Apple Watch Series 7: Größeres Display erlaubt mehr Komplikationen

Es gab Gerüchte, dass man bei Apple derzeit ein paar Probleme mit der Fertigstellung / Produktion der Apple Watch Series 7 habe. Für Interessierte dürfte da natürlich interessanter sein, was sie mit der Apple Watch Series 7 so bekommen. Da scheint es ja so zu sein, dass das Display etwas größer wird und das Design mit dem des aktuellen iPhones übereinstimmt, die Apple Watch also kantiger wird. Nun gibt es noch Berichte mit ein paar weiteren Details, auch zu den Watchfaces. Da hat man bei 9to5mac auch schöne Mockups gebastelt, die wir hier im Beitrag eingebunden haben. Bedenkt bitte: Jene Bilder sind auf Basis von Informationen entstanden, das ist also nichts Offizielles.

Die Apple Watch Series 7 wird mit 41 und 45 Millimetern auf den Markt kommen, eine Steigerung gegenüber den aktuellen 40- und 44-Millimeter-Versionen. Diese Größen beziehen sich jedoch auf die vertikale Abmessung des Gehäuses. Der neue Bildschirm selbst – in der Diagonale gemessen – wird beim größeren Modell etwa 1,9 Zoll groß sein, bisher waren es 1,78 Zoll. Das größere Modell wird eine Auflösung von 396 x 484 haben, gegenüber 368 x 448 bei dem Modell, das es ersetzt.

Diese Erhöhung bedeutet, dass das Gerät über 16 % mehr Pixel verfügt, wodurch es mehr Komplikationen anzeigen können soll – ein Fachbegriff für die Informationen, die auf den Uhren erscheinen. Das kleinere Modell wird einen ähnlichen Sprung machen, aber beide Uhren werden dünnere Ränder um die Bildschirme haben. Gerade die Tatsache, dass man vielleicht eine oder zwei Komplikationen mehr anzeigen kann, finde ich ganz sympathisch. Manchmal fehlt mir auf bestimmten Watchfaces diese „eine“ Komplikation.

Um die neue Displaygröße zu nutzen, habe Apple laut Bericht eine Reihe neuer Zifferblätter für das Gerät entwickelt, von denen zumindest einige mit dem neuen Modell ausgeliefert werden können: 

  • Ein neues Watchface namens Modular Max zeigt die Zeit digital neben einer kleinen Komplikation an – mit Informationen wie Wochentag, Außentemperatur oder schneller Zugriff auf eine App – mit größeren Komplikationen, die sich über die gesamte Bildschirmlänge erstrecken. Das ist ein Upgrade vom aktuellen Infograph Modular, das nur eine große Komplikation zeigen kann.
  • Ein Watchface mit dem Namen Continuum ändert sich basierend auf dem Zeitverlauf und der aktuellen Stunde.
  • Ein Weltzeit-Zifferblatt – intern Atlas und World Timer genannt – lässt einen Benutzer alle 24 Zeitzonen gleichzeitig sehen. Ein externes Zifferblatt zeigt die Zeitzonen an, während das innere Zifferblatt die Uhrzeit an jedem Ort anzeigt. Benutzer können wählen, ob die Uhrzeit digital oder analog angezeigt werden soll. Dieses Zifferblatt ähnelt denen, die von Patek Philippe, Breitling und Vacheron Constantin populär gemacht wurden.
  • Apple arbeitet auch an neuen Watchfaces für seine Apple Watches der Marken Hermes und Nike. Die Hermes-Version hat Zahlen, die sich stündlich ändern, während ein neues Nike-Gesicht Zahlen enthält, die sich basierend auf der Bewegung einer Person bewegen.

Mal schauen, wann im September die Apple Watch Series 7 zu haben ist. Das kantige Design gefällt mir tatsächlich gut, doch rein Sensor-technisch soll sich nicht viel getan haben – da dürften Nutzer der Apple Watch SE oder der Series 6 noch ein Jahr ohne FOMO (fear of missing out) mit klarkommen.

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17 Kommentare

  1. Es erlaubt Komplikationen auf der Uhr und bei der Produktion.

  2. Wer hat das eigentlich Komplikationen getauft? Hab das bei Uhren noch nie verstanden warum das so heißt. Ja, das mechanische Uhrwerk war dadurch komplizierter (daher auch der Name) aber wieso musste man das so nennen und vor allem, warum muss das bei einer Smartwatch auch so heißen?
    Das hört sich immer so negativ an.

