Apple sendet Benachrichtigungen über Bedrohungen bei staatlich gesponserten Angriffen

Wir berichteten darüber, dass Apple gegen das israelische Unternehmen „NSO Group“ Klage eingereicht hat, um es für die Überwachung von und den gezielten Angriff auf Apple-Nutzer zur Verantwortung zu ziehen. Da geht’s konkret um das Einschleusen der Spionagesoftware Pegasus. Im Rahmen dieser Klage hat Apple auch ein neues Support-Dokument veröffentlicht, denn man wolle Kunden zukünftig auch genauer warnen, ein Nutzer kann dann Benachrichtigungen bekommen.

Apple-Benachrichtigungen über Bedrohungen dienen dazu, Nutzer zu informieren und zu unterstützen, die möglicherweise von staatlich unterstützten Angreifern ins Visier genommen wurden. Diese Nutzer werden individuell ins Visier genommen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Cyberkriminellen setzen staatlich gesponserte Angreifer außergewöhnliche Ressourcen ein, um eine sehr kleine Anzahl bestimmter Personen und deren Geräte ins Visier zu nehmen, was die Erkennung und Verhinderung dieser Angriffe erheblich erschwert. Staatlich gesponserte Angriffe sind hochkomplex, kosten Millionen von Dollar in der Entwicklung und haben oft nur eine kurze Lebensdauer, so Apple.

Die überwiegende Mehrheit der Nutzer wird nie von solchen Angriffen betroffen sein. Sollte ein Nutzer betroffen sein, dann gibt’s halt eine Warnung, diese Benachrichtigungen enthalten zusätzliche Maßnahmen, die die benachrichtigten Benutzer ergreifen können, um ihre Geräte zu schützen.

Eine Benachrichtigung über die Bedrohung wird oben auf der Seite angezeigt, nachdem sich der Benutzer bei appleid.apple.com angemeldet hat.

Apple sendet eine E-Mail und eine iMessage-Benachrichtigung an die E-Mail-Adressen und Telefonnummern, die mit der Apple ID des Benutzers verknüpft sind.

Das Gaze sei natürlich kein Versprechen. Es ist möglich, dass einige Apple Bedrohungsmeldungen Fehlalarme sind oder dass einige Angriffe nicht erkannt werden. Man sei nicht in der Lage, Informationen über die Gründe für die Ausgabe von Bedrohungsmeldungen bereitzustellen, da dies staatlich geförderten Angreifern helfen könnte, ihr Verhalten anzupassen, um sich in Zukunft der Erkennung zu entziehen.

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4 Kommentare

  1. Ah, sendet Apple also an alle chinesischen Nutzer Warnmeldungen, ja? Oder zumindest an alle nichtchinesischen, die sich in China einwählen? Auch nicht! Tja, was man dann wohl von dieser Mitteilung halten soll?

    • In China wird allerdings gar nicht verdeckt ermittelt. Dort ist ja bekannt, dass Informationen mitgelesen werden.
      Was sollte das iPhone also anzeigen?

      • Ah, es geht also nicht und Überwachen, sondern uns Geschäft. Um es mit den Ghostbusters zu sagen: Ich bin weit über die Fähigkeit rationalen Denkens hinaus entsetzt. :-))

      • Hallo Jens, noch ein anderer Gedanke: woher nehmen viele leute in europäischen Ländern odr den USA oder anderen von einer ganz anderen Gechichte und Kultur geprägten Gesellschaft eigentlich immer die Arroganz, ihre Auffassung von Freiheit , Indiviualität und dem was „richtig“ odr „falsch“ ist auf menschen in anderen Kulturkreisen zu projezieren? Vielleicht bewerten menschen aus dem chinesichen oder allgemeiner asiatischen Kulturkreis die Balance zwischen individueller Reiheit, Privatheit und einer gesellschaftlichen Kontrolle anders als wir. Ich weiß es nicht und gerade darum halte ich mich immer sehr zurück mit kritik und diesen „Empörungs-Automatismen“wenn man z. B. vom „social scoring“ in china liest. Oder eben vom anderen Verhältnis zwischen den Geschlechtern in manchen islamisch geprägten Ländern. Wohlgemerkt: Hier gelten die von uns in langem gesellschaftlichen Konsens entwickelllten Normen, die geschriebenen und die ungeschriebenen. Auch für Menschen die aus anderen Kulturkreisen hierherkommen. Aber wer bin ich zu beurteilen was von einem Chinesen , der in china lebt und soziallisiert wurde als angemessen, erträglich oder unerträglich empfunden wird? Ich halte dieses oft zu lesenden denerelle „china-Bashing“ für typisch westliche Arroganz und völlig unangemessen.

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