Apple fordert globale Lieferkette zur Klimaneutralität bis 2030 auf

Apple hat seine globale Lieferkette aufgefordert, Schritte zu unternehmen, um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Das Unternehmen wird die Arbeit seiner wichtigsten Produktionspartner auf dem Weg zur Klimaneutralität ihrer Betriebe bei der Herstellung von Apple-Produkten – einschließlich der Versorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie – bewerten und die jährlichen Fortschritte verfolgen. Apple verfolgt das Ziel, seine gesamte globale Lieferkette und den Lebenszyklus jedes Produkts klimaneutral zu gestalten. Bis 2030 möchte man eine klimaneutrale Lieferkette erreichen.

Das Unternehmen verlangt nach eigene Angaben ein genaues Reporting über die Fortschritte beim Erreichen dieser Ziele und wird die Fortschritte jährlich überprüfen. Im Rahmen der Anstrengungen des Unternehmens, sein Ziel bis 2030 zu erreichen, hat Apple seine Emissionen seit 2015 um 40 Prozent gesenkt. Mehr als 200 Zulieferer, auf die mehr als 70 Prozent der direkten Produktionskosten von Apple entfallen, haben sich bereits dazu verpflichtet, saubere Energie wie Wind- oder Solarenergie für die gesamte Apple-Produktion zu nutzen. Wichtige Produktionspartner, darunter Corning Incorporated, Nitto Denko Corporation, SK Hynix, STMicroelectronics, TSMC und Yuto, haben sich verpflichtet, die komplette Apple-Produktion mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben.

Apple bietet seinen Partnern im Rahmen seines Programms für saubere Energie kostenlose E-Learning-Ressourcen und Live-Schulungen an. Apple plant diese Ressourcen frei zur Verfügung zu stellen, um eine öffentliche Schulungsplattform zu schaffen, die für Unternehmen aus verschiedenen Branchen kostenlos zugänglich ist.

Apple hat heute außerdem neue Projekte im Rahmen des Restore Funds angekündigt, einer Initiative, die darauf abzielt, eine finanzielle Rendite zu erzielen und gleichzeitig Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. In Zusammenarbeit mit Conservation International und Goldman Sachs hat Apple in drei Forstwirtschaftsbetriebe in Brasilien und Paraguay investiert, um 150.000 Hektar nachhaltig zertifizierter Wälder wiederaufzuforsten und rund 100.000 Hektar einheimischer Wälder, Graslandschaften und Feuchtgebiete zu schützen.

Zusätzlich zu den Projekten des Restore Fund hat Apple heute neue Partnerschaften angekündigt, um gemeinschaftsorientierte Klimalösungen voranzutreiben: In Namibia und Simbabwe arbeitet Apple mit dem World Wildlife Fund (WWF) zusammen, um durch das Climate Crowd Programm Klimaresilienz und nachhaltige Lebensgrundlagen zu fördern. Die Maßnahmen reichen von klimafreundlicher Landwirtschaft bis hin zu Bienenzucht und dem Sammeln von Regenwasser. Auch Maßnahmen wie saubere Kochherde spielen eine Rolle.

Apple wird zusätzlich ein Pilotprojekt im chinesischen Chengdu unterstützen, um das Potenzial zur Kohlenstoffbindung in städtischen und halbstädtischen Gebieten zu demonstrieren. Dies soll dazu beitragen, Verfahren für die Durchführung von Projekten zur Kohlenstoffbindung in städtischen Gebieten Chinas zu entwickeln und die Anpassung an den Klimawandel zu verbessern. In Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika geht Apple eine neue Partnerschaft mit ChangemakerXchange ein, um den Klimaschutz in dieser Region zu stärken. Durch die Schaffung eines Netzwerks will Apple dazu beitragen, Finanzierungsmodelle für innovative Lösungen zu finden und Führungsqualitäten im Bereich Klima zu verbessern. Die Initiative wird auf der UN-Klimakonferenz (COP27) in Ägypten gestartet und soll in den nächsten zwei Jahren eine Gruppe von 100 Changemakern und sozialen Innovatoren unterstützen – 50 aus Europa und 50 aus dem Nahen Osten und Nordafrika.

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2 Kommentare

  1. Wechsel zu erneuerbarer Energie ist auch wichtig um mittelfristig die Energiekosten für das Unternehmen zu senken und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Im letzten sommer gab es in China aufgrund von Strommangel massive Produktionsschwierigkeiten die auch Apple viel Geld aufgrund schlechter Verfügbarkeit gekostet hat.

    Mein Arbeitgeber hat eine riesige Solarankage mit 750MWh/Jahr gebaut und deckt damit rund die Hälfte des Strombedarfs. Ursprünglich wurde der Bau der Anlage vom Marketing beauftragt da CO2-Neutralität mittlerweile wichtig für Ausschreibungen von öffentlicher Hand und großen Unternehmen ist. Dank gestiegener Energiekosten sind jetzt auch die BWLer happy.

  2. Reicht dazu der Nachweis von Ramschzertifikaten?

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