Apple Watch Series 6: Der Blutsauerstoff-Sensor

Apple hat die Apple Watch Series 6 vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine Watch, die auch neue Tricks gegenüber ihren Vorgängern beigebracht bekommen hat. Sie verfügt nämlich nicht nur über einen neuen, immer aktiven Höhenmesser oder die EKG-Messung wie auch der Vorgänger, erstmals ist es mit der Apple Watch möglich, den Blutsauerstoff zu messen. Die Funktion ist direkt gleich nutzbar, vermutlich, weil man hier ganz klar sagt, dass der in der App gemessene Blutsauerstoffwert nicht für medizinische Zwecke bestimmt ist, auch nicht für Selbstdiagnosen und Arztgespräche, sondern für die allgemeine Fitness? und Wellness-Nutzung bestimmt ist.

Das hat nun nichts damit zu tun, dass die Messung spaßig abzutun ist – allerdings wird die Erhebung des Blutsauerstoffwertes für gewöhnlich an der Fingerspitze gemessen, was zum Handgelenk Messunterschiede ergeben kann. Die meisten Sauerstoffsensoren, darunter auch der in der Apple Watch, messen die Sauerstoffmenge im Blut mithilfe von Licht.

Die Sauerstoffsättigung, auch bekannt als SpO2, zeigt an, wie gut die Lungen und das Kreislaufsystem sauerstoffreiches Blut an den Körper liefern. Der Blutsauerstoff ist gemessen ein Prozentsatz der Sättigung. 100 Prozent bedeutet also, dass die roten Blutkörperchen vollständig mit Sauerstoff gesättigt sind. Der Wert beträgt für die meisten gesunden Menschen zwischen 95 % und 99 %.

Diese mit Licht messenden Geräte werden als Pulsoxymeter bezeichnet. Die gibt es schon als Einzel-Hardware für kleines Geld im Handel und meistens wird dann mit rotem und infrarotem Licht gearbeitet. Die Proteine im Blut absorbieren eben das Licht – ist wenig Sauerstoff im Blut, dann wird mehr rotes Licht absorbiert.

Der Sensor am Finger berechnet dann für gewöhnlich, wie viel von welchem Licht ankommt. Die Apple Watch hat keine Gegenstelle, sondern nur eine Unterseite mit Sensoren. Diese arbeiten mit Reflexionen von Licht – machen andere Hersteller auch schon länger, beispielsweise Garmin oder auch Fitbit. Das kann eben etwas ungenauer als die Fingermessung sein. Apple arbeitet laut Bericht dennoch mit externen Forschern zusammen, um zu untersuchen, wie ihre Geräte zur Überwachung von Gesundheitszuständen von Asthma bis COVID-19 eingesetzt werden könnten. Sollten sich eure Werte allerdings rapide ändern, dann solltet ihr euch einmal eine externe Meinung einholen.

Die Messungen nimmt die Apple Watch Series 6 selbständig im Hintergrund vor, wie quasi auch die Überwachung eurer Herzfrequenz. Ihr könnt das Ganze aber auch manuell über die App anstoßen. Beim Start informiert euch die App, was ihr tun soll, nämlich den Arm ruhig halten und diesen möglichst auf einen Tisch legen. Ihr könnt eure aktuellen Daten dann natürlich in der App einsehen und zusätzlich natürlich im Verlauf in der Health-App auf eurem iPhone.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Der Artikel ist mal recht informativ.
    Aber ich glaub da bin ich viel zu sehr Hypochonder um mir so etwas anzutun. Und das wird ja im Alter nicht unbedingt besser.

  2. Dafür gibts die SE wenn die was sagt direkt reagieren. Das und das EKG sind auch nichts für mich…

  3. Die Rote, sehr schick! Aber sollten die nicht erst ab Morgen bei den Kunden ankommen 😉
    Meine Garmin zeigt übrigens manchmal knapp unter 90% an. Strenggenommen ist nicht gut, bin aber nicht kurzatmig und die Pumpe war beim letzten Check Up Tipp Top.
    Deswegen nehme ich diesen Wert bei mir nicht so ernst, werde aber irgendwann erfahren ob es  besser kann

    • Rezensionsexemplar, das muss dann wieder zurück.

