Apple: Höherer Anteil für Anbieter von Video-Apps bei In-App-Abo-Verkäufen

artikel_apple70 Anteile für den Entwickler, 30 Anteile für Apple – für jeden App- oder In-App-Kauf, so war es lange Zeit in Apples App Store. Seit Juni kann der Etnwickler-Anteil unter Umständen 85 Prozent betragen. Unter Umständen bedeutet, dass der Entwickler ein Abo anbietet und ein Nutzer es bereits länger als ein Jahr laufen hat. Nun lockt Apple die Videostreaming-Anbieter mit einem 85 Prozent-Anteil ab Tag 1, wie Bloomberg berichtet. Allerdings ist an diesen höheren Anteil ebenfalls eine Bedingung geknüpft. Die betroffene App muss mit Apples TV-App (erscheint nur in den USA) gut zusammenspielen.

Apples neue TV-App soll dem Nutzer als einzige Anlaufstelle für den Videokonsum dienen, Apple ist also durchaus darauf angewiesen, dass die Dienste hier mitspielen. Der „Rabatt“ könnte wiederum dafür sorgen, dass die Preisspanne zwischen einem über In-App-Kauf abgeschlossenen Abo oder einem direkt über den Anbieter abgeschlossenen Abo kleiner wird. In der Regel ist es so, dass ein Dienst, der normalerweise 9,99 Geld pro Monat kostet via In-App-Kauf eben für 12,99 angeboten wird, um Apples Anteil mitzufinanzieren. Das liegt auch an den geringen Margen, die den Streaminganbietern zur Verfügung stehen.

So eine Vorgehensweise wäre sicher auch für Musikstremaing-Anbieter interessant, allerdings benötigt Apple deren Dienste ja nicht, hier wird es wohl auch weiterhin erst nach einem Jahr den größeren Anteil für den Anbieter geben.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Oh, da fürchtet man wohl so langsam um seine Pfründe und Anziehungskraft. Da geht der Ar**h auf Grundeis. Willkommen in der Nische. Abfallwirtschaft wäre doch noch ein Geschäftsfeld …

  2. @NickS
    Jo hast Recht, das Ende für Apple nat. Apple-Produkte sind totaler Müll. Fallen sofort auseinander wenn man sie auspackt. Allein schon wie lieblos die eingepackt sind und dann diese willkürlich zusammengesetzte veralte Hardware. Da steckt überhaupt keine Innovation dahinter. Überhaupt kein Gesamtkonzept. Nichts funktioniert miteinander. Ohne Apple wären wir schon alle viel weiter und könnten uns stattdessen über geile Dell und Medion Produkte freuen. Lange machen das die Kunden nicht mehr mit. Am besten sofort raus aus der Aktie und in HTC oder LG investieren!!!

  3. Na vielleicht reicht das Amazon Prime um endlich die Video App für den Apple TV raus zu hauen.

  4. @ Christian Appel:

    Warum sollten die das tun? Die wollen ihre eigenes Ökosystem stärken. Apple öffnet sich doch auch nicht etwa in Bezug auf iMessage usw. für andere Anbieter …

  5. Was ich immer noch nicht verstehe bei der Diskussion um Amazon auf dem Apple TV. Es gibt doch auch Apps fürs iPhone und iPad. Verstehe nicht, wieso es Amazon da nicht stört mit dem Ökosystem/Bezahlmodell, aber auf dem Apple TV…

  6. @nihil
    Das sind ja nur iDevices. Es geht nicht um Bezahlmodelle sondern um’s Wohnzimmer. Amazon will nicht dass sich Apple TV oder Nexus Player zu sehr im Markt etablieren. Und selbst wenn dann wollen sie nicht dazu beitragen. Der Nexus Player hat sich von selbst erledigt, den wollte keiner. Chromecast wird auch nicht mehr von Amazon verkauft, aber das ist nur passiver Empfänger, keine echte Streamingbox.
    Ausserdem ist Prime der Loss Leader für andere Produkte die zu oft Dumpingpreisen und teilweise unter Wholesale verschleudert werden. Es muss also genug Prime geben damit der Laden läuft.
    Amazon hatte durch die ganzen Verkäufe auch etwas den Überblick über den Markt. Apple TV und Chromecast waren ganz oben in den Charts. Vielleicht hat denen nicht gefallen was sie da sahen.
    Ich denke mal Branding spielt auch ne grosse Rolle. Amazon hat mittlerweile mit Awards prämierte Shows und die will man am besten auf der eigenen Streamingbox präsentieren, und nicht auf der Box von Apple in einer TV-App in der auch massig Angebote von anderen Streaming-Diensten gesehen werden kann.

  7. letztlich verkauft Amazon doch Content mit Prime. Ob’s mit Fire Geräten, mit Google chromecast , iPads oder auf dem AppleTV geschaut wird , wird denen egal sein. Ich denke schon das das nicht Erscheinen auf dem AppleTV ein direkter Zusammenhang mit den Gebühren im Apple App-Store sind. Glaube auch nicht, dass Amazon mit den Fire-Devices so viel Kohle verdient.

  8. Hubert Winkler says:

    @Markus23
    Darum geht es nicht. Amazon möchte die volle Kontrolle über den Vetrieb seiner Dienste. Die wollen sich nicht von Apple abhängig machen, weil sie die Kohle über eben diese Dienste machen. Die Fire Geschichten werfen wahrscheinlich nicht mal Profit ab. Es geht nur um das eigene Ökosystem.

  9. ^ Nein, um die Gebühren geht es nicht, die werden in jedem Store so gehandhabt. Ausserdem gibt es Apps für iPhone/iPad mit dem gleichen Gebührenmodell. Es geht nur um’s Wohnzimmer. Darum geht Chromecast ebenfalls nicht.

  10. wie es genau zusammenhängt , k.A. , aber wie gesagt ich denke nicht, dass Amazon „mit aller Macht“ ihre Fire-Devices durchsetzen will im Wohnzimmer. Es geht Amazon schon um die Gebühren. Soweit ich weiss, kann man aus diesem Grund auch in den iphone/ipad Apps keine Inhalte kaufen/leihen , sondern sich „nur“ die allgemein freien Prime-Sachen angucken. Auf dem AppleTV wollte/will Amazon diese Lösung nicht und u.a. deswegen gibt es wohl noch keine AppleTv App

  11. Laut Amazon selbst geht es tatsächlich um den Anteil, den Apple und Google verlangen. Sony und Microsoft könnten sich mit Amazon einigen und auch Roku, die einen reinen Streaming Stick anbieten und damit in direkter Konkurrenz zum FireTV stehen. Roku wird wohl sogar über Amazon vertrieben. Wahrscheinlich will Apple und Google keinen Präzedenzfall schaffen und andere große Anbieter davon abhalten, ebenfalls Sonderkonditonen einzufordern.

    http://mobil.stern.de/digital/homeentertainment/amazon-prime-firetv-appletv-chromecast-6878248.html

  12. Wenn Sie jetzt die App einfach nur übertragen würden, wäre Apple und Google interessanter als der FireTV, weil man auf diesem gar keine Kennzeichnung der Prime Inhalte mehr hat, um Kunden zum Kauf von Episoden zu bewegen. Die Apps fürs iPhone und für Android enthalten allerdings nur die kostenlosen Titel. Amazon will unbedingt über die App auch ihren Kram verkaufen können, ohne große Prozente abdrücken zu müssen. Man wird sehen, ob Amazon 15 Prozent akzeptabel finden oder nicht.

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