    • Weil Apple die Bedienung sprachlich möglichst nah an eine mechanische Uhr anlegen wollte. Das Rad heißt „Krone“, die Displayanzeige „Ziffernblatt“, usw. Frühe iOS Versionen waren auch an reale Gegenstände angelegt um den Übergang leichter zu machen. Apple versucht neue Kunden dort abzuholen, wo sie stehen. Und das sind oft analoge Uhren.

      • Mal ganz ehrlich, wie viele Nutzer einer Uhr kannten den Begriff Komplikation aus dem Uhrenbereich? Eine mechanische Uhr mit den Zusatzfunktionen war komplizierter im Aufbau. Aber ich hab auch nie von Komplikationen gesprochen (kenne den Begriff zwar, aber nie benutzt). Das war dann halt einfach der Tachymeter, Datumsanzeige usw…
        Und wenn Apple die AW an eine mechanische anlehnen wollte, dann hätten sie auch ne Uhr mit runder Form bringen müssen (meine pers. Meinung). Ich persönlich finde den Begriff einfach fehl am Platz bei einer Smartwatch. Da erwarte ich solche Funktionen und komplizierter ist da auch nichts ;-).

        Dass man das Rad Krone nennt, ok. Ein Ziffernblatt zeigt die Zeit an, ok. Aber Komplikation?

        • Also, du überdenkst das meiner Ansicht nach. Es hieß früher Komplikation, bei mechanischen Uhren → anstatt sich nun irgendeine neue Bezeichnung auszudenken nennt man es einfach weiterhin so. Ganz simpel.

          Genauso wie man nach wie vor auch bei Elektroautos von „Gas geben“ spricht, obwohl es genau gesehen natürlich keinen Sinn ergibt.

        • Leute, die sonst analoge Uhren im Preisbereich 400 EUR aufwärts beim Uhrmacher kaufen, kennen das sicher schon. Diese Begriffe sollen sicher auch an wertige Uhren der schweizer Uhrenindustrie erinnern um die Marke zu positionieren. Am Ende ist das sicher viel Marketing. 😉

        • „Ziffernblatt“ stört dich nicht? Die Smartwatch kann ja nicht nur Ziffern anzeigen.

    • Den Begriff gab es schon vor der Applewatch und beschrieb feinmechanisch umgesetzte Sonderfunktionen auf „normalen“ Uhren, wie eine Datumsanzeige oder Stand des Mondes usw. Google mal danach, da findest Du sofort was. Wenn ich raten müsste, könnte so auch der Name entstanden sein: Der Einbau einer mechanischen Zusatzfunktion war „kompliziert“ und deshalb haben die Uhrmacher das Komplikation genannt?!

      • Ja, der Name kommt daher, dass der mechanische Aufbau eben komplizierter war (hatte ich oben schon geschrieben 😉 ). Ich finde es nur etwas befremdlich, bei einer Smartwatch davon zu sprechen. Komplizierter in der Mechanik ist da nichts und der Otto-Normalbenutzer kannte den Begriff auch vorher nicht. Wieso muss man dann bei eine Smartwatch das noch so benennen?

  3. „da dürften Nutzer der Apple Watch SE oder der Series 6 noch ein Jahr ohne FOMO (fear of missing out) mit klarkommen“

    So isses. Wenn Blutdruckmessen kommt und zuverlässig funktioniert, dann kommt eine neue Watch her. Solange tut es die 6er auf jeden Fall noch.

  4. Bin raus! Das ist mir zu kompliziert…;O)

  5. Ich habe mich inzwischen an die Begriff Komplikation für diese Zusatzanzeigen gewöhnt, finde es aber tatsächlich auch unglücklich. Mag sein, dass das technisch so korrekt ist, aber im Alltag kennen das die meisten Menschen schlicht nicht (mehr), auch, weil das in diesem Kontext ein sehr spezieller Begriff ist. Zudem ist er im allgemeinen Sprachgebrauch auch negativ behaftet. Wieso sollte ich mir eine Komplikation bewusst einstellen? Ich möchte doch eine Uhr einfach nutzen, und das eben völlig ohne Komplikationen.

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