      Ich überlege grad morgen zum Store zu fahren. iPad, ne Watch SE und zusätzlich ein Solo Loop. Der Spieltrieb für dieses Familysharing ist geweckt…

  4. Mal rückblickend gesagt: Vor exakt 6 Jahren konnte ich meinen SpO2 Wert mit der Fingerspitze am Samsung Galaxy Note 4 messen. Da frage ich micht, warum der Hype bei der AW jetzt so groß um dieses Feature ist?

    • Weil es das passende Gerät dafür ist und so groß ist der Hype darum gar nicht, eher ein nice Go have aber es werden morgen nicht tausende in den Store rennen und wegen dieser Funktion die 5er gegen die 6er tauschen.

    • Weil das die einzige wirkliche Neuerung dieses extrem gehypten Produkts ist.

  5. Welche Unterschiede, abgesehen von der CPU und der Sauerstoffmessung gibt es zwischen der 5er und 6er? Wenn die 5er und SE preislich beisammen liegen, sollte man sich dann überhaupt noch eine SE holen?

    • Die 6er hat noch ein helleres Display, den immer aktiven Höhenmesser und den u1 Chip für die Autoschlüsselfunktion oder die AirTag Ortung wenn sie mal kommen. Mit dem iPhone 11 sollte man die Uhr jetzt schon besser finden können.

      Die 5er ist aus dem lineup, die fällt nicht sonderlich im Preis, wenn ich auf EKG und Sauerstoffmessung verzichten kann würde ich die SE nehmen.

  6. Welches Armband empfiehlt Caschy für Normals, also für Nichtleistungssportler?
    Mir gefällt das rote Gehäuse auch gut.

  7. Sehr informativer Artikel, der das echt mal schön ausführlich erklärt.

    Aber davon abgesehen Alter! Wer in 64 Minuten Sport fast 1.000 Kalorien verballert…Respekt. Die tolle Gewichtsabnahme spricht für sich. Weiter so!

  8. Es ist schon spannend, wie so getan wird, als wäre es eine wahnsinns Innovation, dass man den SpO2 Wert jetzt am Handgelenk messen kann. Und dies wieder dem Obstladen aus Cupertino zugeschrieben wird. Das ist kein negatives Statement zu dem Artikel. Nu generell zeigt es ganz gut, wie Apple-Jünger in ihrem Universum gefangen sind und alles rund herum ausblenden.

    • Die Apple-Fan-Paranoia scheint sich auch immer mehr zu verbreiten. Ich habe mehrere Artikel über die neue Apple Watch gelesen, und nicht in einem wurde so getan, als hätte Apple diese Messung erfunden, im Gegenteil wird eigentlich praktisch überall darauf hingewiesen, dass es das schon von anderen Herstellern und Geräten gibt. Poste doch mal einen Link zu so einem Artikel, Video, was-auch-immer, wo das als Wahnsinns Innovation von Apple hingestellt wird.

  9. Smartwatches / Fitnessbänder mit SpO2 Sensor gibt es bereits reichlich auf dem Markt.
    Schön, das Apple jetzt auch nachzieht.

  10. Nach jahrelanger Erfahrung auf Intensivstation wüsste ich jetzt nicht, was die Messung des Sp02 für einen Menschen ohne Atemnot bringen sollte. Der Wert ist eigentlich immer gleich 99, 98,97 usw. alles in der Toleranz, sagt nichts über die Fitness aus. Selbst mit Luftanhalten bekommt man die Sättigung kaum runter. Ich würde mal sagen, wenn man soweit ist, dass man die Sättigung messen muss, dann braucht man auch erstmal keine Apple Uhr mehr, sorry. Diese ganze Uhr insgesamt scheint mit eher reine Spielerei zu sein.
    So auch das sgn. EKG – sorry, aber das kann ich nur an der Brust ableiten, da wo auch das Herz ist. Was da am Handgelenkt ankommt, sagt nicht mehr aus als die Pulsmessung, also – da ist ein Herzschlag, über die Qualität der Reizleitung wird da keine eine Aussage treffen können. Alles nur Werbesprech.

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