Apple macOS Server eingestellt

Vermutlich wissen viele Nutzer gar nicht mehr, dass es die Software gibt, andere sind vielleicht der Meinung, dass sie schon längst eingestellt sei: macOS Server. Überraschenderweise gibt’s die Software bislang, aber der Feierabend ist nun in Stein gemeißelt. Ab heute, 21. April 2022, hat Apple macOS Server eingestellt. Bestehende macOS-Server-Kunden können die App aber weiterhin herunterladen und mit macOS Monterey verwenden.

Die laut Apple beliebtesten Serverfunktionen – Caching Server, File Sharing Server und Time Machine Server – werden mit jeder Installation von macOS High Sierra und höher gebündelt, sodass noch mehr Kunden Zugriff auf diese wichtigen Dienste haben. Solltet ihr weiterführende Informationen benötigen, so findet ihr diese hier.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Schade, aber auch verständlich. Mittlerweile hat macOS fast alle Funktionen spendiert bekommen sodass Server mittlerweile fast unnötig geworden ist.

  2. Immer gewünscht, ein eigener Photo Server Dienst, für Photo Sync und Sharing. Aber mit der Dezimierung der noch bis dato verbliebenen “Server” Dienste der App, war dies abzusehen. Auch bzgl Collabration und dem Entfall von XMPP in Messages leider…

  3. Super schade. Passt zur Ausrichtung von Apple mit macOS. Nur noch Consumer sein und nix mehr produktiv mit der Kiste machen. Python haben sie auch rausgeworfen. Ich verstehe es nicht, das war mal so ein rundes und solides UNIX was viele nützliche Dinge ganz einfsch schon dabei hatte und inzwischen schmeißt man alle Poweruser / Developer Funktionen über Bord. Ob sich das langfristig rächen wird muss die Zeit zeigen.

    • Wer sich als „Poweruser“ bezeichnet, sollte durchaus in der Lage sein, mit homebrew umzugehen. Wie „professionell“ ist es, Funktionen zu integrieren und (halbherzig) zu pflegen, weil sie von 99,9% der User entweder nicht genutzt oder ohnehin gesondert installiert werden?
      Wer macOS Server eingesetzt hat, dem sollte seit Jahren klar gewesen sein, dass dieser Tag kommen wird und es ohnehin bessere Lösungen gab (wenn nicht, sollte er vielleicht besser die Finger von sowas lassen).
      Wer macOS als Poweruser einsetzt sollte wissen, dass Apples Verständnis von professionellem Arbeiten weder jede Nische umfasst noch jemals unter dem Motto „das kannst du so machen, das ist halt nur Schei…“ laufen wird.

      • Zustimmung, die Funktionen integrieren aber dann nicht weiter pflegen ist keine gute Lösung.
        Wahrscheinlich genau deswegen fliegen inzwischen mit jeder neuen Hauptversion Features raus.
        Und natürlich nutzen viele Macports oder Homebrew um Pakete komfortabel nachzuinstallieren.
        Das Potential seitens Apple ist aus meiner Sicht hier aber ungenutzt, da hätte man viel mehr machen können.
        Aber ohne XServe und XSan war macOS im Serverbereich für kleine Netz eh tot, mit dem Wegfall der Airports hat man gut integrierte Hardware für Consumer gestrichen. Wahrscheinlich war die Marge zu gering. Die Gesamt-Experience im Ökosystem wird dadurch aber teils deutlich geschmälert (siehe z.B. HomePod / HomePod Mini WIFI Probleme).

    • Python 2.7? Japp, weg damit!

    • Jeder produktive Python-Nutzer ist froh, dass macOS das nicht mehr mitliefert.

    • Was hat MacOS Server damit zu tun ob man mit seinem Mac produktiv arbeitet? In einer Firma/Agentur werden dann halt zB 30 Macs genutzt und ein Server mit welchem OS auch immer, falls überhaupt ein Server benötigt wird und nicht ein NAS oder eine Cloud reicht.

  4. Seit Ver. 5.4 sind aus MacOS Server schon extrem viele nützliche Dienste entfernt worden, z.B. FTP, Server Docs, Mail Server, Calender, Apache HTTP-Server, Wiki, Kontakte. Einzelne Dienste war vielleicht nicht mehr ganz so zeitgemäß (Wiki), aber eigentlich war das Programm seitdem schon praktisch tot. Die Absicht dahinter war aus meiner Sicht aber völlig klar: Es sollte das eigene Cloud-Geschäft gepusht werden, die App kostete seinerzeit einmalig gut 20 Euro, das ist auf Dauer natürlich kein Vergleich zu monatlichen Cloud-Abo-Einnahmen …

  5. Nach meiner Erfahrung mit der Installation eines MS-Server (Ich wollte ein Exchange) hatte ich mich auf einige Stunden Arbeit mit dem Mac-Server eingerichtet. – Und war begeistert: Schalter Kalender auf ‚an‘ und der Server lief.
    Seit vielen Jahren habe ich meine Kontakte, Kalender und Wiki auf einem OSXServer, erst mit Lion, inzwischen HighSierra.
    Es ist sehr schade, das das nun wegfällt.
    Zum Glück hat Synology zeitgleich seine NAS mit diesen Servern aufgerüstet.

  6. 100 % der Features davon lassen sich mit modernen Alternativen vollständig ersetzen. Inzwischen kann sogar ein günstiges SOHO-NAS das alles abbilden, was damals in der Preisklasse völlig undenkbar war.

    In größeren Umgebungen würde man Apples Server-Erweiterung sowieso nicht einsetzen. Dafür fehlt es an Skalierbarkeit und die Zeit großer Universalserver ist schon lange vorbei.

    Das Einzige was macOS im professionellen Bereich wirklich fehlt ist ein iSCSI-Client und selbst das rutscht bei Workstations immer mehr in den Hintergrund. Schon alleine wegen der oft geforderten Mobilität.

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