ARD/ZDF-Onlinestudie 2015: Internetnutzung zunehmend mobil

ARD-ZDF-logoARD und ZDF haben ihre gemeinsame Onlinestudie für das Jahr 2015 vorgelegt. Als wichtigste Resultate kristallisieren sich heraus: 80 % der Deutschen nutzen mittlerweile das Internet. Außerdem verwendet man das Internet hierzulande häufiger aber auch vielfältiger. So nehme etwa die Nutzung von Video-, Fernseh- und Audioangeboten laut der Studie zu. Auch wenn die Internetverbreitung minimal gestiegen ist, kann man allerdings davon ausgehen, dass im Jahr 2015 diejenigen, die das Internet nutzen möchten, jenes auch tun.


Täglich nutzen das Internet in Deutschland aktuell laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 44,5 Mio. Deutsche. Mobil greifen mittlerweile 30,7 Mio. Menschen in Deutschland auf das Internet zu – das sind 3,2 Mio. Anwender mehr als im Vorjahr. Somit bestätigt die Studie der öffentlich-rechtlichen Sender, dass die Bedeutung der mobilen Endgeräte auch in Deutschland steigt. Selbiges trifft auf Multimedia-Inhalte zu: 53 % der Internetnutzer konsumieren mindestens einmal in der Woche Videos online.

ard mediathek

Klar, dass ARD und ZDF in ihrer Pressemitteilung zur Studie auch nicht mit Eigenlob geizen. Immerhin erfährt man, dass auch der nächste Relaunch der Mediathek mit neuen Features anstehe – da darf man gespannt sein. Zudem wolle man sich beim ÖR noch mehr auf die Internetnutzer einstellen und die Zugangsangebote im Netz ausbauen.

Unterdessen gibt es laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 aktuell eigentlich nur noch bei den Über-60-Jährigen Zuwachsraten, was die Internetverbreitung betrifft. Unterhalb jenen Alters fremdelt praktisch niemand mehr mit dem Internet. Der Zuwachs durch ältere Generationen hat zu einem Anstieg des Durchschnittsalters bei Internetnutzern von 43 (2014) auf 44 Jahre (2015) geführt. Wenig überraschend hat übrigens nicht nur die mobile Nutzung an sich zugenommen, sondern Menschen nutzen das Internet an mobilen Endgeräten sowohl länger als an klassischen Desktop-PCs und Notebooks als auch häufiger. Kein Wunder, lockt der flotte Blick aufs Smartphone doch selbst unterwegs.

Auch wenn die Deutschen gerne Videos im Internet konsumieren, dominieren Kommunikationsanwendungen: 34 % und damit der größte Anteil der täglichen Nutzungszeit entfallen auf Kommunikationsdienste wie Messenger, soziale Netzwerke und Co.. Zu ihren Ergebnissen ist die Studie über die Befraung von 1800 Erwachsenen in Deutschland gelangt. Durchgeführt wurde die Befragung im März und April 2015 bundeseweit. Die vollständigen Ergebnisse könnt ihr hier abrufen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Da hat der ÖR jetzt endlich den Grund dafür herausgefunden, weshalb die Mobilnutzer (fast immer) weder ordentlich schreiben, noch mehr als drei Sätze lesen können, oder zu gestellten Fragen in Foren wenigsten die nötigsten Daten mitliefern. Dafür wurde von den #Neuländern jetzt wieviel von meiner GEZ-Gebühr ausgegeben?

  2. Tolle Studie, kann einem auch jeder, der Google Analytics bedienen kann erstellen, aber gut… Irgendwo muss das Geld ja hin. Hoffentlich umfasst der Relaunch der Mediatheken wenigstens mal HD Inhalte… fürs TV liegen die ja auch vor.

  3. Nun bekomme ich es schriftlich wofür meine GEZ Gebühren verschwendet werden.

    Danke

  4. Boah, ist der Rentnerverein auch schon aufgewacht. Bei manchen dauert es halt länger bis was ankommt.

  5. Besonders interessant finde ich :
    „53 % der Internetnutzer konsumieren mindestens einmal in der Woche Videos online“

    Ich hätte niemals gedacht dass es mehr als 25% sind. Wahrscheinlich liegt es daran, dass viele Jugendliche sich TÄGLICH Youtube angucken und damit die Statistik nach oben drücken.

  6. Zitat: „Unterdessen gibt es laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 aktuell eigentlich nur noch bei den Über-60-Jährigen Zuwachsraten, was die Internetverbreitung betrifft. Unterhalb jenen Alters fremdelt praktisch niemand mehr mit dem Internet.“

    Ja, das ist schon ein Problem mit der Altersgruppe Ü60. Wie man so hört, soll es da ja sogar noch Menschen geben, für die das Internet gänzliches „Neuland“ ist…

  7. Bezeichnend ist auch, dass sich hier Kommentatoren über öffentlich finanzierte Studien ärgern, sich aber kritiklos auf werbefinanzierte Tools wie Google Analytics verlassen würden… 😉

  8. Es ist allgemein bezeichnend das solch eine Studie überhaupt erhoben wird/werden muss.

    Aber irgendwie muss ja die ganze GEZ verschwendet werden – sonst kann man sie nicht so gut erhöhen.
    Obwohl es bei dem zwang einfach möglich ist den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ob man es nützt oder nicht ist völlig egal.

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