieser Software es scheinbar ebenso oder so ähnlich sehen gab es auch entsprechende Meinungsäusserungen zum Thema. In der Folge wurde Audacity auf github geforkt und man kann ohne Probleme wechseln, was ich auch getan hab weil mein Vertrauen in die Mouse Group weg ist.
    Es stellt sich weiterhin die Frage warum unter Linux eine extra Updateprüfung sein muss, das macht Linux schon.
    Soweit unter Windows Updateprüfungen vorgenommen werden dürfte das OK sein, Windows kann sowas wie Drittsoftware aktualisieren bekanntlich nicht.

    • LWinterberg says:

      Auf Linux und selbstkompilierten Builds ist die Updatefunktion und Fehlermeldungsfunktion standardmäßig deaktiviert (bzw. als CMake-flag versteckt), genau weil Linux das ja alles schon hat.

  3. Audacity sendet voraussichtlich Telemetriedaten an den neuen Eigentümer.
    Warum? Keine Ahnung warum meine Daten abgesaugt werden, ich weiche auf den FOSS Fork Tenacity aus.

    • LWinterberg says:

      So wirklich Telemetrie ist das nicht mehr. Die Updatefunktion sammelt jetzt die Audacity-Version, Land, Betriebssystem und -version; die Fehlermeldefunktion sammelt jetzt Audacity-Version, Betriebssystem und -version, Fehlermeldung und Stacktrace.

  4. Sebastian says:

    Ich hab jahrelang Audacity genutzt – ich glaub schon vor 15 Jahren. Was mich eher „stört“ – warum gibt es nicht ein aktuelles Design? Es sieht halt leider noch genauso aus wie damals.

    • LWinterberg says:

      Ein neues Design ist in Planung! Unter dem Titel „Audacity UX ideas – wireframe prototype“ findet sich auf Vimeo ein grobes Wireframe, wie das irgendwann mal aussehen könnte.

      Das Problem ist, dass Audacity in wxwidgets geschrieben ist und über die Jahre maximal Spaghetticodifiziert wurde. Insofern soll jetzt erstmal alles wieder entrümpelt und auf Qt gewechselt werden. Bis das aber soweit ist, soll kein Feature-stillstand herrschen. Dementsprechend kam jetzt einmal ein Qualitätssicherungsupdate (3.0.3) und demnächst kommen noch weitere Dinge wie:

      * Clip-Struktur (Clipbenennung und Anfasser, damit man nicht ständig in den Pfeile-Modus wechseln muss)
      * Nicht-destruktive Bearbeitung / Echtzeiteffekte
      * VST3/VSTi support

      die zwar noch für eine Weile das hässliche Design erleben müssen, aber dann in sich schon so aufgebaut sind, dass sie leicht auf Qt umgerubbelt werden können.

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