Apple Pay: Die Volksbanken sollen noch 2019 starten

Die Sparkassen sind nach einigem Gegenrudern wohl fest mit dabei und auch die Volksbanken sollen noch 2019 ihren Kunden Apple Pay anbieten. „Zum Angebot von Apple Pay befinden wir uns in laufenden Gesprächen mit Apple und sind zuversichtlich, unseren Kunden noch in diesem Jahr eine Lösung anbieten zu können“, sagte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Einige Banken in Deutschland arbeiten bereits mit Apple Pay, das funktioniert mit Kreditkarten oder anderen Karten von Mastercard und Visa, nicht aber der Girocard. Und das war bei der Sparkasse wohl ein Knackpunkt: Wichtig soll nämlich die Umsetzung über die Girocard sein, da fast jeder Kunde diese habe – aber nur ein Drittel die Kreditkarte.

 

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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44 Kommentare

  1. Und wieso nicht Google Play? 85 Prozent der Leute hat Android…

    • Die Chefetage leistet sich iPhones.

    • Weil apple cool ist.

    • Wusste gar nicht das man über Google Play bezahlen kann… 😉

      • Hab eben erst den Schreibfehler erkannt XD Ist aber auch tricky. War bestimmt Absicht von Google. Auch mit Schreibfehler ist es etwas von Google XD

    • RegularReader says:

      Weil die Dienste zwar nahezu gleich funktionieren, sich aber in Sachen Datenschutz stark unterscheiden.

      • Genau DAS ist der Punkt. Eine Bank möchte ungern indirekt in Verantwortung dafür geraten, dass Google Bankdaten an Dritte weiterleitet. Genau das Recht lässt sich Google bei der Einrichtung von GPay aber ausdrücklich einräumen. Wird bei der ganzen Diskussion viel zu oft außer Acht gelassen.

        • Wenn das wirklich der Grund wäre, dann könnten die Banken den User ja entscheiden lassen, ob er Google Pay nutzen möchte oder lieber deren Insellösung. Solange die VB kein Google Pay einführt, bleiben meine VB Karten jedenfalls in der Schublade liegen, habe keine Lust auf zwei Apps, schließlich hab ich viel mehr Karten bei Google Pay als bei VB. Und Karten/Konten die ich nicht nutze, sind auch ganz bestimmt nicht mein Gehaltskonto.

          • Kann ich gut verstehen die EInstellung, nur bedenke, dass die Banken da nicht unbedingt so frei sind, wie du dir das wünschst. Es gibt kaum eine Branche in D, die so reglementiert ist wie die Banken.

    • Bei Google Pay gibt es mit Paypal immerhin die Möglichkeit, auf diesem Wege im Grunde jede beliebige Karte zu nutzen. Insofern gibt es da auch keinen akuten Handlungsbedarf. Darüber hinaus aber bedeutet ein hoher Marktanteil auch nicht zwingend, dass auch entsprechend viele Leute das jeweilige Mobile Payment System nutzen.

    • Weil sie bei Apple Pay keine Wahl haben und bei Android eine eigene Lösung zusammenbasteln können.

  2. Obwohl ich mein Konto bei der Sparkasse schon vor 25 Jahren aufgeloest habe, finde ich den Vorstoss der Sparkasse zur Unterstuetzung der Girocard ausserordentlich lobenswert.
    Frage:
    Warum sollten alle apple-pay-Zahlungen alle ueber amerikanische Kreditkarten-Firmen abgewickelt werden?
    Ob der Datenschutz via apple-pay tatsaechlich besser ist als bei google-pay wird man erst nach einigen Jahren beurteilen koennen …

    • Natürlich ist es nicht schön, alles nur über Kreditkartenunternehmen mit Stammsitz im Ausland laufen zu lassen, auf der anderen Seite aber macht es m.E. auch keinen Sinn, unbedingt auf einem System zu bestehen, was es so nur hier bei uns gibt. Ich weiß, dass in anderen Ländern auch nationale Systeme mit Apple Pay funktionieren, aber das macht es ja nicht besser. Das Argument der Sparkassen war ja seinerzeit, dass zwei Drittel der Kunden keine Kreditkarte haben. Aber trotzdem spricht doch nichts dagegen, dem verbleibenden Drittel den Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen. Auch das wäre ein Stück Kundenfreundlichkeit gewesen. Dass das am Ende sowieso nicht alle nutzen, dürfte klar sein, aber gerade hier bei uns ist der Markt für solche bargeldlosen Zahlsysteme ohnehin eher ein schwieriger.

    • Wie lange möchtest Du denn mit der datenschutzrechtlichen Beurteilung von Apple Pay warten? Das System ist seit fünf Jahren auf dem Markt, wenn auch erst seit kurzem in Deutschland.

      • Ich will damit nicht warten …
        Bisher ist wenig ueber das Apple-Pay bekannt.
        Ich kann das System aber nur durch Beobachtung von aussen beurteilen,
        da die innere Funktion geheim („= closed source , Geschaeftsgeheimnis) ist.

