ARD-Sender öffnen ihre Archive

Zum UNESCO Welttag des Audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2020 werden alle ARD-Landesrundfunkanstalten und das Deutsche Rundfunkarchiv historische Videobeiträge in der ARD Mediathek zeitlich unbegrenzt zugänglich machen. Dies gab der Sender am Dienstag bekannt.

Die Nutzer der ARD Mediathek finden dann in den Channels der Anstalten Beiträge aus der aktuellen Berichterstattung aus der Zeit vor 1966. Die ARD konzentriert sich nach eigenen Aussagen zunächst auf nicht-fiktionale Videos bis 1966, da sich ab 1966 das Urheberrecht geändert habe und die Rechteklärung für die Onlinestellung von Archivinhalten erschwert wurde.

Zu den ab Ende Oktober wieder zugänglichen Sendungen zählen etwa:

BR: Abendschau

HR: Abendschau, bzw. ab 1961 Hessenschau

NDR: Nordschau

Radio Bremen: Nordschau-Magazin

rbb: Abendschau, Berliner Fenster

SR: Hüben und Drüben

SWR: Abendschau, Sport im Südwesten

WDR: Hier und heute

Ebenso wird an der Öffnung der Audioarchive gearbeitet. Derzeit werden in den Archiven der ARD die entsprechenden Tondokumente für eine Bereitstellung in der ARD Audiothek identifiziert und vorbereitet. Die ARD bereitet aktuell auch vor, ausgewählte Hörfunkbeiträge aus den Bereichen Wissen, Bildung und Kultur unter eine Creative-Commons-Lizenz zu stellen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Früher hieß es mal: das Internet erlaubt den Zugriff auf das gesamte Weltwissen. Dann hieß es: du bekommst das gesamte Weltwissen, wenn du bereit bist für einige Teile davon Lizenz- oder Urheberrechtsgebühren zu bezahlen. Und jetzt so: Wir haben das mit dem Urheberrecht so verrammelt, dass du froh sein darfst noch ein bisschen was vom Weltwissen zu finden.

    Ein schöner Schritt in die richtige Richtung, aber eher ein großer Schritt für die Anstalten und ein kleiner Schritt für das Weltwissen. VOR 1966! Da fehlen ja nur 64 Jahre bis heute.

    • bergzierde says:

      54 Jahre. Mach mich bitte nicht älter als ich bin.;-)

    • Du verwechselst Wissen und Unterhaltung.

      • Hallo Kalle , Kultur ist ein Teil des Wissens, und Unterhaltung ist ein Teil von Kultur. Eine Opernaufführung oder ein theaterstück ist kein wissen im Sinne von „lernen um etwas damit anzufangen“ aber dennoch Teil des kulturellen Welterbes und Geimeinschaftseigentums. Und wenn es – schon damals – gebührenfinanzierte Einrichtungen produziert hatten sollten wir alle ein Recht auf freien Zugang haben. Denn wir oder unsere Eltern haben es schon bezahlt. Urheberrecht und schlimmer noch leistungsschutzrechte sind nichts weiter als verklausulierte Enteignung der Bürger die doch über vielfältige Subventionsketten aus öffentlichen Mitteln einen großen Teil der kulturproduktion (mit-)finanziert haben. Zumindest alles was öffentlich-rechtlich oder mit Mitteln der Kultur- film- und sonstwas-Förderung aus Steuermitteln finanziert wurde sollte gemeinfrei gestellt werden.

        • Mediatheken, kennst du? Die Verfügbarkeit von Inhalten ist zeitlich deshalb so eingeschränkt, weil die armen Privatsender wegen Wettbewerbsverzerrung rumgeheult haben.

          • Ja und nicht nur die, auch die Presseerzeugnisse, die ihre eigenen Archive verkaufen wollen. Aber wenn du halt mal nachschauen willst, wie die Berichterstattung zu 9/11 in den ÖR war, dann kannst du nicht. Das ist doch voll panne. Da wird eigentlich freies Material eingesperrt, weil irgendjemand denkt, an den 3 Historikern und 5 interessierten Menschen verdient er noch Geld.

  2. 1966 bis heute sind keine 64 Jahre 😉

  3. Karsten Meyer says:

    Das finde ich wirklich großartig. Ich fürchte nur, dass das Programm MediathekView dann völlig zusammenbrechen wird. Ich muss das derzeit eh alle ca. 20 Stunden neu starten, sonst hängt es sich auf.

    • Basetuner says:

      Okay. Allerdings, warum sollte ein Programm bei mir zusammenbrechen, das du bei dir lokal aufgerufen hast?

      • Karsten Meyer says:

        Ich schätze, ich bin nicht der einzige mit dem Problem. Und ich gehe davon aus, dass es an der Menge der Daten, also der Sendungen liegt, die das Programm verarbeiten muss.

  4. Das hat keinen Applaus verdient, sondern ist eine überrällige Selbstverständlichkeit. Schließlich haben wir Bürger selbst den Kram über die GEZ-Beiträge teuer bezahlt!

    • Du hast 1966 und davor schon GEZ bezahlt? Wir Bürger bei Caschy dagegen eher nicht.

      • Gerne erkläre ich es dir: werden von Bürgern Steuern und Gebühren für einen bestimmten Verwendungszweck erhoben, wird bei anschließender Nutzung durch die Bürger nicht unterschieden, welcher einzelne Bürger ab wann oder in welcher Höhe zur Kasse gebeten wurde.

        Beispiel: Jeder ist schon einmal über eine Brücke oder eine Straße gefahren, die vor seiner Geburt gebaut wurde, derjenige hat sich also am Bau (z.B. in Form der Kfz-Steuer) gar nicht beteiligen können. Dennoch darf derjenige auch diese Brücken und Straßen frei benutzen.

        Anderes Beispiel, näher an den Fernsehgebühren: du kannst im öffentlich-rechtlichen TV Sendungen als Wiederholung sehen, die vor deiner Geburt aufgezeichnet wurden, du dich daran also gar nicht hast beteiligen können und trotzdem wird dein Bildschirm nicht schwarz.

        TL;DR: der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland gehört bereits den Bürgern. Wie der Deutsche aber nun mal so ist, lässt er sich bereitwillig doppelt und dreifach ausnehmen.

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