Apple gibt Entwicklern veralteter Apps mehr Zeit für Updates

Apple hat bekannt gegeben, dass veraltete Apps aus dem offiziellen App Store entfernt werden – Olli hatte darüber berichtet. Die Entwickler von betroffenen Apps sollten 30 Tage Zeit erhalten, um ihre Apps doch noch aufzufrischen, bevor sie entschwinden. Das führte zu emsigen Diskussionen. Während einige Nutzer Apples Schritt als sinnvolle Aufräumaktion für mehr Übersicht begrüßten, kritisierten andere, dass nun einmal nicht jede Anwendung ständige Updates benötige und nun eventuell zu Unrecht entfernt werde. Apple sah sich offenbar genötigt, aktiv zu werden.

In einem neuen Artikel klärt das Unternehmen aus Cupertino noch einmal über die Hintergründe dieses Schrittes auf. Außerdem verlängert man die Frist für Entwickler deutlich. Statt 30 Tage werden die Entwickler 90 Tage Zeit erhalten, um ihre Apps als letzte Chance noch zu aktualisieren. Apple stellt in seinem Post klar, dass man nur die Apps entferne, welche seit 3 Jahren oder mehr keine Aktualisierungen mehr erhalten hätten und innerhalb der letzten 12 Monate so gut wie nicht mehr heruntergeladen worden seien.

Man gehe diesen Weg, damit die Nutzer leichter gut gepflegte und aktuelle Apps auffinden könnten, die auch für aktuelle Betriebssysteme optimiert seien. Zusätzlich stelle man so sicher, dass die Apps auch dem aktuellen Standard in Bezug auf Sicherheit und Privatsphäre entsprechen. Letzten Endes sollen also Entwickler von einer höheren Sichtbarkeit profitieren, die ihre Apps gut pflegen. Obendrein werde es für Kunden leichter, passende, aktuelle Apps zu finden.

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19 Kommentare

  1. Mmm es gibt Pro und Kontra in diesen Fällen. Auf der einen Seite gibt es Apps die man wirklich nicht jedes Jahr aktualisieren muss, weil sie eine Funktion erfüllen und ein gutes und simples ux Design haben.

    Auf der anderen Seite gibt’s Apps die alt, unsicher und grotttig sind und seit Jahren nicht mehr gepflegt werden und nur Gewinn eingefahren wird.

    Diese können tatsächlich verschwinden oder müssen eben erneuert werden. Der Hype um die Anzahl der Apps ist nun inzwischen sowieso beendet. Ob nun die 400 Taschenlampen App oder die 20 dating app oder die 5 social media App.

    Wobei truth social von Donald Trump aktuell die meist gedownloadete App ist.

    Zumindest ist es schon etwas schräg und Nein es können nicht alles Querdenker, Reichsbürger und Co sein, wenn es selbst unter Jugendlichen auf dem Schulhof der neuste Hot shit ist.

    • Bei Trump kann ich mir sogar gekaufte Downloads vorstellen. Genauso wie es Marktplätze für Likes gibt, gibt es dieses auch für App-Downloads.

    • Aber nicht im deutschen App Store truth social. Die meist gedownloadete app im deutschen Store ist Lobby.

      • Doch in den USA schon, er hat recht.

        https://www.independent.co.uk/tech/truth-social-twitter-app-charts-b2066409.html.

        Einfach Wahnsinn. Und die US download Charts zu manipulieren mag ich zu bezweifeln, da der Markt viel zu groß ist. Das geht vielleicht in mini Märkten wie Slovenien aber nicht in Millionenmarkte. Auch nicht mit gekauften likes / Käufern.

        Cashy könnte das ja mal recherchieren mit Truth Social

        • Siegreich says:

          Ja weil das nur Trends sind und nicht generell Downloads.
          Klar wenn Twitter gesättigt ist an Nutzern, dass mehr Leute die neue Plattform um seine Müllgedanken ins Internet zu stellen, downloaden

          • Es sind aktuelle Downloads und es darf in Deutschland schon wieder nicht sein was ist. Trump hat Erfolg mit seinem Sozialen Netzwerk und es ist zurzeit populär in einem der größten Märkte weltweit, den USA.

