Apple soll zur WWDC Software für das vernetzte Zuhause zeigen

Spannende Geschichte, die die Financial Times zu Apple zu erzählen hat. Das Thema Vernetztes Heim soll bereits zu Apples WWDC am 2. Juni große Beachtung finden. Hierzu soll es eine neue Software geben, die das iPhone zur Fernbedienung für das eigene Zuhause macht. Das System soll es auch vereinfachen, neue „Smart Home“-Geräte einzurichten und zu kontrollieren. Im November 2013 kam zum Beispiel ein Apple-Patent zum Vorschein, das beschreibt, wie so etwas in Apples Augen funktionieren sollte.

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Apple ist bereits spät dran. Zwar steckt das Thema Home Automation noch in den Kinderschuhen, Samsung hat aber bereits integrierte Systeme vorgestellt, Google hat einen Fuß in das Gebiet gesetzt, in dem es Nest gekauft hat. Für alle Firmen ist es dennoch ein neuer Bereich, den man erst erforschen und verstehen muss, bevor man in ihm erfolgreich sein kann.

Apple soll zudem bereits mit einer kleinen Gruppe von Herstellern gesprochen haben, die ihre Produkte zertifizieren können. Das läuft so ähnlich wie bei der Made for iPhone-Zertifizierung ab, allerdings unter einem neuen Label. Es wäre also eine neue Kategorie für Apple, in die man aber direkt viel vertrauen setzt. Dem Kunden (und Apple) garantiert dies, dass die Produkte auch so wie gewünscht funktionieren. Hier sehen Experten auch die Stärke von Apple. Durch das enge Zusammenspiel von Hard- und Software sollen die Produkte „einfach funktionieren“.

Apple soll hingegen viel Wert auf den Privacy-Gedanken legen. Den Leuten das Gefühl von Privatsphäre geben, eventuell sogar selbst die Partner-Hardware auf Sicherheitslücken überprüfen. Bereits heute bietet Apple allerlei Drittanbieter-Zubehör in den eigenen Stores an. Von der Beleuchtung bis zur Personenwaage ist einiges kaufbar, man könnte dieses Feld problemlos erweitern.

Ich bin gespannt, was Apple am 2. Juni so alles zeigen wird. Da das Thema vernetztes Zuhause bisher in Bezug auf Apple so gut wie gar nicht vorkam, ist dies schon sehr interessant. Und immer noch hat uns Tim Cook für dieses Jahr ein Produktfeuerwerk versprochen, das bisher ausblieb.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

15 Kommentare

  1. ballaballa says:

    Da hat wohl der Kopieshop von Apple mal wieder in alte Xerox Unterlagen geschaut, genauer bei Mark Weiser. Fast alles von Apple stammt daher. Als sich auch Bill Gates von der Xerox GUI inspirieren lassen hat, wollte der gute Jobs mal wieder klagen. Gates entgegnete darauf:
    “Well, Steve, I think there’s more than one way of looking at it. I think it’s more like we both had this rich neighbor named Xerox and I broke into his house to steal the TV set and found out that you had already stolen it.”

    Genau die selbe Geschichte wiederholt sich jetzt bei Samsung. Apple ist wie die Petze in der Schule, selber alles Abschreiben, aber wehe jemand anderes wagt es sich auch seinen Quellen zu bedienen.

  2. Off-topic, ich weiß, aber: Habt ihr nicht mal ein anderes Apple-Foto? Immer wieder der Glas-Würfel…

  3. Würd mich freuen, wenn was dran wäre.
    Euer „Apple-gebashe“ unter jedem Apfelpost wird echt langweilig..

  4. GÄHN!

  5. Schön, Schön! Wird auch langsam Zeit, das sich mal einer der großen IT-Firmen dem Thema widmet 🙂

  6. @Sascha: Suche Browser-Plugin, um die geistreichen Kommentare auszublenden.

  7. @ballaballa
    Ah, der gute alte Xerox-Müll der immer zu lesen. Erste Reflexhandlung von Leuten die denken dass sie zum Thema etwas intelligentes zu sagen haben. Lies mal was ein ex Xerox-Mitarbeiter dazu schreibt: http://www.folklore.org/StoryView.py?story=On_Xerox,_Apple_and_Progress.txt

    @Jo
    Schonmal über professionelle Hilfe nachgedacht?

  8. Für Hausautomatisierung gibt es in Europa bereits mehrere Hersteller-übergreifende Standards ( KNX/EIB, eNet, EnOcean, LCN, 1-Wire ) da braucht es nicht noch einen weiteren Hersteller, der eine Insellösung bastelt und alles andere aussen vor lässt.
    Und wers teuer haben will, nimmt Creston.

    Zudem gibt es bereits hervorragende Softwarelösungen für die Virtualisierung aller dieser Systeme, die auch Technikübergreifend alles zusammenfassen können, egal ob OpenHAB auf dem OpenSource Markt oder z.b. IP-Symcon für die kommerzielle Lösung.

  9. Discodon says:

    Man wirds bestimmt nicht selbt einbauen können und dürfen. Wäre doch witzig wenn die leute von der geniusbar demnächst installateur fortbildungen machen müssten. Finde es aber gut dass sich da endlich mal was tut. Gibt zwar alles, aber kein mensch hat wirklich ahnung davon.

  10. „Zwar steckt das Thema Home Automation noch in den Kinderschuhen“

    Genau gibt es ja erst seit 20 jahren…

  11. Sascha Ostermaier says:

    @FlyingT: Nur weil es etwas seit 20 Jahren gibt, heißt es doch nicht, dass es ausgereift ist. Schau Dir den Menschen an.

  12. Zudem hat es kaum ein Mensch derzeit! Wenn Apple & Google da erstmal loslegen, wirst du kaum noch jemanden finden, der nichts in dem Bereich hat 😉

  13. @sascha
    Auch der Mensch steckt mit 20 jahren nicht mehr in Kinderschuhen. Nur weil das jetzt google oder Apple promotet heißt es nicht, das sie das Rad neuerfinden. Schau dir Busch-Jäger, gira oder Siemens an.

    @peter
    Das bezweifel ich irgendwie

  14. @flying
    das was zb gira macht und das was google und evtl apple machen werden, sind zwaei komplett unterschiedliche ansätze. gira ist teuer und zielt immer auf eine individuell angepasste gesamtlösung für ein haus. apple wird es schaffen, dass normale haushaltsgeräte (toaster, personenwaage, klimaanlage, waschmaschine) ohne teures kabelbasiertes bus-system mit einem ipad oder iphone zu steuern sind.
    gira bleibt immer eine exklusive sache, apple (oder google) wird die große masse erreichen.

  15. Michael Jansen says:

    Man kann auch heute schon in dieser Hinsicht viel machen. Das HomeMatic System von EQ3 lässt sich z.B. über eine App steuern. In dem System kann ich sowohl Heizkörperthermostate, Stecker, Rolladenantriebe, Sensoren und andere Aktoren steuern und das alles von meinem iPhone.