        Alles was mir bis jetzt darueber bekannt ist deutet daraufhin,
        dass Apple datenschutztechnisch deutlich besser ist als Google Pay.

        Richtig beurteilen kann man das aber erst nach realer Benutzung in Deutschland ueber einen laengeren Zeitraum (von z.B. 3 Jahren).
        Du wirst mir vielleicht zustimmen:
        Falls z.B. 2022 die Apple-Pay-Kontoinformationen im Internet frei downloadbar sind, dann war das Datenschutz-Konzept doch nicht so gut wie es von weitem aussah und es gab irgendwo eine Schwachstelle
        (Die Sicherheit einer Kette wird durch das schwaechste Glied innerhalb der Kette bestimmt.)
        Wenn Du weitere Detail-Infos ueber die Funktion von Apple-Pay hast, dann her damit.

        • Peter Brülls says:

          Wie Apple Pay technisch funktioniert wurde oft genug besprochen, es wird von Apple erklärt und es ist die ganz normale Virtualisierung von Kreditkarten und die einmalige Authentifizierung des Bezahlvorgangs mittels Token. Teil des Standards. Gespeichert werden die Token nur auf dem jeweiligen Gerät in der Secure Enclave, von denen Teile sicherlich Geschäftsgeheimnis sind. Aber da die Informationen lokal sind, können sie nicht en gros abgezogen werden, im Gegensatz zu bei Onlinehändern gespeicherte Kontodaten.

          Von Google Pay unterscheidet es sich im wesentlichen dadurch, dass Google sich eben das Recht vorbehält, alle Zahlvorgänge detailliert mitzuschneiden.

    • Gegenfrage: warum hat es die Deutsche Bankenlandschaft in all den Jahren nicht geschafft, einen einheitlichen Bezahlstandard als Konkurrenz zu etablieren?

  3. Wie sie alle einknicken, teilweise echt erbärmlich und sehr erheiternd 🙂

  4. Jetzt geht das mit dem Datenschutz wieder los! Den Skeptikern ist echt nicht zu helfen. Macht Euch endlich über das Prinzip der «Tokenization» schlau, bevor Ihr Eure Verschwörungstheorien zum Besten gebt. Apple weiss über die Transfers genauso wenig, wie Google oder Samsung!

    • Jonas Weber says:

      Du meinst, die Kreditkartendaten, die man bei Google pay eingibt, wandern gar nicht im klartext zu Google?

      • Diese Daten vielleicht schon, aber ganz sicher nicht die Transaktionen. Hast du jetzt Angst, dass sich die Google-Belegschaft mit deiner Kreditkarte am Abend die Lampe füllt?

        • Jonas Weber says:

          Ich habe lediglich eine technische Rückfrage zu deinem Post gestellt. Wie kommst du darauf, dass der Hintergrund etwas Emotionales ist?

          • Dann bitte ich um Entschuldigung. Ich reagiere vermutlich etwas über, weil mir die ganzen Aluhut-Träger so auf den Sack gehen – und das ist dann bei mir etwas Emotionales. Ich versuche es noch einmal:

            Ich weiss nicht, ob Google deine Kreditkarten-Daten erhält. Von unzähligen Anwendern kennen sie die eh schon von den Käufen im Play Store. Aber ganz sicher weiss Google absolut nichts darüber, wann du bei wem für wie viel Geld was gekauft hast. Dafür sorgt für erwähnte Tokenization, die von den Banken ersonnen wurde – und nicht etwa von Google oder Apple.

            • Jonas Weber says:

              Kein Problem, ich kann deine Emotionalität nachempfinden. Mir geht es genauso, wenn ich Antivaxxer-Bullshit lese.
              Was ich nicht verstehe ist: wenn du damit Recht hast, dass Google nicht weiß, wann ich bei wem wieviel Geld ausgegeben habe, wie kann mir dann in der Google Pay App angezeigt werden, dass ich vor drei Tagen bei Aldi 7,48€ ausgegeben habe?

              • Google kann die genauen Daten aufgrund der Tokenization nicht kennen. Diese Daten können eigentlich nur vom Kreditkarten-Herausgeber selbst stammen.

                Ich bekomme zum Beispiel jede Transaktion via Apple Pay sofort angezeigt. Aber der Absender der Push-Nachricht ist nicht Apple Pay, sondern die hinterlegte Kreditkarte.

                • Okay, jetzt hast du mich. Das ist mir tatsächlich komplett neu. Der Sache werde ich nachgehen. Bei Apple ist das allerdings garantiert nicht der Fall, da bin ich mir sicher. (Ein «Das weiss ich» verklemme ich mir an dieser Stelle.)

