Apple öffnet Onlineshop für Werkzeug und Einzelteile für Reparaturen

Angekündigt war es schon einige Zeit, nun gab Apple den Start des Programmes „Self Service Repair“ bekannt. Das ist für Kunden, die sich zutrauen, ihre Geräte selbst zu reparieren. Self Service Repair ist in den USA verfügbar und wird im Laufe des Jahres auf weitere Länder ausgeweitet – zunächst in Europa.

Der neue Online-Store bietet mehr als 200 Einzelteile und Werkzeuge, mit denen Kunden Reparaturen am iPhone 12 und iPhone 13 sowie am iPhone SE (3. Generation) durchführen können, beispielsweise am Display, der Batterie und der Kamera. Später in diesem Jahr wird das Programm auch Handbücher, Teile und Werkzeuge für die Reparatur von Mac-Computern mit Apple-Chip enthalten.

Bei bestimmten Reparaturen erhalten die Kunden eine Gutschrift, wenn sie ein ausgetauschtes Teil zum Recycling zurückgeben. Die Apple-Werkzeuge, die den Kunden im Self Service Repair Store zur Verfügung stehen, sind die gleichen, die auch von Apples Reparaturnetzwerk verwendet werden. Dass das Programm kommt, war, wie erwähnt, bereits bekannt. Vermutlich machen das die ganzen Hersteller nicht ganz freiwillig – man sah sich ja oft der Kritik ausgesetzt, Stichwort: „Recht auf Reparatur“. Ich sehe es schon kommen: Verbaselt man etwas beim Basteln, dann hat man vermutlich Pech gehabt. Von daher: Wenn man weiß, dass man es nicht kann, lieber jemanden ranlassen, der sich auskennt. Oder auch, wenn man der Meinung ist, dass die Selbst-Reparatur wesentlich länger als die professionelle dauert.

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9 Kommentare

  1. Interessant. Ich wäre auf die deutschen Preise gespannt.
    So wie sich die iPhones entwickeln braucht mein 12 Mini wohl noch mal einen neuen Akku während meiner Nutzungszeit.

    Zum Vergleich die Preise:
    Selfservicerepair: 70,99$, 46,84€ bei Zurücksendung des alten Akkus
    iFixit (US Store): 44,99$

    Also ich würde in dem Fall Original kaufen.

    • 46,84$ natürlich

      • jo29393838 says:

        $ Preise dann natürlich noch plus MwSt. Also ca. 55,- Eur.
        Bei comspot kostet der Akkutausch für das 12 Mini auch nur 75,-. Mir persönlich wäre das zu viel Aufwand und Unsicherheit für die gesparten 20,-

        • Vor allem wenn noch Kleber hinzukommt, den man kaufen muss.

        • Das Problem ist einen Anbieter in der Nähe zu haben. Ich müsste für einen zertifizierten Anbieter 2h fahren. Freie Reperaturbuden sind leider immer noch eine Stunde weit weg.

          Da denke ich schon darüber nach das selbst zu erledigen.

  2. Die Preise machen sowas leider komplett sinnlos. Selbst wenn man Profi auf dem Gebiet ist, lohnt sich das null.
    Man „spart“ gegenüber dem Service bei Apple gerade einmal $9 bzw. $43, wenn man das alte Displays zurückschickt. Und dabei sind die notwendigen Tools wie Schraubendreher noch nicht einmal mit dabei…

    Der Ansatz ist gut, aber die Preise leider (wie meistens bei Apples „Zubehör“ oder Reparaturren) viel zu hoch.

    • Ist doch genau das Ziel. Man erfüllt Anspruchserwartung an „Right to repair“, nur das es bewusst komplett unwirtschaftlich ist.

  3. Generell ist das gut. Loben kann und darf ich Apple nicht.
    Die Preise sind ziemlich hoch, Teile für das iPhone SE 1st Gen fehlt und iPhone SE 2nd Gen fehlen. Nur Teile für Modell die in Produktion sind?

    Dankbar bin ich Apple nicht! Warum? Wenn man jemand förmlich zwingen und massiven öffentlichen Druck über Jahre ausüben muss, nur damit ein Mindestniveau an Anstand gegenüber den Kunden gewart wird – ist so etwas nicht Lobenswert. Wo sind den jetzt die Hardware-Wartungsanleitungen und Explosionszeichnungen? Lenovo bieter für professionelle ThinkPads fünf Jahre lang Ersatzteile, Explosionszeichnungen und Wartungsanleitung mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Daran sollte man Apple messen.

  4. Ich finde gut, dass das Angebot kommt. Beim iPhone SE meiner Frau war der Akku gebläht. Habe ein Austauschset bestellt und selber ausgetauscht. Das Gerät hat sie heute noch täglich im Einsatz.
    Ist ein wenig fummelig mit den kleinen Teilchen, aber die iFixIt-Anleitung war sehr gut, das Werkzeug auch.
    Apple stellt im neuen Repair Store komplette Reparaturanleitungen bereit, erläutert auch genau die Sicherheitsmaßnahmen und die einzelnen Schritte.
    Schade ist in der Tat, dass sie nur die aktuellen Modelle unterstützen. Ist aber ein Anfang. Ich schaus mir in Ruhe an, wenn wieder ein Gerät bei uns reparatusbedürftig ist und ob es den Repairstore bis dahin bei uns gibt. Wenn ja, ist es für mich sicher eine Option.

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