            Dass das von der Diktatur in China unterstützte Tiktok hier Inhalte zensiert und propaganda für China betreibt wird überhaupt nicht kritisch hinterfragt.

            Das trump ein idiot ist braucht man nicht hinterfragen, aber das er Erfolg hat mit Truth Social lässt sich nicht wegdiskutieren. Früher oder später wird auch der Trend hier auf den Schulhof herüberschwappen.

            Und nein Reichsbürger, Pepper und covidioten nutzen nicht nur Truth Social.

            Ei Fach mal ausprobieren und nicht immer Vorurteile vor sich herschieben.

            Musk mit Twitter und Zuckerberg mit Instagram sind nicht besser..

  2. Dann werden sicherlich die ganzen uralt Taschenlampen Apps verschwinden und einige Dating Apps und uralt social media apps.

  3. Das Argument „unsicher“ verstehe ich jetzt nicht wirklich. Was soll an einer iOS App unsicher sein? Fakt ist, dass ich eine App vielleicht vor Jahren gekauft habe und diese nicht mehr nutzen kann, weil sie unwiederbringlich gelöscht wurde. Bei alter Hardware ist es sehr oft problematisch, da die Apps meistens nicht mehr gepflegt werden, weil es einfach unrentabel für die Firmen ist diese zu pflegen.

    Dieses Vorgehen der AppStore Betreiber zeigt auch ganz klar das Problem an den Softwarekaufhäusern. Man hat nicht wirklich immer während darauf Zugriff. Wieder eine Gesetzeslücke. Es gibt keine Vorschrift, weder von Seite der Anbieter noch von Gesetzesseite, die eine Mindestbereitstellungsdauer für die Apps vorsieht. Diese können willkürlich jederzeit gelöscht werden. Bei mir war es das erste Mal richtig gravierend zur Umstellung von 32 auf 64 Bit, ich habe damals.unglaublich viele Apps verloren. Am schlimmsten war das meine Marantz Consolette Anlage praktisch Schrott war, ohne App war das Ding unbrauchbar. Man könnte ohne App garnichts damit anfangen, das Display war so klein das man da kaum was mit machen konnte.

    Einfach Apps löschen währe eigentlich (Mal wieder) eine Frechheit von Apple. Zum Teil teuer gekaufte Apps sind einfach weg. Der User soll anscheinend neue Apps kaufen? Ich glaube auch kaum, dass alte Apps überhaupt in den Top 20 Charts vertreten sind.

    • Ach ja, immer dieses Smarthome Gedöns kaufen und nach 3 bis 5 Jahren feststellen, dass die Software nicht gepflegt wird bei dem Anbieter aus China.

      Und Software benötigt auch entsprechende Hardware und Rechenpower.

      Ihre Argumentation ist an Absurdität nicht zu überbieten oder betreiben Sie Ihren neuen PC oder Tablet auch noch mit dem 1995 gekauften Windows 95 auf Diskette?

    • Thomas Müller says:

      Naja, Apps können durchaus unsicher sein, z. B. wenn sie veraltete und verwundbare Softwarebibliotheken (z. B. für Analytics, Werbung & Co.) nutzen.

      Sie müssen auch nicht direkt unsicher sein, sondern können auch nicht mehr auf dem neuesten Sicherheitsstand sein, z. B. wenn sie die Verbesserungen neuer iOS-Versionen nicht nutzen.

      Gleichzeitig muss sich der Entwickler auch die Frage stellen, ob eine App, die auf das Internet zugreift aber seit über 3 Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, überhaupt noch die aktuellen gesetzlichen Vorgaben erfüllt, denn diese setzen teilweise durchaus voraus, dass die App sicherheitstechnisch den aktuellen technischen Standards entspricht.

      Im Hinblick auf DSGVO & Co. schützt Apple hier also nicht nur ihre Nutzer, sondern teilweise auch die Entwickler vor sich selbst.