                  Aber: Auch wenn diese Meinung vielleicht nicht sehr populär ist, so gehört Google beim Datenschutz für mich «zu den Guten». Und es gibt für mich bis heute keinen Anlass, diesem Konzern nicht zu vertrauen. (Im Gegensatz zu Facebook, das eigentlich eine kriminelle Organisation ist, um nur ein Beispiel zu nennen.)

                  • „Der Sache werde ich nachgehen.“
                    Wie machst Du dies?

                    Zuerst argumentierst Du
                    „Apple weiss über die Transfers genauso wenig,
                    wie Google oder Samsung!“

                    Dann schreibst Du
                    „Bei Apple ist das allerdings garantiert
                    nicht der Fall, da bin ich mir sicher.“

                    Warum hast Du ein solches
                    Blanko-Vertrauen in Bezug auf Apple?
                    Apple ist auch nur eine Firma,
                    welche Geld verdienen will/muss.

                    Wieviel ist deine Garantie wert?

                    Was spricht dagegen,
                    bei neuen Techniken vorsichtig zu sein?

                    Kannst Du das von Dir erwaehnte
                    „Prinzip der «Tokenization»“ einmal
                    fuer Nicht-Eingeweihte erklaeren?

                  • Kleiner Tipp: https://payments.google.com/payments/apis-secure/get_legal_document?ldo=0&ldt=privacynotice&ldl=de

                    – da steht deutlich, dass Google alle Transaktionsdaten bekommt, und es ist auch beschrieben, was mit den Daten passiert.

                    Apple kennt nicht die tatsächlichen Kreditkartendaten und speichert die Transaktiosndaten angeblich nur anonymisiert.

                  • “Wieviel ist deine Garantie wert?”

                    Nichts. Muss sie auch nicht.

                    “Kannst Du das von Dir erwaehnte „Prinzip der «Tokenization»“ einmal fuer Nicht-Eingeweihte erklaeren?”

                    Nein. Keine Lust. Steht im Internet.

  5. Die bittere Pille ist halt, dass es keinem deutschen Kunden je speziell um die amerikanischen Marken Apple oder Google ging, sondern lediglich um Zeitersparnis und Komfort. Wer einmal mit Apple oder Google Pay bezahlt hat, ist in der Regel „konvertiert“ und läuft grinsend von der Kasse weg, weil es so schnell und sauber vonstatten ging. Das ist der USP. Kein Geldbeutel mehr, kein hygienisch fragwürdiges Bargeld, krumme Summen sind egal, Prozess gestreamlined, Lebenszeit gespart. Das hätte man alles bspw. auch mit einem Silikonarmband haben können. Dazu ist kein teures und komplexes Smartphone nötig. Siehe die mobile pay Lösungen von VIM. Also ist die eigentliche Frage, weshalb seit dem Start von Apple Pay in USA 2014 hierzulande das mobile pay Potential verkannt wurde. Warum gibt es kein blaues Volksbankenarmband mit NFC-Chip? Und warum keinen roten Sparkassenring mit NFC-Chip? Warum sind solche Lösungen nicht seit 3 Jahren Marktführer in Deutschland? Die Produktionskosten hätten wahrscheinlich unter denen einer Girocard gelegen. Die Antwort ist ganz einfach: weil weder bei den Volksbanken noch bei den Sparkassen irgendeine Form von zukunftsgewandter Innovationskultur herrscht.

    • Natürlich ich trage einen roten Sparkassenring und ein blaues Volksbankarmband mit mir rum…

      • Jonas Weber says:

        Und ein durchsichtiges Bracelet von N26. Außerdem eine blau-orange Halskette der Sparda-Bank und ein rot-weißes Fußkettchen der Oberbank.

      • An sich ist die Idee gar nicht so schlecht. Vodafone hatte zum Beispiel mal einen NFC-Sticker, den man aufs Handy kleben konnte. Wenn man dann noch seine Hülle drauf macht, sieht man es auch gar nicht mehr.
        Und das Armband könnte man zum Beispiel in Kooperation mit einem Fitness-Tracker-Hersteller anbieten können. Muss ja kein riesiges Volksbank- oder Sparkassen-Logo drauf sein.

        • Jonas Weber says:

          Ein NFC-Sticker auf das Handy kleben, wenn das Handy selbst eine NFC-Funktion hat? Ist das nicht überflüssig?

          • Nicht, wenn das Handy keinen Zugriff auf den NFC-Chip erlaubt, wie zum Beispiel beim iPhone, das Gerät einfach zu alt ist oder aus irgendeinem anderen Grund der NFC-Chip nicht mit der angedachten Lösung funktioniert.

            [Edit: Gut, das zu alte Handy wird bei der Zielgruppe, die NFC-Payment nutzen möchte, wohl eher kein Argument sein.]

            • Jonas Weber says:

              Eine logische Argumentation. Gewissermaßen eine Notlösung.
              Aber erlaubt das iPhone keinen Zugriff auf den NFC-Chip? Meinst du eventuell es erlaubt keinen Zugriff von Nicht-Apple-Apps?

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