      Ich denke dass das Vorgehen von Apple hier grundsätzlich in Ordnung ist, nur jetzt bei der Einführung dieser Regeln hätte man Entwicklern gerne auch noch ein paar zusätzliche Wochen Zeit zur Veröffentlichung einer neuen Version geben können.

  4. Ist das wieder ein Test von Apple ob sich die Kunden noch wehren?

    Ich habe ein lokales Wörterbuch, funktioniert autark und flott. Der Entwickler kümmert sich wohl leider nicht mehr darum, schade. Braucht es ein Update? Nein. Niemand war so doof und hat es an das Internet angebunden, keine, eine Cloud oder gar APIs von externen Dritten.

    Deswegen gibt es unter Linux und Windows etliche Anwendungen die seit Jahren oder Jahrzehnten keine Updates benötigen. Weil vorher richtige Entscheidungen getroffen wurden! Wenn man kein Server benötigt und keine externe Angriffsfläche hat – kann man Verbesserungen ausliefen, muss aber keine Notfallupdates ausliefern.

    Stellt euch mal vor irgendwer entfernt Quake3 von eurem Computer und die Installer von allen System im Internet. „Zu eurem Schutz“.

    Irgend einen Grund kann man ja konstruieren? Eine neue ABI wie ARM64-2 und dann ARM64-1 fallen lassen – gibt kaum Apps mit offenen Quellcode wie unter Linux. Die sind dann Inkompatibel…die Nummern haben sie ja gerade erst gebracht 😉

    An Apple werden sich die Computermuseen noch die Zähne ausbeißen. ZUNIX-Kompatibel, alles braucht Onlineaktivierung, eigene Hardware ohne offene Spezifikationen…

    • Tja dann ist das Wörterbuch anscheinend nicht gepflegt worden und der Anbieter gescheitert. Gab’s auch zu CD Zeiten, wenn Rumpelbude schlechte Software herausgebracht hat.

      Probieren Sie einfach dict.cc

      Es ist ein Wörterbuch für verschiedene Sprachkombinationen und funktioniert vollkommen offline mit gedownloadete Wörterbuch.

  5. Hier haben einige den Artikel bzw. das Support-Dokument von Apple nicht gelesen.

    Die App wird erst dann entfernt, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:

    1. Seit mindestens drei Jahren kein Update

    2. In den letzten 12 Monaten kein oder praktisch kein Download im Store stattgefunden hat.

    3. Der Entwickler kein Update nach 90 Tagen eingereicht hat.

    Darüberhinaus bleibt die App bei allen, die sie auf ihren Geräten haben, voll funktionsfähig, auch inApp-Käufe sind weiter möglich und die App verbleibt auch in der Kauf-Historie des Users, heisst sie kann auch wieder heruntergeladen werden.

    • Und keiner weiss was fast keine Downloads mehr heisst.

      Mir persönlich ist es auch egal, ob jemand eine 10 Jahre alte App, die seit 5 Jahren nicht mehr aktualisiert wird, und ein völlig überaltertes Design hat verliert.

      Ich kann mit meinem in den 90ern gekauften windows 3. 11 auch nicht mehr meinen aktuellen Laptop bespielen, da der kein Floppy Laufwerk hat. Nun ist Lenovo Schuld?

    • Das heißt gekaufte Apps sind dennoch Downloadbar obwohl Apple sie aus dem store gelöscht hat?

      • Ja, sie bleibt herunterladbar und ist dann eben nur noch in der Kaufhistorie zu finden. Dem Entwickler gehen darüberhinaus auch die Namenstechte nicht verloren, kann also einfach irgendwann weitermachen.

  6. Ivo Kovac says:

    Absolut richtige Entscheidung von Apple. Eine Vielzahl an Apps wird schlecht gepflegt, ist vollkommen veraltet und haben ein schlechtes Design.

    Google sollte folgen.

  7. von mir genutzte Apps verschwinden leider regelmäßig ohne nachvollziehbaren Grund, aktuell MediKid und SayMoney, zwei gekaufte Apps die nach dem Upgrade auf ein iPhone 13 nicht mehr aus dem Store geladen werden können.
    @caschy kennst du eine Seite/Plattform auf dem App Updates im Nachhinein nachvollziehbar sind?

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